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Vertrauen Verbraucher den Online-Shops?

96 Prozent der regelmäßigen Internetnutzer in Deutschland haben privat schon einmal in einem Online-Shop eingekauft. Auf positive Bewertungen anderer Nutzer verlassen sich dabei 80 Prozent der Online-Kunden. Zwei Drittel legen Wert darauf, dass der Shop ein Gütesiegel vorweisen kann. Bereits 76 Prozent der Internetnutzer kennen Gütesiegel für Online-Shops und 63 Prozent der Online-Käufer vertrauen eher einem Shop mit Gütesiegel als einem ohne.

Das sind die wichtigsten Ergebnisse einer Sonderstudie im Auftrag der Initiative D21 gemeinsam mit dem Bundesverband des Deutschen Versandhandels. Unterstützt wurde die Umfrage durch Gütesiegel EHI Geprüfter Onlineshop, Trusted Shops und TÜV Süd, um das Vertrauen der Verbraucher beim Online-Einkauf zu untersuchen. In einer von TNS Infratest vorgenommenen Online-Befragung wurden Einstellungen und Erfahrungen rund um Online-Shopping und Gütesiegel bei 1067 Internetnutzern ab 15 Jahren erforscht.

„Die Studie zeigt, dass die Initiative D21 mit der Empfehlung von Internet-Gütesiegeln den richtigen Weg eingeschlagen hat”, stellt Robert A. Wieland, Vizepräsident der Initiative D21 und Geschäftsführer der TNS Infratest GmbH, fest. Denn Gütesiegel würden das Vertrauen beim routinierten Online-Käufer stärken. „Gleichzeitig ermutigen solche Hinweise auch diejenigen Verbraucher, die bislang keine oder wenig Erfahrung mit Online-Shopping haben“, sagt Wieland.

Angst vor Missbrauch persönlicher Daten

Obwohl 43 Prozent der Online-Shopper beim Online-Kauf noch keine schlechten Erfahrungen gemacht haben, hält die Angst vor dem Missbrauch der eigenen persönlichen Daten viele Menschen derzeit vom Einkauf im Netz ab. Für knapp die Hälfte der Nicht-Online-Shopper ist dies der Grund, aktuell noch nicht im Netz einzukaufen. Insgesamt können Online-Händler das Vertrauen der Kunden durch mehr Sicherheit besser stärken als durch die Preisgestaltung oder Service-Angebote. Die Befragten wünschen sich vor allem Transparenz, Rechte und Sicherheit, nur eine Minderheit wünscht sich bessere Preise oder Angebote.

„Stetig kaufen mehr Verbraucher im Internet. Das spricht für die Branche. Dennoch ist es für die Online- und Versandhändler ein besonders wichtiges Anliegen, Neueinsteigern, aber auch regelmäßigen Nutzern mehr Sicherheit im Umgang mit dem Online-Shopping zu bieten. Der Einsatz von Gütesiegeln ist hier die optimale Wahl für die Shopbetreiber. Diese werden schnell von den Verbrauchern wahrgenommen und auch an anderer Stelle wiedererkannt. Das schafft Vertrauen“, so Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des bvh.

Gütesiegel können nach Auffassung der Auftraggeber der Studie einen wesentlichen Beitrag leisten, den Nutzern die Angst vor Datenmissbrauch zu nehmen und sie vor unseriösen Anbietern zu schützen. Die Initiative D21 hat Qualitätskriterien für Online-Angebote entwickelt und führt eine Liste empfehlenswerter Gütesiegelanbieter. Die vier Gütesiegel „EHI Geprüfter Online Shop“, „Trusted Shops“, „s@fer-shopping“ und „internet privacy standards (ips)“ stuft die Initiative D21 als vertrauenswürdig und empfehlenswert ein.

Den Berichtsband zur Studie „Vertrauen beim Online-Einkauf“ finden Sie als PDF-Dokument im Internet.

 

Fotos: iStockPhoto.com

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Kategorie: E-Business
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Mobiles Internet bereitet den Weg zur digitalen Gesellschaft

Die mobile Internetnutzung erfreut sich in Deutschland immer größerer Beliebtheit. Aktuell greifen schon etwas mehr als ein Viertel (26,5 Prozent) der Bevölkerung von unterwegs auf das Internet zu. Knapp 40 Prozent davon würden deutlich häufiger mobil online gehen, wenn die Übertragungsgeschwindigkeiten höher wären als es aktuell der Fall ist. Hier besteht noch großes Potenzial, denn 43,4 Prozent der Befragten können sich schon heute vorstellen, das Internet ausschließlich über einen mobilen Zugang zu nutzen. Rein wirtschaftlich könnte dies auch umsetzbar sein, denn aktuell sind die Befragten bereit, durchschnittlich 22,30 Euro im Monat für ihren mobilen Internetanschluss zu bezahlen.

Dies sind die Ergebnisse der erstmals veröffentlichten Studie „Mobile Internetnutzung – Entwicklungsschub für die digitale Gesellschaft?“ der Initiative D21, für die TNS Infratest 1005 Telefoninterviews vorgenommen hat.

Smartphones und Tablet-Computer sind Treiber der Entwicklung

Die immer größere Verbreitung neuester mobiler Gerätegenerationen begünstigt die Entwicklung hin zur mobilen Internetnutzung. Inzwischen verfügen fast 24 Prozent der Bevölkerung über ein Smartphone und fünf Prozent einen Tablet-Computer, obwohl diese erst seit knapp zwei Jahren auf dem Markt sind. Die Experten sind überzeugt: Dieser Trend wird sich fortsetzen, denn in den nächsten zwölf Monaten wird sich die Zahl der Tablet-Besitzer voraussichtlich verdoppeln (4,4 Prozent planen eine Anschaffung).

Wer schon ein mobiles Gerät besitzt, setzt es auch häufiger fürs Surfen im Internet ein. Über 57 Prozent der Befragten verbringen dadurch mehr Zeit online als bisher. Gleichzeitig nutzen Besitzer mobiler Endgeräte bereits alle gängigen Anwendungen mobil, greifen dabei aber auf weniger datenintensive Anwendungen zurück. Dazu gehören vor allem E-Mails, Internetrecherche oder News.

Deutliche Unterschiede zwischen zwei Nutzer-Gruppen

Dies belegen auch die Ergebnisse der Studie, wenn auf die Unterschiede zwischen den Digital wenig Erreichten und denjenigen eingegangen wird, die bereits souverän und sicher mit den digitalen Medien umgehen. Als solche Digital Souveräne können laut der Studie „Digitale Gesellschaft 2011“ der Initiative D21 (www.digitale-gesellschaft.info) erst 38 Prozent der deutschen Bevölkerung bezeichnet werden. Vor dem Hintergrund, dass die Entwicklung der digitalen Gesellschaft in Deutschland aktuell stagniert, knüpft die vorliegende Studie an diese Ergebnisse an und zeigt auf, wie sich mobile Internetnutzung hier auswirkt.

Wenig überraschend ist, dass Digital Souveräne das mobile Internet deutlich häufiger nutzen als Digital wenig Erreichte (47 Prozent zu 14 Prozent). Doch auch bei den Digital wenig Erreichten hat der Besitz eines mobilen Endgerätes Effekte auf die mobile Internetnutzung.

Jeder Zweite in dieser Gruppe, der ein Notebook, Smartphone oder einen Tablet-Computer sein Eigen nennt, ist häufiger online als zuvor. Überraschend ist der Betrag, den die Digital wenig Erreichten für einen solchen mobilen Internetzugang bereit sind, durchschnittlich zu bezahlen: 23,70 Euro wäre den aktiven und potenziellen Nutzern dieser Gruppe dies monatlich wert. Das legt den Schluss nahe, dass bei entsprechenden Angeboten diese Gruppe sehr wohl näher an die souveränen Nutzer herangeführt werden kann. Die Digital Souveränen möchten hingegen 21,40 Euro monatlich für ihren mobilen Internetanschluss bezahlen.

„Die Zahlen zeigen es deutlich: Wer über entsprechendes Equipment verfügt, ist häufiger online und möchte auch die zahlreichen neuen Möglichkeiten des mobilen Internets nutzen, “ sagt Robert A. Wieland, Gesamtvorstandsmitglied der Initiative D21 und Geschäftsführer von TNS Infratest. Damit falle die Hemmschwelle für die Nutzung digitaler Medien. „Die persönliche Medienkompetenz wächst schon alleine durch das reine Ausprobieren.“

Wieland weiter: „Die Möglichkeiten durch Apps und weitere Dienste sind so reizvoll, dass wir hier deutlich sagen können: Die digitale Gesellschaft von morgen wird eine mobile digitale Gesellschaft sein.“ Je eher Politik und Wirtschaft die Bedingungen dafür schaffen würden, „umso besser für unsere Gesellschaft und auch den Standort Deutschland.“

Mehr Details zur aktuellen mobilen Internetnutzung, weitere Informationen sowie die Studie „Mobile Internetnutzung – Entwicklungsschub für die digitale Gesellschaft?“ finden Sie auf der Webseite der Initiative D21.

 

Weitere Infos:

 

Foto: pressmaster, Fotolia.com

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