Gerüchten zufolge stattet Samsung seine Galaxy S22-Smartphones in Europa mit dem neuen Exynos 2200 SoC aus, der Dank eines Grafikchips von AMD besonders gute Performance in Spielen liefern soll. In den USA kommen dagegen Qualcomm-Chips zum Einsatz.

Robin Cromberg
RobinCromberg
Robin ist Redakteur bei Allround-PC.com und schreibt zusätzlich für das 1&1 Magazin.
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Samsung-Chips mit AMD-Grafikleistung

 

Erste Vermutungen zum leistungsstarken Exynos-Chip weckte AMDs CEO Lisa Su bereits auf einem Event im Rahmen der Technikmesse Computex Anfang Juni 2021. Dort hieß es, ein Custom-Grafikprozessor mit mRDNA-Architektur von AMD werde im nächsten Flaggschiff-SoC von Samsungs Mobilgeräten zum Einsatz kommen. Mit diesem solle der nächste Exynos-Chip Raytracing und Variable Rate Shading unterstützen, womit er eine ernsthafte Konkurrenz zu den in Spielen bislang unerreichten Prozessoren von iPhones wäre. In welchem Gerät dieser SoC mit AMD-Grafikprozessor erstmals eingesetzt werden soll, verriet Su nicht.

 

Quelle: LetsGoDigital, @TechnizoConcept

Diese Frage beantworten nun diverse Leaker, denen zufolge die nächste Flaggschiff-Generation von Samsung nicht überall mit dem aktuellen Snapdragon 898 ausgestattet wird. Den Gerüchten zufolge wird das Samsung Galaxy S22 zumindest in den USA und in Asien vom Qualcomm-SoC angetrieben, in Europa dagegen von Samsungs hauseigenem Exynos 2200. Was manche bei vergangenen Exynos-Generationen als Downgrade empfunden hätten, könnte beim Galaxy S22 Dank der neuen AMD-Grafikarchitektur einen großen Performance-Vorteil gegenüber den Snapdragon-Modellen bedeuten.

Schon der Prototyp liefert solide Ergebnisse

 

Quelle: Samsung

Die koreanische Leak-Quelle führt sogar erste Benchmark-Ergebnisse an, die den Exynos 2200 als deutliches Upgrade zum Exynos 2100 ausweisen. Im Benchmark GFXBench Aztec High schlägt der neue SoC den bisher stärksten Exynos mit 39,65 fps gegen 29 fps, in anderen Tests sehen die Ergebnisse ähnlich aus. Allerdings könne der getestete Prototyp die Hitze noch nicht effektiv abführen, wodurch die Performance um 25 Prozent gedrosselt wird. Beim finalen Produkt könnte die Leistung also sogar noch ein Stück besser ausfallen.

 

Einem weiteren Gerücht zufolge plant Samsung zudem, auch die Mittelklasse-Geräte der Galaxy A-Reihe mit den neuen AMD-Grafikprozessoren auszustatten. Diese werden allerdings auf nur zwei RDNA Compute Units zurückgreifen können, während es bei den High-End-Modellen insgesamt vier CUs sein werden.

 

 

Quellen: