Durch den flexiblen Bildschirm im Inneren vereint das Samsung Galaxy Z Fold3 das Format eines Smartphones mit dem eines Tablets und ermöglicht so eine sehr vielseitige Nutzung. Alltägliche Aufgaben lassen sich wunderbar über den äußeren Bildschirm erledigen, für etwas aufwändigere Tätigkeiten bietet sich dann das große Display im Inneren an.

Leonardo Ziaja
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Leonardo ist stellvertretender Chefredakteur von Allround-PC.com und als Redakteur für das 1&1 Magazin tätig.
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Samsung hat das Galaxy Z Fold3 zusammen mit dem neuen Galaxy Z Flip3 auf dem alljährlichen Galaxy Unpacked Event im August präsentiert. Die beiden Foldables haben feine Anpassungen erhalten, um noch alltagstauglicher und vor allem widerstandsfähiger zu werden. Des Weiteren gibt es eine verbesserte Performance, neue Farbvarianten und eine IPX8-Zertifizierung, mit der das faltbaren Duo vollständig gegen Wasser geschützt ist.

Flex-Modus für spezielle App-Layouts

 

Seit der zweiten Generation des Galaxy Z Fold besitzt das faltbare Smartphone ein stufenlos einstellbares Scharnier. Dadurch lässt sich der Mechanismus variabel einstellen und das Z Fold3 beispielsweise wie ein Schminkspiegel auf den Tisch legen – genau dann setzt der „Flex Mode“ ein. Der softwareseitige Modus ist ab Werk bereits für einige Samsung-Apps aktiviert, lässt sich in den Einstellungen unter „Erweiterte Funktionen“ → „Labs“ → „Flex-Modus-Paneel“ jedoch auch für andere Apps auswählen.

 

Wird das Display leicht angewinkelt bzw. eingeklappt, ändert sich die Darstellung auf dem Bildschirm. Beim Ansehen eines YouTube-Videos im Vollformat wird das Bild beispielsweise auf die obere Hälfte geschoben und Videodetails im unteren Bereich angezeigt. So lässt sich das Galaxy Z Fold3 beispielsweise ganz einfach auf den Tisch stellen und das Video läuft weiter.

 

Auch für die Kamera ist der Flex Mode durchaus praktisch, da sich das Foldable-Smartphone so auch ohne Stativ für eine Aufnahme platzieren lässt. Ein Gruppenbild mit Zeitauslöser ist dann kein Problem mehr, für Videotelefonate lässt sich das Galaxy Z Fold 3 dann zum Beispiel sehr bequem auf dem Tisch aufstellen.

Dual-Preview und Selfies mit der Hauptkamera

 

Darüber hinaus profitiert auch die Kamera vom flexiblen Format des Galaxy Z Fold3 – und zwar gleich in doppelter Hinsicht. Mit Dual-Preview lässt sich beim Knipsen mit den drei Sensoren der Hauptkamera eine Live-Vorschau auf dem Coverdisplay anzeigen. So kann beispielsweise die Person vor der Kamera sehen, wie das Foto am Ende wohl aussehen wird und sich dementsprechend positionieren. Die Dual-Preview (auf Deutsch Cover-Bildschirm-Vorschau) lässt sich in der Kamera-App oben rechts mit einem kleinen Icon aktivieren. Hierzu muss die Kamera-App jedoch auf dem Innendisplay geöffnet sein.

 

Der äußere Bildschirm lässt sich allerdings auch für Selfies mit der Triple-Kamera nutzen. Wird die Kamera beispielsweise im zusammengeklappten Format geöffnet, kann ebenfalls über ein Icon oben rechts ein besonderer Modus aktiviert werden – der Selfie-Mode. Hierüber lassen sich Selfies mit der Hauptkamera aufnehmen, das Telefon muss also nach Aktivierung des Modus aufgeklappt werden. Anschließend können alle drei Linsen der Triple-Kamera ausgewählt und alle verfügbaren Kamera-Modi genutzt werden. Besonders die Ultraweitwinkelkamera sorgt dann für einzigartige Selfies. Auch für Selfie-Videos ist dieses Feature natürlich von Vorteil. Wir empfehlen bei Fotos in diesem Modus jedoch den Timer, da das faltbare Smartphone beim Auslösen mit einer Hand sonst schnell den Weg nach unten findet.

