Tag Archive für Qualitätsjournalismus

Unsere Rundfunkgebühren…

17,98 Euro monatlich zahlen die Deutschen für qualitativ hochwertige Fernsehbeiträge und guten Journalismus auf den zahlreichen öffentlich-rechtlichen Kanälen. Die Pressestelle von 1&1 durfte sich heute persönlich davon überzeugen, mit wie viel Inbrunst und Hingabe dieses Geld für eine objektive und fundierte Berichterstattung eingesetzt wird.

Unangekündigt erschien heute ein Team des Hessischen Rundfunks vor unserer Zentrale in Montabaur, um eine TV-„Glosse“ für das Magazin c’t TV zu inszenieren. Marcell D’Avis – der regelmäßig zwischen den 1&1 Standorten in Montabaur, Karlsruhe und Zweibrücken unterwegs ist – wäre der gewünschte Interviewpartner gewesen, und die Story war, dass eine Schauspielerin als vermeintliche 1&1 Kundin Marcell zunächst in der Werbung für die neuen 1&1 DSL-Tarife ohne Mindestvertragslaufzeit anhimmelt, dann aber erschüttert darüber ist, dass es bei den Angeboten eine dreimonatige Kündigungsfrist gibt.  Steht übrigens auch beim Angebot dabei.

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Kategorie: 1&1 Intern
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Die Vierte Gewalt wächst – Pulitzerpreis für Web-Publikation

Während die Bloggerwelt  auf der re:publica 2010 in Berlin über die Entwicklungen im Netz offenbar geteilter Ansicht ist, birgt die steigende Bedeutung der Onlinemedien sicherlich weniger Anlass für Kontroversen.

Bei der diesjährigen Verleihung des Pulitzerpreises an der Columbia University in New York wurde Sheri Fink in der Kategorie Investigativer Journalismus ausgezeichnet. Fink war bereits in vielen Krisengebieten der Welt im Einsatz und hat dazu bereits ein Buch verfasst. Ihre Berichterstattung rund die Arbeit in einem Krankenhaus von New Orleans während des Hurricanes Katrina wurde auf der Seite http://www.propublica.org/ veröffentlicht.

Damit wurde erstmals eine reine Onlinepublikation ausgezeichnet. Dass ein Webangebot ausgerechnet den weltweit renommiertesten Preis für investigativen Journalismus erhält, bringt eine Weltsicht ins Wanken. Bisher wurde von Kritikern stets behauptet, das Internet bedrohe die demokratische Kontrollfunktion der Presse in der Demokratie. Der investigative Journalismus von Print-Medien müsse mit einem Leistungsschutzrecht vor den Internet-Nutzern geschützt werden. Das kann jetzt als widerlegt gelten.

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Kategorie: Netzkultur
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Die Finanzkrise als Krise des Journalismus

Haben die besten Journalisten von ARD und dpa versagt und uns ungewarnt in den Abgrund der Finanzkrise stürzen lassen?

Hans-Jürgen Arlt und Wolfgang Storz haben den Qualitätsjournalismus in ihrer aktuellen Studie „Wirtschaftsjournalismus in der Krise: Zum massenmedialen Umgang mit Finanzmarktpolitik” analysiert. Die Autoren haben hunderte Berichte zur Finanzkrise und dem voran gegangenen Börsen-Hype gelesen und erheben schwere Vorwürfe. Die medialen Aushängeschilder sind ihrer gesellschaftlichen Rolle als kritischer Wächter nicht gerecht geworden:

„Das journalistische Versagen ist in einigen Fällen so eklatant, dass es uns ausgeschlossen erscheint, einfach zur Tagesordnung über zu gehen.”

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Kategorie: Netzkultur
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