Der virtuelle Girls‘ und Boys‘ Day hat gezeigt: Berufsorientierung gelingt auch virtuell. Das haben wir zum Anlass genommen unser Angebot an Schulpraktika in Zeiten von Corona ebenfalls zu virtualisieren.

Jessica Gietz
JessicaGietz
Jessica ist Redakteurin für das 1&1 Magazin und kennt die besten Eisdielen der Stadt.
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Schulpraktika als Win-Win-Angebot

 

Quelle: shutterstock

Für uns als Unternehmen sind Schulpraktika eine wichtige Maßnahme im Azubi-Recruiting und für die Schüler*innen ein wichtiger Bestandteil der Berufsorientierung. Im Jahr 2019 haben wir z. B. knapp über 70 Schüler*innen ein Praktikum im Unternehmen ermöglicht. Auf Grund von Corona konnten wir das klassische Schulpraktikum in der bewährten Form seit März 2020 nicht mehr durchführen. In diesem Jahr haben wir deshalb virtuelle Schulpraktika als Pilotprojekt angeboten, um Schüler*innen in ihrer Berufsorientierungsphase zu unterstützen.

Wie die virtuellen Schulpraktika abliefen und was unsere Azubis sagen

 

Die Schulpraktikant*innen wurden größtenteils von unseren Azubis betreut. Je nach Interesse standen entweder technische oder kaufmännische Themen auf dem Programm. Die Schüler*innen haben unsere Azubis bei ihren alltäglichen Aufgaben und Terminen begleitet und waren natürlich auch selbst gefragt kleinere Aufgaben zu übernehmen. Ziel war es, erste Einblicke in die Berufswelt und über unser Unternehmen allgemein zu vermitteln.

 

Wir haben bei unseren Azubis nachgefragt, wie sie die Woche mit ihren Schützlingen empfunden haben.

 

„Das virtuelle Praktikum hat gut geklappt und es hat Spaß gemacht, das einfache Programmieren beizubringen und so schnell Fortschritte zu sehen. Wir fünf Azubis haben uns als Buddys für das technische Schulpraktikum die Wochentage untereinander aufgeteilt, so konnten wir umfassende Einblicke in das Unternehmen geben.“ Das erzählt Erik, Auszubildender zum Fachinformatiker Fachrichtung Anwendungsentwicklung

 

Auch unsere angehenden Kaufleute für Marketingkommunikation haben ein buntes Programm zusammengestellt und waren mit ihrem Trio aus Schüler*innen sehr zufrieden. Das Trio lernte die Abteilungen Event & Incentive Management und Media Production Management kennen. Inhaltlich ging es unter anderem um unsere Sponsoringpartner BVB und Formel 1, unsere Influencer-Aktivitäten, unseren Ideenpool mit Merchandise-Artikeln und das Thema Bildbestellungen, sodass die Schüler*innen einen sehr guten Eindruck des Marketingbereichs in Montabaur gewinnen konnten. Kleine eigenständige Aufgaben wie beispielsweise Recherchen rundeten das Programm ab. Unsere Azubis wurden aber auch mit Fragen rund um unsere Ausbildungsmöglichkeiten gelöchert, sodass die Berufsberatung nicht zu kurz gekommen ist.

 

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Natürlich geht beim virtuellen Schulpraktikum auch etwas verloren. Die Schüler*innen erleben den Büroalltag nicht in der gleichen Form, wie wenn sie in den Räumlichkeiten vor Ort wären. Sie haben weder An- noch Abreise, haben kein Gespür für die Größe der Büroräumlichkeiten, lernen die Kolleg*innen nur virtuell kennen und erleben auch keine gemeinsame Mittagspause in der Kantine. Von daher ist das virtuelle Format kein hundertprozentiger Ersatz, aber nichtdestotrotz eine sehr gute Alternative, solange die externen Besuche auf ein Minimum reduziert werden müssen.