Tag Archive für Shitstorm

Wie Ihr Unternehmen von Videos profitiert

Die Video-Plattform YouTube hat sich zu einem Medium entwickelt, das viele Internet-Nutzer erreicht. Auch Firmen können von Webvideos profitieren. Unternehmen können ihre Produkte und Marken mithilfe von Videoclips bewerben. Ein witziges Beispiel: Ein britischer Hersteller von Damenhygiene-Artikeln reagierte mit einem Video auf einen sarkastischen Eintrag eines Mannes auf seiner Facebook-Seite. Allein auf YouTube wurde das Video mittlerweile fast drei Millionen Mal angeklickt und auf unzähligen Nachrichtenportalen verlinkt.

Videos sollten unterhalten

Dieses Phänomen könnte man auf eine simple Gleichung reduzieren: Film drehen + bei YouTube veröffentlichen = erfolgreiche Werbekampagne. Doch so einfach ist das Marketing mit Videos nicht. Schon im ersten Schritt – Drehbuch, Ausstattung, Besetzung – können viele Fehler passieren. Ein schlechtes Drehbuch oder die falschen Darsteller können schnell dafür sorgen, dass aus einem witzig gemeinten Video ein Flop wird, der im schlimmsten Falle sogar einen sogenannten Shitstorm nach sich ziehen kann. Oberstes Gebot ist daher, ein unterhaltsames Video zu drehen, mit dem niemand beleidigt, verletzt oder diskriminiert wird. Produkte, die mit einem schlechten Video auffallen, mögen bekannt werden. Allerdings haftet ihnen auch ein unsichtbares „Bloß nicht kaufen!“-Etikett an.

Regeln kennen

Um solche Fehler zu vermeiden, sollte man vor der Erstellung eines Werbevideos auf jeden Fall die Regeln der Videoportale kennen. Diese gelten für jedes Video, ungeachtet von Budget und Kreativität.

Wer eine verrückte Idee für ein Video, aber ein vergleichsweise niedriges Budget hat, kann seine Vorstellungen beispielsweise mithilfe von Studenten an Filmhochschulen umsetzen. Für etablierte Unternehmen, bei denen ein Werbevideo nur ein Teil einer ganzen Kampagne sein soll, empfiehlt sich dagegen, die Hilfe einer eine professionellen Produktionsgesellschaft in Anspruch zu nehmen.

Ob ein Video viral und millionenfach angeklickt wird, lässt sich kaum beeinflussen. Ein gut gemachtes Video ist dennoch ein wirksames Mittel, Ihr Unternehmen im Internet bekannt zu machen.

 

Foto: Scanrail, Fotolia.com

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Kategorie: E-Business
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Angst vor einem Shitstorm?

Wer als Kleinunternehmer oder Mittelständler soziale Netze zur Produktpräsentation oder Kundenansprache nutzt, fürchtet sich vor Empörungswellen – besser unter dem englischen Begriff „Shitstorm“ bekannt. Wie sollte der Einzelne darauf reagieren?

„Shitstorms gehören zu unserem kommunikativen Alltag“, meint die Unternehmensberaterin Anne M. Schüller. Früher oder später könne es jeden treffen. „Meist bricht er urplötzlich über ein Unternehmen herein.“ Die Münchner Betriebswirtin gibt jedoch Entwarnung: Nicht jeder negativer Kommentar auf einer Social-Media-Plattform müsse zwangsläufig in eine digitale Empörungswelle münden. Auch die Sorge vor unmittelbaren Imageschäden für das Unternehmen – gefolgt von Umsatzeinbrüchen – sei meist unbegründet, beschwichtigt die Expertin.

„Entscheidend ist allerdings“, betont Schüller, „dass man sich von Anfang an richtig verhält.“ Die Wahrheit zu verdrehen, Salami-Taktik bei der Kundeninformation oder gar Drohungen helfen bei einem Shitstorm nicht weiter.

Anne M. Schüller hat dagegen fünf Tipps parat, damit die digitale Empörungswelle nicht zu hoch schwappt:

  • Seien Sie gut vorbereitet, denn bei einem Shitstorm geht alles meist sehr schnell. Als Kleinunternehmer oder Mittelständler verfügen Sie meist nicht über eine eigene Kommunikationsabteilung oder ein Social-Media-Team. Sie sollten daher einen externen Berater mit ins Boot holen und ihm – für den Fall der Fälle – Zeit und Gelegenheit geben, Ihren Betrieb kennenzulernen.
  • Ob andere Nachrichten oder Kommentare über Ihr Unternehmen oder Ihre Produkte im Web hinterlassen haben, sollten Sie täglich überprüfen. Das geht am einfachsten und schnellsten mit der Google-Blog-Suche, Facebook Search und anderen. Auch Push-Dienste (etwa Google Alerts oder Bing Alerts) sollten Sie dazu nutzen. Wenn Sie Tools wie addictomatic.com verwenden, können Sie schnell und einfach möglichst viele Webseiten im Auge behalten.
  • Ist ein Shitstorm bereits entfacht, sollten Sie über genügend Manpower verfügen, um ihn wirkungsvoll einzudämmen. Nehmen Sie zu Kundenbeschwerden zeitnah Stellung, zeigen Sie Verständnis und bitten Sie um Entschuldigung. Die Ansprache sollte immer sachlich, ehrlich und freundlich sein. Wichtig: Später müssen Sie den Vorfall analysieren, um aus eventuellen Fehlern zu lernen.
  • „Geben Sie Fehler zu – aber nur Fehler“, erklärt Expertin Schüller. „Falls Sie anderer Meinung als Ihre Angreifer sind, sagen Sie das auch.“ Aussagen müssen der Wahrheit entsprechen und sollten mit Zahlen und Fakten belegt werden. Schreiben Sie nicht zu ausführlich! Je mehr Text zu dem Fall im Netz steht, umso besser werden Suchmaschinen darauf aufmerksam. Damit würde das Problem dann auf der Trefferliste einer Internet-Suche immer weiter nach vorne rücken.

 

Weitere Informationen: Anne M. Schüller, „Touchpoints“, Gabal-Verlag, Offenbach 2012

 

Foto: bluedesign, Fotolia.com

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Kategorie: Tipps
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