Lange wurden die neuen iPhones erwartet, jetzt sind sie offiziell. Neben den iPhone-13-Modellen hat Apple im Rahmen der September-Keynote noch zwei neue iPads und die Apple Watch Series 7 präsentiert. Alle Details zu den Ankündigungen lesen Sie hier.

Tim Metzger
TimMetzger
Tim ist Redakteur bei Allround-PC.com und schreibt zusätzlich für das 1&1 Magazin.
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Die Apple-Keynote namens „California streaming“ eröffnete am Abend des 14. Septembers gewohntermaßen Tim Cook. Vor allem erwarteten Fans die neuen iPhone-Modelle, doch der kalifornische Konzern hatte noch weitere Produktneuheiten auf Lager. Wie im Vorjahr starten demnächst vier iPhones und Apple setzt auf die Strategie „Evolution statt Revolution“.

iPhone 13 und iPhone 13 mini

 

Das iPhone 13 sowie das iPhone 13 mini ähneln äußerlich ihren direkten Vorgängern aufgrund der abgeflachten Seiten. Die Neulinge stehen in insgesamt fünf Farbtönen zur Verfügung: Warmweiß (Polarstern), Anthrazit (Mitternacht), Blau, Rosé und Dunkelrot ((PRODUCT) RED). Die als „Notch“ bekannte Einkerbung im Display, welche die Frontkamera und Face-ID-Komponenten beherbergt, ist erstmals um 20 Prozent in der Breite geschrumpft. Der beim iPhone 13 6,1 Zoll und beim iPhone 13 mini 5,4 Zoll große OLED-Bildschirm ist 28 Prozent heller als zuvor und erreicht somit eine typische Maximalhelligkeit von 800 Nits sowie eine HDR-Spitzenhelligkeit von bis zu 1.200 Nits.

 

Außerdem sind die zwei Kameras auf der Rückseite nicht mehr vertikal, sondern diagonal positioniert. Erneut setzt Apple auf ein 12-Megapixel-Duo, doch die Sensoren sind neu. Die Hauptkamera bietet größere Subpixel bei unveränderter f/1.6-Offenblende und ist nun wie beim iPhone 12 Pro (Max) eine optische Stabilisierung mit Sensorverschiebung. Der Hauptsensor soll dadurch insgesamt bis zu 50 Prozent mehr Licht aufnehmen, was bessere Nachtaufnahmen verspricht. Mit einem 120-Grad-Sichtfeld und einer Blende von f/2.4 kommt die Ultraweitwinkelkamera daher.

 

Videos lassen sich maximal in 4K mit 60 Bilder pro Sekunde in Dolby Vision (HDR) aufnehmen. Als neue Software-Funktion für die Kameras gibt es den Kinomodus mit geringerer Tiefenschärfe, quasi ein Portraitmodus für Bewegtbilder mit besserer Fokussteuerung. Der Fokus lässt sich sogar nachträglich verändern, jedoch sind in diesem Modus Videos auf Full-HD-Auflösung mit 30 Bildern pro Sekunde limitiert.

 

Quelle: Apple

Unter der Haube sitzt wenig überraschend ein neuer Prozessor (SoC) namens Apple A15 Bionic. Er wird erneut im modernen Fünf-Nanometer-Verfahren produziert und weist knapp 15 Milliarden Transistoren auf. Wie viel schneller die Sechs-Kern-CPU, Vier-Kern-GPU und die 16-kernige NPU gegenüber dem A14-Chip sind, verrät Apple bislang nicht.

 

Jedenfalls soll der A15 Bionic effizienter sein, was gemeinsam mit einem größeren Akku im iPhone 13 und iPhone 13 mini für leicht längere Akkulaufzeiten sorgt. Konkret verspricht der Hersteller bis zu eineinhalb Stunden mehr Ausdauer beim Mini-Modell und bis zu zweieinhalb Stunden mehr beim regulären iPhone 13.

 

Die beiden iPhones haben nun mindestens 128 anstatt 64 Gigabyte an Speicherplatz und werden neben einer 256-Gigabyte-Option neuerdings auch mit 512 Gigabyte angeboten. Das iPhone 13 mini startet ab 799 Euro, das iPhone 13 ab 899 Euro.

 

Hinweis
Sie interessieren sich für eins der Smartphones der iPhone 13-Reihe? Ab sofort können die iPhones im 1&1-Shop vorbestellt werden. Ausgeliefert werden die Apple-Smartphones dann ab dem 24. September 2021.

iPhone 13 Pro und iPhone 13 Pro Max

 

Quelle: Apple

Zeitgleich werden auch das iPhone 13 Pro sowie iPhone 13 Pro Max erscheinen. Äußerlich ändert sich gegenüber ihren iPhone-12-Pendants bis auf die neue Farbe Hellblau (Sierrablau) und die kleinere „Notch“ nichts. Auch sie beinhalten den A15 Bionic und größere Akkus, was ebenso in eineinhalb beziehungsweise zweieinhalb Stunden mehr Ausdauer resultiert. Anzumerken ist jedoch, dass der A15-Chip hier einen zusätzlichen GPU-Kern bietet, um höhere Bildraten in Spielen zu erzielen.

 

Nach jahrelangem Warten hat der Hersteller nämlich seinen neuen Pro-Modellen Displays mit maximal 120 Hertz spendiert. Erstmals gibt es also das von iPads bekannte ProMotion in iPhones. Die Bildwiederholfrequenz ist beim iPhone 13 Pro (Max) dynamisch und variiert je nach Szenario zwischen zehn und 120 Hertz. Beim Scrollen und Spielen wirkt die Anzeige demnach geschmeidiger und beim Lesen oder Videostreaming wird die Wiederholrate reduziert, um Strom zu sparen. Die beiden OLED-Bildschirme messen diagonal 6,1 Zoll beziehungsweise 6,7 Zoll (Pro Max) und erreichen typisch bis zu 1.000 Nits und maximal 1.200 Nits bei HDR-Inhalten.

