Den Begriff GPS hat sicher jede und jeder schon einmal gehört. Die GPS-Technologie steckt in Smartphones, Navigationsgeräten, Smartwatches und anderen Technik-Gadgets. Doch wofür steht die Abkürzung GPS eigentlich und wie funktioniert GPS? Sind diese Fragen geklärt, gehen wir auf konkrete Beispiele ein, für welche Apps und Anwendungen die GPS-Technologie mittlerweile absolut unverzichtbar geworden ist.

Jessica Gietz
JessicaGietz
Jessica ist Redakteurin für das 1&1 Magazin und kennt die besten Eisdielen der Stadt.
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Was ist GPS eigentlich?

 

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Die Abkürzung GPS steht für „Global Positioning System“ – zu Deutsch: Globales Positionierungssystem. Der Begriff beschreibt schon sehr gut, worum es bei GPS geht. Mit der Technologie kann man weltweit einen Standort bestimmen – oft mit einer Genauigkeit von nur wenigen Metern. Möglich wird das mit Hilfe von rund 30 Satelliten im Weltraum, die permanent Daten wie ihre aktuelle Position als Funksignal aussenden. Auf der Erde treffen diese Signale dann auf Empfangsgeräte wie beispielsweise Smartphones mit GPS-Modul. Erhalten Handys also Signale von mehreren Satelliten, können diese den genauen Standort auf der Erde berechnen: Eine Variable in der Rechnung ist dann die Position des Satelliten, die andere ist die Zeit, in der die Funksignale vom Satelliten bis zum Empfänger übertragen werden.

 

Ursprünglich wurde die Technologie in den 1970er Jahren vom US-Verteidigungsministerium entwickelt. Die offizielle Bezeichnung lautet NAVSTAR GPS (Navigation System for Timing and Ranging – Global Positioning System). Erst 1995 wurde GPS zur Nutzung für die Allgemeinheit freigegeben, doch seitdem ist Satelliten-Ortung nicht mehr aus unserem digitalen Alltag wegzudenken. Vielleicht haben Sie in den Datenblättern von Smartphones aber auch schon andere Begriffe gelesen wie beispielsweise Beidou, GLONASS oder Galileo. Diese beschreiben die eigenen Ortungssysteme einzelner Länder oder Regionen, die im Prinzip jedoch alle gleich funktionieren. Das chinesische GPS-System heißt Beidou, das der Europäischen Union Galileo und GLONASS ist das Satelliten-System Russlands.

GPS bei Smartphones: A-GPS

 

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Haben Sie im Zusammenhang mit GPS bei Smartphones schon von A-GPS gehört? Die Abkürzung steht für „Assisted Global Positioning System“. A-GPS wurde speziell für Handys entwickelt, um eine noch schnellere Standortabfrage möglich zu machen. Technisch funktioniert das durch eine Kombination von GPS mit Assistenzinformationen, die über Mobilfunknetze ausgesendet werden. Vereinfach gesagt kann das Smartphone mit A-GPS über das Mobilfunknetz zusätzliche Daten empfangen, die die Standortermittlung beschleunigen.

 

Bei iPhones ist A-GPS immer aktiv, bei Android-Smartphones von Xiaomi, OPPO und Co. finden Sie dieses Feature in der Regel unter dem Punkt „Hohe Genauigkeit“ oder „Genauigkeit verbessern“ in den Einstellungen.

GPS-Dienste auf dem Smartphone im Überblick

 

Während iOS oder Android als Smartphone-Betriebssysteme an sich noch nicht sonderlich viel mit GPS-Informationen anfangen können, sind diese für den Betrieb einiger Apps unerlässlich.

Navigation: Dank GPS wird das Smartphone zum Navi

 

Egal, ob Sie ein iPhone besitzen oder ein Android-Handy wie das Xiaomi Mi 11: Auf fast allen Smartphones sind Navigations-Apps wie Google Maps oder Apple Karten vorinstalliert. Natürlich gibt es im Google Play Store oder im App Store noch zahlreiche Alternativen wie „Waze“ oder „HERE WeGo“. Dank GPS wird das Smartphone in Kombination mit einer entsprechenden App zum Navigationsgerät – ganz ohne zusätzliche Anschaffungskosten für ein teures Navi.

Undenkbar ohne GPS: Wetter- und Warn-Apps

 

Das Wetter kann schon innerhalb eines Stadtgebietes oder eines Landkreises sehr unterschiedlich sein. Deshalb ist die genaue Standortermittlung via GPS zur Nutzung von Wetter-Apps essenziell. Gleiches gilt auch für Warn- und Informations-Apps wie „KATWARN“ oder „NINA“, die Benutzer idealerweise am aktuellen Standort auf Unwetter-Ereignisse oder Brände hinweisen.

Erfolgreiche Geocaching-Schatzsuche nur mit GPS

 

GPS spielt auch bei der Geocaching-Schnitzeljagd eine wichtige Rolle. Allein mit den Koordinaten der Verstecke kommt man als Spieler-Team nicht weit – die Suche danach wird in der Mehrheit der Fälle nur mit einem GPS-Empfangsgerät erfolgreich sein. Im Google Play Store und im App Store gibt es zahlreiche Geocaching-Apps. Besonders empfehlenswert ist die offizielle Geocaching-App, die für den vollen Umfang eine Premium-Mitgliedschaft per In-App-Kauf anbietet.

GPS-basierte Spiele wie Pokémon GO

 

Spielerische Elemente gibt es natürlich nicht nur beim Geocaching, auch die Entwicklerstudios wie Niantic haben das Potenzial von GPS für die Spiele-Industrie bereits erkannt. In zahlreichen Augmented-Reality-Hits wie „Pokémon GO“ oder „Harry Potter: Wizards Unite“ bildet die echte Welt das Spielfeld. Ohne GPS wäre es undenkbar, Pokémon zu fangen oder magische Kreaturen zu finden, um diese durch Zauberei von ihren dunklen Wächtern zu befreien.

 

 

 

Quellen: