Oppo zeigt im Rahmen des "Future Imaging Technology"-Events die neuesten Entwicklungen für Kameras der kommenden Smartphone-Generationen. Zu den vier Neuerungen zählen ein überarbeiteter RGBW-Kamerasensor, die Fünf-Achsen-Stabilisierung, ein variabler Periskop-Zoom und die verbesserte Under-Display-Frontkamera.

Robin Cromberg
RobinCromberg
Robin ist Redakteur bei Allround-PC.com und schreibt zusätzlich für das 1&1 Magazin.
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Neuer RGBW-Sensor liefert bessere Low-Light-Aufnahmen

 

Zu den neuen Features kommender Oppo-Smartphonekameras gehört ein RGBW-Kamerasensor für mehr Lichtempfindlichkeit, mit dem bessere Fotos bei schlechten Lichtverhältnissen möglich sein sollen. RGBW steht für Rot, Grün, Blau, Weiß und unterscheidet sich durch einen zusätzlichen weißen Subpixel vom üblichen RGB- oder RGGB-Sensor. So sollen deutlich rauschärmere und hellere Fotos sowie Videos in spärlich beleuchteten Umgebungen oder bei Nacht ermöglicht werden.

 

Bildrauschen werde mit diesem neuen Sensor um bis zu 35 Prozent gegenüber dem Sensor des aktuellen Oppo Reno 6 reduziert, während gleichzeitig bis zu 60 Prozent mehr Licht eingefangen werden soll, so Oppo. Der neue RGBW-Sensor soll noch in diesem Jahr in einem neuen Smartphone zum Einsatz kommen. Welches Gerät dies sein wird und ob dieses dann auch noch vor 2022 nach Deutschland gelangt, bleibt dabei unklar. Selbst das Oppo Reno 6 wird hierzulande erst im Herbst 2021 erwartet.

 

Ruhige Aufnahmen dank Fünf-Achsen-Stabilisator

 

Quelle: Oppo

Die zweite Kamera-Neuerung ist ein Fünf-Achsen-Stabilisator, der eine optische Bildstabilisierung mit Algorithmen sowie Bewegungsdaten des Smartphone-internen Gyroskops verbindet, um eine bestmögliche Bildqualität zu gewährleisten. Je ein Stabilisator für Linse und Sensor sollen sowohl leichte Bewegungen als auch starke Ruckler effektiv ausgleichen. Oppo gibt eine maximale Stabilisierung von ±3° und eine Verschiebungspräzision von 2 μm an.

Stufenloser optischer Periskop-Zoom mit 85-200 mm Brennweite

 

Quelle: Oppo

Weiter entfernte Motive werden mit kommenden Oppo-Geräten noch leichter fotografiert: Eine variable Periskopkamera soll einen stufenlosen optischen Zoom mit einer Brennweite von 85 bis 200 Millimetern bieten. Ein Führungswellenmotor bewegt die Linsen geschmeidig vor und zurück, während ein neuer TMR-Sensor (Tunnel-Magnetoresistiv) eine stabile Bewegung sicherstellt. Oppo setzt zudem auf Kameralinsen aus einer Glas-Kunststoff-Kombination, die Streulicht sowie Abbildungsfehler wie sphärische Aberrationen minimieren sollen.

Bessere Unter-Display-Kamera: Konsistenter Bildschirm ohne Kameraschwächen

 

Quelle: Oppo

Zu guter Letzt kam während der Präsentation auch noch die überarbeitete Under-Screen-Kamera zur Sprache, welche Oppo bereits vor einigen Wochen ankündigte. Bisherige unter dem Display gelegene Frontkameras wiesen verschiedene Schwächen auf, darunter blasse und weniger scharfe Aufnahmen. Durch eine veränderte Pixelmatrix waren diese Kameralösungen auch deutlich im entsprechenden Bildbereich sichtbar, gerade bei hellen Bildern.

 

Eine neue Pixelmatrix soll sicherstellen, dass im Bildbereich vor der Frontkamera eine Pixeldichte von 400 ppi erhalten bleibt, womit die Unter-Display-Kamera weniger einfach auszumachen ist. KI-Algorithmen sollen darüber hinaus die Einbußen der Fotoqualität durch das Displaypanel reduzieren. Aufnahmen mit der neuen Unter-Display-Kamera sollen demnach mehr Schärfe und Farbtreue aufweisen und weniger anfällig für Blendeffekte sein.

 

 

 

 

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