Tablet-Ansicht für Apps

 

Das Galaxy Z Fold3 bietet zwei unterschiedliche Ansichten für Apps: Die Standardansicht und das Tablet-Layout „Multi View“. In den Einstellungen unter „Anzeige“ → „Bildschirmlayout und Zoom“ lässt sich zwischen den beiden Formaten wählen. Bei der klassischen Ansicht werden Anwendungen im Innendisplay so wie auch bei anderen Smartphones mit kleineren Bildschirmformaten dargestellt. Das „Multi View“-Format hingegen sorgt für eine Art „Tablet-Layout“, bei der Menüpunkte auf der linken Bildschirmhälfte zum Vorschein kommen und die Navigation vereinfachen. Bei Google Chrome werden damit beispielsweise offene Tabs nicht mehr hinter dem Tab-Icon versteckt, sondern wie bei der Computer-Variante am oberen Rand angezeigt.

Multitasking und Edge Panel

 

Um mit mehreren Apps gleichzeitig arbeiten zu können, bietet sich das Edge Panel an – auch Seiten-Paneele genannt. Die kompakte Leiste wird über einen am Rand hervorguckenden Streifen geöffnet und gibt dann den Zugriff auf Apps, das Wetter oder die Zwischenablage frei. In den Einstellungen unter „Anzeige“ → „Seiten-Paneele“ kann dieses Feature aktiviert und angepasst werden. Der App-Leiste können dann unter anderem neue Anwendungen hinzugefügt werden.

 

Um nun mit mehreren Apps gleichzeitig arbeiten zu können, wird einfach die Seitenleiste geöffnet, das Icon der gewünschten App gehalten und auf einen verfügbaren Bereich gezogen (links, rechts, oben, unten). Das Galaxy Z Fold3 kann so insgesamt drei Apps „nebeneinander“ sowie eine App als schwebendes Fenster (Pop-Up-Ansicht) darstellen. Zum Öffnen einer bestimmten App-Konstellation lässt sich diese durch ein Tippen auf die drei Punkte in der Bildschirmmitte abspeichern und dann im Edge-Panel als Gruppe mit einem Tippen wieder öffnen.

Das Fold wird zum Note: Der S Pen

 

Dieses Jahr gab es zwar kein neues Smartphone der sonst sehr beliebten Note-Reihe, allerdings hat Samsung bereits dem Galaxy S21 Ultra die Unterstützung für den digitalen Stift S Pen verpasst. Nun kann der „Stylus“ mit dem Galaxy Z Fold3 erstmals auch bei einem faltbaren Smartphone genutzt werden. Allerdings wird dafür ein besonderes Modell benötigt, welches die Oberfläche des inneren Displays nicht zu sehr beansprucht. Samsung bietet dafür gleich zwei Optionen an: Den neuen S Pen Fold Edition sowie den S Pen Pro.

 

Während die Fold Edition lediglich für das Foldable allein gedacht ist, so lässt sich das Pro-Modell sowohl beim faltbaren Telefon als auch bei anderen Galaxy-Geräten, die den S Pen unterstützen, einsetzen. Der „S Pen“-Funktionsumfang ist jedoch nicht auf dem Niveau des Galaxy Note20 (Ultra), dem aktuell letzten Modell der Smartphone-Reihe aus 2020, und bietet somit keine Gestensteuerung. Beim Galaxy Z Fold3 lässt sich der S Pen also nicht zum Fernauslösen von Fotos nutzen, stattdessen ist er ganz schlicht nur für Notizen und ein rundum produktiveres sowie kreativeres Arbeiten gedacht.

Fortsetzen von Apps auf dem Cover-Display

 

Das große Innendisplay eignet sich wunderbar zum Anzeigen von Fotos oder zum produktiven Arbeiten mit mehreren Apps gleichzeitig. Doch ab und an gibt es Momente, in denen man das Smartphone doch nur mit einer Hand nutzen kann – das Galaxy Z Fold3 muss dann zugeklappt werden. Damit Apps, die gerade noch im inneren Display genutzt werden, beim Zuklappen nicht geschlossen werden, können diese auf dem Cover-Display weiterhin geöffnet bleiben. Allerdings muss dies in den Einstellungen unter „Anzeige“ → „Fortsetzen von Apps auf Cover-Bildschirm“ für jede App einzeln aktiviert werden.

 

 

Tipp
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