Nachdem bereits im Vorfeld viele Details zum neuen Pixel 6 und dessen Pro-Variante bekannt waren, hat Google das Smartphone-Duo nun offiziell vorgestellt und noch ein paar Neuerungen verraten. So gibt es unter anderem spannende Features für die umfassend verbesserte Kamera, mit Android 12 kommen zudem softwareseitig ein paar praktische Tools für den Alltag hinzu.

Leonardo Ziaja
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Leonardo ist stellvertretender Chefredakteur von Allround-PC.com und als Redakteur für das 1&1 Magazin tätig.
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Im Gegensatz zum Pixel 5, welches im Herbst 2020 als einziges Modell vorgestellt wurde, bringt Google für die neue Generation gleich zwei Varianten auf den Markt. Neben dem „normalen“ Pixel 6 für 649 Euro unverbindliche Preisempfehlung (UVP) startet auch das Pixel 6 Pro ab 899 Euro UVP. Beide Geräten teilen einige Ausstattungsmerkmale und vor allem das frische Design, welches sich vom Rest des Smartphone-Marktes deutlich abhebt. Doch was unterscheidet die beiden Smartphones voneinander?

Neuer Look mit Alleinstellungsmerkmal

 

Das breite Kameraband auf der Rückseite sticht definitiv hervor und ermöglicht zudem das teils zweifarbige Design auf der Rückseite. Google hat sich hier für spannende Farbvarianten entschieden, das klassische Schwarz und Weiß ist natürlich trotzdem mit von der Partie. Während das Pixel 6 auf einen mattschwarzen Aluminiumrahmen und eine Rückseite aus Gorilla Glass 6 setzt, so bekommt das Pixel 6 Pro einen glänzenden Rahmen sowie Gorilla Glass Victus auf der Rückseite. Das widerstandsfähige Glas ist auch auf der Front zu finden und schützt dort den Bildschirm.

 

Beim Google Pixel 6 kommt hierbei ein 6,4 Zoll OLED mit Full HD+ Auflösung (2.400 x 1.080 Pixel) und einer Bildwiederholrate von bis zu 90 Hz zum Einsatz. Das Google Pixel 6 Pro erhält dagegen ein größeres 6,7 Zoll OLED mit Quad HD+ Auflösung (3.120 x 1.440 Pixel) sowie einer adaptiven 120 Hz-Bildwiederholrate. Durch ein sogenanntes LTPO-Panel kann das Pro-Modell die Bildrate auf bis zu 10 Hz minimieren und so in bestimmten Situationen Energie einsparen.

Das Herzstück: Der Google-eigene Tensor-Chip

 

Quelle: Google

Im Inneren der beiden Pixel-Smartphones arbeitet der neue Tensor-SoC, der von Google selbst entwickelt wurde und einen großen Fokus auf „Machine Learning“, also das maschinelle Lernen, legt. Der Chip verfügt über acht Kerne und soll gegenüber dem Pixel 5 eine um 80 Prozent gesteigerte CPU-Performance besitzen. Dazu gesellt sich mit dem Titan M2 ein spezieller Sicherheitschip, der persönliche Daten auf dem Smartphone schützen soll. Google stattet das Pixel 6 mit 8 Gigabyte Arbeitsspeicher und 128 Gigabyte internem Speicher aus. Das Pixel 6 Pro erhält dagegen rund 12 Gigabyte Arbeitsspeicher und wahlweise 128 oder 256 Gigabyte internen Speicher. Eine Erweiterung per MicroSD-Karte ist bei beiden Geräten nicht möglich.

 

Der Akku im Pixel 6 bietet eine Kapazität von 4.600 mAh, das Pro-Modell bekommt sogar satte 5.000 mAh spendiert. Geladen werden beide Smartphones kabelgebunden mit bis zu 30 Watt, ein entsprechend leistungsfähiges Netzteil muss jedoch separat erworben werden. Kabellos sind auf der induktiven Ladestation Google Pixel Stand (separat erhältlich) maximal 26 Watt (beim Pixel 6 Pro) bzw. maximal 21 Watt (beim Pixel 6) möglich. Damit laden die Pixel-Smartphones zwar nicht ganz so schnell wie die Konkurrenz von Xiaomi, Oppo & Co., allerdings bringt Google mit dem „Adaptive Charging“ eine praktische Funktion für das Laden über Nacht auf die Geräte. Der Akku wird dabei erst passend zur geplanten Weckzeit auf die vollen 100 Prozent geladen.

Die Kamera erhält ein ordentliches Upgrade

 

Pixel 6; Quelle: Google

Ein sehr spannendes Upgrade gibt es bei der Kamera zu verzeichnen. Statt erneut einen 12 Megapixel Hauptsensor zu verwenden, verbaut Google beim Pixel 6 und Pixel 6 Pro nun einen großflächigen 50 Megapixel Sensor (1/1,31” Sensorfläche und ƒ/1.85 Blende). Eine 12 Megapixel Ultraweitwinkelkamera vervollständigt die Dual-Kamera des Pixel 6, für das Pro-Modell kommt noch eine 48 Megapixel Telefotokamera mit Periskop-Linse und 4-fach optischem Zoom dazu. Für Selfies steht eine Punch-Hole-Frontkamera mit 8 Megapixel (Pixel 6) bzw. 11,1 Megapixel (Pixel 6 Pro) zur Verfügung.

 

Zusammen mit dem eigens entwickelten Tensor-Prozessor hat Google der Kamera jedoch auch ein paar Software-Neuheiten verpasst. So ist nun der „Magic Eraser“ mit an Bord, der automatisch störende Objekte im Bild retuschieren kann. Die Funktion „Face Unblur“ kombiniert ein Foto der Haupt- und Ultraweitwinkelkamera für schärfere Gesichter, wenn sich die Person schnell bewegt. Mit „Action Pan“ erhält der „Motion Mode“ darüber hinaus einen besonderen Schlieren-Effekt für die Hintergrundunschärfe bei bewegenden Objekten, beispielsweise bei Straßenbahnen oder Autos.

Android 12 mit praktischen Funktionen

 

Natürlich erhalten die neuen Pixel-Handys direkt Android 12 als Betriebssystem. Somit kommt auch das neue „Material You“-Design auf die Geräte, welches sich farblich auf den eigenen Geschmack anpasst und beispielsweise passende Akzentfarben zum gewählten Hintergrundbild auswählt. Des Weiteren stattet Google die Smartphones mit einer verbesserten Live-Übersetzung in Messengern wie WhatsApp, Google Chat oder Twitter aus. Der Rekorder kann nun auch in Deutsch, Französisch oder Japanisch transkribieren. Und für die persönliche Sicherheit gibt es Notfallkontakte, das Teilen von wichtigen Informationen bei einem Notfall, den Safety Check mit automatischer Notfallmitteilung oder die Autounfallerkennung.

 

Tipp
Sie interessieren sich für das Google Pixel 6, die einmaligen Anschaffungskosten sind Ihnen aber zu hoch? In Kombination mit einer 1&1 All-Net-Flat wird das Google Pixel 6 im 1&1-Shop bereits ab einer Einmalzahlung von 0 Euro angeboten.

 

 

Quellen: