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Wie sich Einzelhändler im Internet präsentieren sollten

Ohne das Internet geht im Verkauf nichts mehr. Daher wird es auch für kleinere Einzelhändler immer wichtiger, mit einer Homepage im World Wide Web vertreten zu sein. Denn: In einem insgesamt weitgehend stagnierenden Gesamtmarkt hat sich der Onlinehandel in den vergangenen zehn Jahren verzehnfacht.

Der Online-Anteil am gesamten Einzelhandelsumsatz liegt heute bei rund fünf Prozent. Betrachtet man onlineaffine Warengruppen wie beispielsweise Elektronik, Bücher und Medien sogar schon deutlich darüber. Einzig Lebensmittel mögen die meisten Verbraucher offenbar noch nicht online kaufen: Mit unter einem Prozent fristen Nahrungsmittel ein Nischendasein.

Online-Shopping liegt im Trend

Einzelhändler mit Ladengeschäft müssen sich jedoch nicht sorgen: Nach Worten des Handelsverbands Deutschland (HDE) verlieren stationäre Angebote künftig nicht an Bedeutung. Dennoch: In einzelnen Segmenten – so die Handelsexperten – verschiebe sich der Marktanteil zugunsten des Onlinehandels.

Stationäre und digitale Angebote intelligent kombinieren

Die Experten sind überzeugt: Die intelligente Kombination stationärer wie digitaler Angebote werde weiter voranschreiten, denn Verbraucher nutzen immer stärker verschiedene Einkaufskanäle parallel. Damit wird es für Einzelhändler zunehmend wichtiger, wie das Filial-, Online- und mobile Geschäft optimal verzahnt werden kann. Wer in Zukunft erfolgreich sein will, mahnen Experten, muss auf allen Kanälen verkaufen.

Verkaufskanäle verschmelzen zusehends

Die mobile Internetnutzung und die rasante Verbreitung von Tablet-PCs werden den Handel in Zukunft maßgeblich beeinflussen. Die mobilen Endgeräte werden den Onlinekauf künftig stärker vom Schreibtisch auf das Sofa – aber auch auf die Straße – verlagern. Branchenkenner gehen sogar davon aus, dass die Verkaufskanäle derart verschmelzen werden, dass der Kunde sie gar nicht mehr als getrennte Verkaufsformen wahrnehmen wird.

Kunden informieren sich über Produkte im Web

Doch das Internet spielt nicht nur beim eigentlichen Kaufprozess eine immer wichtigere Rolle: Schon vor der eigentlichen Kaufentscheidung stellt es für viele Verbraucher bereits ein zentrales Element dar. Kunden kaufen Unterhaltungselektronik inzwischen fast ausschließlich nach vorheriger Recherche über Funktionsumfang und Testergebnisse im Web. Auch Bekleidung, Schuhe, CDs/DVDs, Software und Spiele werden gerne online erworben. Social-Media-Angebote spielen dagegen (noch) eine untergeordnete Rolle.

Eigene Webseite ist für Einzelhändler unverzichtbar

Eine eigene Homepage halten inzwischen mehr als 84 Prozent der Einzelhändler für unverzichtbar. Dabei kommt bei vielen auch dem Suchmaschinen-Marketing (SEM) eine immer größer werdende Bedeutung zu. Muss ist für die meisten auch ein eigener Online-Shop. Einzelhändler denken verstärkt auch an Online-Marketingaktionen, wie etwa Gutscheine, Newsletter oder Sonderpreis-Aktionen für Online-Kunden.

