Tag Archive für Link

Europäischer Gerichtshof bestätigt: Links sind keine Urheberrechtsverletzung

European FlagDa das Urheberrecht auf einer EU-Richtlinie beruht, schafft in vielen Grundsatzfragen erst der Europäische Gerichtshof (EuGH) letzte Sicherheit. So hatte der EuGH nun auch zu einer Technologie zu urteilen, die für jeden Internetnutzer zwischenzeitlich zum Alltag gehört und prägender Bestandteil des Internets ist: dem Setzen von Links. Während in Deutschland der Bundesgerichtshof bereits 2003 in seiner Paperboy-Entscheidung sehr zukunftsweisend entschieden hatte, dass Links urheberrechtlich nicht zu beanstanden sind, sahen dies vier schwedische Journalisten anders und verklagten eine Internetseite, die auf ihre Artikel verlinkte. Das gab nun dem EuGH Gelegenheit dazu, ein Grundsatzurteil zu fällen.

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Kategorie: Netzkultur
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Video: Was Sie beim Impressum beachten müssen

Wer drei Juristen fragt, bekommt vier Antworten – sagt der Volksmund. In der Tat streiten Justitias Jünger auch Jahre nach der Einführung des Teledienstegesetzes noch immer darüber, wann genau welche Webseite ein Impressum erfordert. Nach Paragraph 6 des TDG, wie die das Gesetz von den Juristen abgekürzt wird, trifft die Pflicht zur Bereithaltung eines Impressums alle Anbieter „geschäftsmäßiger Teledienste“. Sonst kann es teuer werden: Bis zu 50.000 Euro Bußgeld drohen bei einem fehlenden Impressum. Ziel des Gesetzes ist es, mehr Transparenz im Internet zu schaffen. Besucher von Homepages sollen so auf den ersten Blick erkennen können, mit wem sie es zu tun haben.

Was ist ein Teledienst?

Der Begriff Teledienst ist weit gefasst: Darunter fallen praktisch alle Websites. Doch was verbirgt sich hinter dem Terminus „geschäftsmäßig“? „Darunter versteht der Gesetzgeber ,jede nachhaltige Tätigkeit mit oder ohne Gewinnerzielungsabsicht‘“, erklärt der Koblenzer Rechtsanwalt Elmar Kloss. Dennoch ist nach Worten des Fachanwalts für IT-Recht die häufig erfolgte Gleichsetzung mit einer gewerblichen Tätigkeit falsch: „Da es nicht auf ein Handeln im Geschäftsverkehr, sondern nur auf eine auf Dauer angelegte Tätigkeit kommt“, erläutert Kloss, „fällt praktisch jede Internetseite unter diese Definition. “  Ausgenommen seien nur Homepages mit ganz eindeutig ausschließlich rein privatem Inhalt, schon ein Banner oder ein Link auf eine kommerzielle Seite könnte die Impressumspflicht auslösen. Wer also rechtlich auf der sicheren Seite stehen will, sollte im Zweifelsfall nicht auf eine solche Anbieterkennzeichnung verzichten.

„Nutzen Sie im ersten Schritt einen Impressums-Generator”

Rechtsanwalt Kloss empfiehlt durchaus, dazu im ersten Schritt „Impressums-Generatoren“ zu nutzen, die im Netz zu finden sind. „Danach sollte jeder auch einen Blick in das Impressum auf der Webseite eines relevanten Mitbewerbers werfen.“ Fehle in der eigenen, automatisch generierten Anbieterkennzeichnung ein Detail, das auf der anderen Homepage zu finden ist, „sollte man überprüfen, ob es rechtlich notwendig ist oder nicht.“ Natürlich hilft auch jeder Rechtsanwalt weiter – natürlich nicht kostenlos.

Wichtig: ladungsfähige Postanschrift

Neben vollständigem Namen und einer E-Mail-Adresse muss auch eine ladungsfähige Postanschrift zu finden sein. Bei juristischen Personen müssen die Vertretungsberechtigten genannt werden. Unter Umständen ergeben sich aus dem Gesetz weitere notwendige Angaben: So muss bei bestimmten Branchen die Aufsichtsbehörde genannt werden. Handelsregister- und Umsatz-Identifikationsnummer sind bei Firmen ebenfalls Pflicht. Als Faustregel gilt laut Kloss: „Das was auf dem Briefkopf abgedruckt ist, sollte sich auch im Impressum wiederfinden.“

Wenn dann alle notwendigen Angaben berücksichtigt sind, darf eines nicht vergessen werden: „Das Impressum selbst sollte auf keinen Fall auf der Homepage versteckt sein“, rät Elmar Kloss. Der Jurist empfiehlt einen direkten Link auf der Startseite.

 

 

 Foto: 3D-Designs, Fotolia.com

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Kategorie: Tipps
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Vier Praxistipps für Ihre Anwalts-Homepage

Sie sind mit Ihrer Kanzlei in mehreren Online-Anwaltssuchdiensten eingetragen, wundern sich aber über die dennoch hohe Absprungrate von Besuchern Ihrer Homepage? Dann schauen Sie sich Ihre Webseite doch einmal aus der Perspektive eines potenziellen Mandanten an. Wer auf der Suche nach einem Anwalt ist, stellt sich beim Besuch Ihrer Webseite zunächst zwei Fragen:

  • Habe ich den richtigen Anwalt für mein Problem gefunden?
  • Wie kann ich mit dem Anwalt in Kontakt treten?

Das gilt immer: Es spielt dabei keine Rolle, ob der Besucher gezielt Ihren Namen in die Suchmaske bei Google & Co. eingegeben hat, weil Sie ihm als Anwalt empfohlen worden sind, oder ob er selbst nach einem juristischen Experten für sein Problem forscht.

Nehmen wir an, ein potenzieller Mandant hat Ihr Profil in einem Anwaltssuchdienst im Internet entdeckt.

  • Praxistipp 1: Veröffentlichen Sie auf Ihrem Profil stets ein aktuelles eigenes Porträtfoto.
  • Praxistipp 2: Geben Sie in Ihrem Profil Details über Ihre anwaltlichen Fachgebiete und Tätigkeitsschwerpunkte an.

Der Besucher wird dann eher bereit sein, auf den Link in Ihrem Profil zu klicken, der zu Ihrer Homepage führt.

  • Praxistipp 3: Verunsichern Sie die Besucher Ihrer Webseite nicht: Arbeiten in Ihrer Kanzlei mehrere Anwälte, verlinken Sie Ihr Suchdienst-Profil besser mit der Unterseite, auf dem der Besucher Sie direkt findet. Sonst fragt er sich womöglich, ob er auf überhaupt der richtigen Homepage gelandet ist. Außerdem: Muss der Besucher erst mehrmals auf der Kanzlei-Webseite klicken, bis er Sie gefunden hat, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er eine komplett neue Suche startet.
  • Praxistipp 4: Verwenden Sie in Ihrem Profil beim Online-Anwaltssuchdienst und auf Ihrer Kanzlei-Webseite immer das gleiche oder zumindest ein ähnliches Bild. Damit kann Sie der potenzielle Mandant auch als den Anwalt identifizieren, nach dem er gesucht hat.

Wenn Sie diese vier Tipps beherzigen, wird sich die Absprungrate von Besuchern Ihrer Kanzlei-Homepage reduzieren. Auf diese Weise werden Sie mehr Kontakte generieren, die dann auch zu Mandaten führen können.

 

Foto: iStockPhoto.com

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Kategorie: Tipps
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Online-Disclaimer – Unsinn oder hilfreiche Haftungsbeschränkung?

Heutzutage findet sich in annähernd jeder gewerblichen Internetseite – zumeist im Impressum – ein so genannter „Disclaimer“, über den die Haftung des Seitenanbieters aufgrund von Rechtsverstößen auf der Internetseite von Dritten sowie eigener Verstöße ausgeschlossen bzw. zumindest eingeschränkt werden soll.

Juristisch sauber und wirksam? Kann also der Einsatz eines Disclaimers etwa zu einer Haftungsbeschränkung oder gar –befreiung für den Anbieter führen? Und wenn ja – in welchem Umfang genau?

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Kategorie: Netzkultur
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