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Worauf Unternehmen bei ihren Facebook-Seiten achten sollten

Facebook hat kürzlich bei einzelnen Seiten eine Änderung im Administrationsbereich für Business-Pages vorgenommen. Inzwischen ist die Umstellung auf allen Unternehmensseiten erfolgt. Was ist neu? Durch die Änderungen erhalten Sie einerseits einen Überblick über die Reichweite Ihrer Beiträge. Außerdem rückt Facebook das Erstellen von Werbeanzeigen in den Vordergrund.

Der herkömmliche Administrationsbereich hat bislang über alle Aktivitäten auf Ihrer Facebook-Seite informiert. Mit einem Blick wurde deutlich, welche neuen Kommentare, Nachrichten oder „Gefällt mir“-Angaben von Ihren Fans gemacht wurden.

Genaue Informationen über die Reichweite

Jetzt listet der Bereich „Post“ Ihre veröffentlichten Beiträge untereinander auf und gibt Auskunft darüber, wie viele Leute diese erreicht haben. Neben der gesamten Reichweite erhalten Sie zusätzlich einen Überblick über die bezahlte Reichweite. Für jeden Beitrag können Sie ein unterschiedliches Budget auswählen und dadurch die Reichweite erhöhen. Durch die Änderung werden allgemeine Benachrichtigungen über „Likes“ (Gefällt mir) und Kommentare nicht mehr auf der Startseite angezeigt. Diese sind nur noch über einen kleinen Umweg erreichbar. Eingegangene Nachrichten werden weiterhin neben Ihren Beiträgen gelistet angezeigt.

Im unteren Teil des Administrationsbereichs können Sie Werbeanzeigen erstellen und auf diese Weise mehr „Likes“ generieren. Hier steht wiederum ein unterschiedliches Tagesbudget zur Verfügung. Auch hier gilt: Je mehr Sie bereit sind zu zahlen, umso mehr „Likes“ können Sie so pro Tag erhalten.

Was versteht Facebook unter dem Edge-Rank-Algorithmus?

Um eine möglichst große Zahl von Nutzern zu erreichen, kann es daher durchaus sinnvoll sein, einzelne Beiträge hervorzuheben. Hintergrund ist der Edge-Rank-Algorithmus: Dieser filtert die Neuigkeiten heraus, die für die Nutzer die höchste Relevanz haben und damit im News-Feed erscheinen. Grundlage dafür ist zum einen das Format einer Nachricht: Meldungen mit einem Bild, Link oder Video werden höher gewichtet als eine reine Textnachricht. Auch die Interaktion zwischen den Nutzern und die Aktualität des Eintrags spielen bei der Gewichtung eine entscheidende Rolle.

Facebook will sich künftig noch stärker als Social-Media-Plattform für Unternehmen positionieren. Die Maßnahmen sollen auch Neugründungen oder kleinen Unternehmen (KMU) eine Möglichkeit bieten, mehr potenzielle Kunden für die eigenen Produkte oder Dienstleistungen zu interessieren. Start-ups oder KMU verfügen in der Regel noch nicht über viele Fans bei Facebook.

Facebook ahndet Richtlinien-Verstöße bei Business-Pages jetzt konsequenter als zuvor

Für Facebook spielen Unternehmen mit Social-Media-Aktivitäten eine immer wichtigere Rolle. Auch die Richtlinien sollen verbessert und bei Verstößen konsequenter durchgegriffen werden. Zwar gibt es schon Richtlinien beispielsweise für Seitennamen, Titelbildern oder Promotions, doch die wurden in Vergangenheit nicht konsequent durchgesetzt. Facebook-Coverfotos dürfen maximal 20 Prozent Text enthalten. Auch der Seitenname muss ohne Sonderzeichen oder qualifizierende Zusätze auskommen.

Frist von 48 Stunden

Bei Verstößen wird die Seite zunächst in einem sogenannten Checkpoint überprüft und anschließend wird das Page-Management-Token entzogen. Dadurch ist die Administration von Drittanbieter-Tools nicht mehr möglich. Der Administrator hat danach innerhalb von 48 Stunden die Möglichkeit, den Seitennamen durch einen richtlinienkonformen Namen zu ersetzen oder ein passendes Coverfoto hochzuladen. Bei weiteren Verstößen oder nach Ablauf der 48 Stunden wird das Bild gelöscht. Wer sich auch dann noch uneinsichtig zeigt, verliert gar seine Facebook-Präsenz.

 

Foto: Franjo, Fotolia.com

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