Einzelhändler sollten bei ihren Internet-Aktivitäten außerdem folgende wichtige Punkte beachten:

  • Optimierung von Homepage wie Online-Shop für Suchmaschinen (SEO)
  • Eintrag in Preissuchmaschinen und Preisportale
  • Eintrag in Branchenverzeichnisse
  • Verkäufer auf Shopping-Webseiten (zum Beispiel bei Amazon.de)
  • Spezielle Angebote und Empfehlungen über Facebook oder Twitter

Doch worauf kommt es bei einer Einzelhandels-Webseite an? Das 1&1 Online-Erfolgs-Center hat die wichtigsten Kriterien als Praxistipps zusammengestellt:

  1. Klare, übersichtliche Navigation: Besucher müssen sofort finden, was sie suchen.
  2. Häufig Aktualisierung: wechselnde Angebote, Sonderpreis-Aktionen, Produktpremieren, Events (Modeschauen, Degustationen, Gewinnspiele, Trendberichte)
  3. Emotional wirkende Bilder und multimediale Inhalte: virtuelle Rundgänge, Videos oder Diashows, um das Sortiment, das Beratungsteam und die Geschäftsatmosphäre zu vermitteln
  4. Interaktive Dialogelemente: Routenplaner, Artikelreservierung, Vorbestellung
  5. Möglichst individuelles Design: Gestaltung und Farbwahl der Webseite müssen die Identität des Einzelhändlers transportieren
  6. Aufbereitung der Inhalte für mobile Endgeräte: Smartphones erlauben es potenziellen Kunden jederzeit, von unterwegs aus – auch spontan – nach Geschäften in der unmittelbaren Umgebung zu suchen und sich direkt zum Ladengeschäft führen zu lassen
  7. Suchmaschinen-Optimierung (SEO): Auffindbarkeit über Google, Google Maps, Links zur eigenen Webseite auf relevanten Portalen (zum Beispiel Preisportale), hochwertige, den Kunden ansprechende Inhalte

 

Foto: Marius Graf, Fotolia.com

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Kategorie: Tipps
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Zehn Thesen zur Zukunft von Digital Commerce

Digital Commerce zählt in Deutschland zu den signifikant wachsenden Geschäftsfeldern der digitalen Wirtschaft. Die Fachgruppe E-Commerce im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) hat die zukünftige Entwicklung dieses Marktsegments analysiert. Die Ergebnisse dieser Untersuchung fassen die Experten in zehn Thesen zur Zukunft von Digital Commerce zusammen.

  1. Der Kunde fordert alle Produkte jederzeit auf jedem Kanal kaufen zu können. Unternehmen, die sich auf einen Kanal konzentrieren bzw. die Kanäle unterschiedlich behandeln, verlieren künftig stark an Bedeutung.
  2. Pure Player werden ihre Strategie sukzessive und zeitnah um weitere Kanäle erweitern müssen. Flagshipstores der E-Commerce-Marktführer werden ein wichtiger Bestandteil der Strategie.
  3. Der stationäre Einzelhandel, bislang das „Stiefkind“ der digitalen Revolution, wird über Dienste wie LBS in die digitale Wertschöpfungskette integriert.
  4. TV-Commerce wird erste nennenswerte Umsätze erzielen – allerdings nur im Zuge einer dynamisch vernetzen Multiple-Screen-Strategie.
  5. Die Omnipräsenz von Preisvergleichssuchmaschinen wird den Wettbewerb verschärfen und zu einer Polarisierung des Marktes führen. Während im Massenmarkt nur Kostenführer dominieren, gibt es parallel zahlreiche Premium-Nischen. In der Mitte wird kein Platz mehr sein.
  6. Dem Großteil der Transaktionen im Digital Commerce geht in eine Informationssuche in sozialen Netzwerken voran, die in der Regel kaufentscheidend ist.
  7. Die Kommunikation im Marketing wandelt sich schrittweise völlig – von einer One-to-Many-Broadcast-Kommunikation, der zunehmend misstraut wird, hin zu einer Many-to-Many-Kommunikation auf Augenhöhe mit dem Kunden. Dies ist das Ende von „Marketing as we know it.“
  8. Digitale Bezahlung und Mobile-Payment-Lösungen werden klassische Zahlmethoden mehr und mehr ersetzen.
  9. Die allgegenwärtige mobile Intelligenz macht viele Services vor Ort überflüssig, die keinen echten Mehrwert bieten. Dies führt in einigen auf die Kundenberatung ausgerichteten Branchen wie Reisebüros, Banken etc. zu einem dramatischen Strukturwandel.
  10. Digital Commerce ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen und keine First-Mover-Nische mehr. Entsprechend müssen sich Anbieter den „normalen“ gesellschaftspolitischen Diskussionen auch in der Öffentlichkeit stellen.

 

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Kategorie: E-Business
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Praxis-Tipps: Erfolg durch E-Mail-Marketing (Teil 1)

Viele Firmen versenden mehr oder wenig regelmäßig digitale Newsletter, in denen sie auf das Unternehmen selbst oder seine Produkte aufmerksam machen und dafür werben. Die folgenden Tipps sollen Ihnen dabei helfen, mit Ihrem E-Mail-Marketing erfolgreich zu sein.

1. Personalisierung

Nutzen Sie die Möglichkeiten, die Ihnen personalisierte E-Mailings bieten. Sprechen Sie die Abonnenten Ihrer Newsletter individuell an. Durch die Personalisierung erhöhen Sie die Akzeptanz und Effizienz eines Newsletters deutlich. Gehen Sie noch einen Schritt weiter:  Orientieren Sie sich beispielsweise am Kundenzyklus, der Regionalität oder Demografie, um Streuverluste zu reduzieren.

2. Adressqualifizierung

Nicht jeder Adressbestand ist lückenlos. Dabei fehlen oft die Daten, die für eine Personalisierung notwendig sind. Mit Rabattaktionen, Gewinnspielen oder Einladungen zu Events können Sie die Profile von Abonnenten anreichern. Dazu können Sie etwa nach Name, Geschlecht und auch besonderen Interessensgebieten fragen. Wichtig: Bei einem Import dieser Angaben in einen bestehenden Verteiler sollten Sie sich vergewissern, dass ein solcher Datenabgleich rechtlich zulässig ist.

3. Konsolidierung

Nutzen Sie regelmäßig viele Verteilerlisten? Dann sollten Sie den Bestand konsolidieren. Denn zu viele unterschiedliche Listen lassen sich schlechter verwalten. Überarbeiten Sie die Verteilerstruktur, indem Sie die erfolgversprechendsten Kriterien auswählen. Ziehen Sie dabei stets die entscheidenden Marketing-Zielgruppen in Betracht.

4. Frequenz

Versuchen Sie, den Newsletter regelmäßig zu versenden. Das stellt viele Unternehmen vor ein Problem. Doch Abonnenten stellen sich gern auf feste Intervalle ein. Dabei gilt: Je regelmäßiger der Newsletter-Versand, umso bessere Öffnungsraten der Mails. Optimalerweise sollen Sie einen Redaktionsplan für das jeweilige Jahr erstellen, in dem Sie spannende Themen identifizieren. Diese sollten Sie rechtzeitig vorbereiten. Die Versandfrequenz sollte dabei so gewählt werden, dass die Empfänger den Newsletter nicht als Spam empfinden.

5. Mobile E-Mail

Immer mehr Nutzer empfangen und lesen Mails auf mobilen Endgeräten. Überprüfen Sie daher, ob Ihr eigener Newsletter dafür geeignet ist. Checken Sie, welche E-Mail-Clients Ihre Empfänger verwenden. Daraufhin sollten Sie das Format optimieren. Sie können Ihre Abonnenten auch in einer Umfrage abstimmen lassen, ob ein mobiler Empfang Ihres Newsletters tatsächlich gewünscht wird. Sind genügend Interessenten dafür vorhanden, können Sie daraus einen Spezial-Verteiler erstellen.

 

 

Foto: fotogestoeber, Fotolia.com

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Kategorie: E-Business | Tipps
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