 

Quelle: Apple

Auch die Kameras stehen wieder im Fokus der Pro-Modelle und dieses Jahr gibt es dort keine Unterschiede zwischen dem „Pro“ und „Pro Max“. Einen dreifach optischen Zoom weist die Telekamera nun auf und der Nachtmodus funktioniert ebenfalls damit. Die Ultraweitwinkelkamera lässt sich dank eines Autofokus neuerdings sogar für Nahaufnahmen (Makros) nutzen. Übrigens ist es möglich ProRes-Videos in 4K mit 30 Bildern pro Sekunde zu filmen. Bei einem Pro-Modell mit kleinster Speicherkapazität ist ProRes allerdings auf Full-HD begrenzt. Vier Speichervarianten stehen zur Auswahl: 128 Gigabyte, 256 Gigabyte, 512 Gigabyte, maximal gibt es ein Terabyte. Das iPhone 13 Pro beginnt preislich bei 1.149 Euro und für das iPhone 13 Pro Max ruft der Hersteller mindestens 1.249 Euro auf.

iPad mini (6. Generation)

 

Wem das iPhone 13 Pro Max mit seinen 6,7 Zoll noch zu klein und ein reguläres iPad zu groß ist, kann sich ab dem 24. September 2021 endlich ein neues iPad mini zulegen. Die sechste Generation löst das Modell aus 2019 ab und führt in der Mini-Serie das modernere Design ohne Home-Button ein, das seit dem iPad Pro (2018) existiert. Dadurch wächst trotz kaum veränderter Maße die Bildschirmdiagonale von 7,9 auf 8,3 Zoll. Das Liquid-Retina-Display (LCD) hat erneut eine Pixeldichte von 326 Pixeln pro Zoll und erreicht wieder eine Maximalhelligkeit von 500 Nits.

 

Statt Face ID bietet das neue iPad mini wie das aktuelle iPad Air einen Fingerabdrucksensor für Touch ID oben in der Power-Taste. Zudem wurde der Lightning-Anschluss gegen USB-C ausgetauscht und der optionale Apple Pencil 2 hält magnetisch am Aluminiumrahmen. Übrigens ist der aktive Stylus kaum kürzer als das iPad selbst. Apple verbaut eine 12 Megapixel scharfe Hauptkamera mit f/1.8-Blende und vorne sitzt eine neue Ultraweitwinkelkamera, die sich für „Center Stage“ nutzen lässt.

 

Als Prozessor dient wie bei den iPhone-13-Modellen der A15 Bionic, weshalb das iPad mini optional auch 5G-Mobilfunk beherrscht. In Grau (Space Grau), Rosé, Violett und Warmweiß (Polarstern) kommt das Mini-Tablet ab 549 Euro auf den Markt. Wahlweise sind 64 oder 256 Gigabyte an Speicherplatz verbaut. Die Variante mit aktiviertem 5G-Modem fällt mit mindestens 719 Euro deutlich teurer aus.

iPad (9. Generation)

 

Quelle: Apple

Auch das „normale“ iPad bekommt eine technische Auffrischung. Das iPad der neunten Generation bleibt optisch unverändert. Neuerdings deckt der 10,2-Zoll-Bildschirm den sRGB-Farbraum ab und unterstützt den automatischen Weißabgleich namens True Tone. Auch hier kommt die neue Ultraweitwinkel-Frontkamera mit einem Sichtfeld von 122 Grad zum Einsatz. Den A12-Chip hat Apple durch den etwas neueren A13 Bionic ausgetauscht, der erstmals im iPhone 11 verwendet wurde. Er bietet durchweg 20 Prozent mehr Leistung. Während das iPad der achten Generation nur 32 oder 128 Gigabyte Speicherplatz bietet, beträgt die Kapazität beim neuen Modell 64 oder 256 Gigabyte. Ab sofort ist das iPad der neunten Generation ab 379 Euro verfügbar.

Apple Watch Series 7

 

Neben Smartphones und Tablets präsentierte Tim Cook noch ein neues Wearable in Form der Apple Watch Series 7. Die Smartwatch hat 20 Prozent mehr Bildschirmfläche und einen 40 Prozent dünneren Rand im Vergleich zur Series 6. Das Display ist seitlich stärker gekrümmt und leuchtet Apple zufolge in Innenräumen circa 70 Prozent heller. Etwa 50 Prozent mehr Text lässt sich auf der Uhr darstellen, was die Verwendung einer vollwertigen Tastatur erlaubt. Weiterhin ist die Apple Watch gemäß WR50 wasserresistent, doch auch Staub kann ihr nun dank IP6X-Zertfizierung nichts mehr anhaben.

 

Bei der Akkulaufzeit ändert sich offenbar nichts, aber die Series 7 lädt 33 Prozent schneller als zuvor. Sie kommt in zahlreichen Farben in den Handel und bleibt kompatibel zu bestehenden Armbändern. Das neue Modell löst die Series 6 ab und künftig wird neben der Series 7 noch die Series 3 und die Apple Watch SE angeboten. Passend dazu soll in diesem Jahr Apple Fitness+ auch nach Deutschland gelangen, da die Trainingsvideos Untertitel erhalten. Einen genauen Verfügbarkeitstermin nannte der Hersteller bislang nicht und sprach stattdessen nur von einem Start „später in diesem Herbst“. Preise stehen derzeit ebenfalls nicht für die neue Smartwatch fest.

 

 

Quellen: