Xiaomi hat sich inzwischen als Hersteller einen solchen Namen gemacht, nicht nur erfolgreiche Konzepte zu kopieren, sondern auch mit neuen Ideen voranzugehen. Aus ihrer Entwicklung stammt nun eine ausfahrbare Smartphone-Kamera, wie man sie beispielsweise aus „Digicams“ kennt. Was genau steckt dahinter?

Jonathan Kemper
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Jonathan ist Redakteur bei Allround-PC.com und schreibt zusätzlich für das 1&1 Magazin.
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Quelle: SparrowsNews

Schon im November kamen Neuigkeiten ans Licht, dass Xiaomi an einer Smartphone-Kamera arbeite, die in der Lage wäre, deutlich mehr Licht aufzunehmen. Außerdem ermögliche die vorgestellte Teleskop-Linse möglicherweise einen variablen fünffachen oder gar zehnfachen optischen Zoom, ohne dafür auf einen anderen, möglicherweise schlechteren Sensor zurückgreifen zu müssen. Mehr Licht hat auch einen größeren Sensor zufolge. Laut ersten Gerüchten könnte die erste Ein-Zoll-Kamera von Xiaomi übrigens im kommenden Mi 12 Ultra, sollte es denn erneut so heißen, verbaut werden.

300 Prozent mehr Licht, 20 Prozent schärfer

 

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Zeng Xuezhong, der Präsident der Smartphone-Sparte bei Xiaomi, betonte, dass Xiaomi diese Kameratechnologie unabhängig entwickelt und sich dabei von traditionellen Apparaten habe inspirieren lassen. Es gebe zwei große Vorteile: Einer sei die offene Blende, die eine um bis zu 300 Prozent gesteigerte Lichtaufnahme verspricht. Der andere sei eine verbesserte Stabilisierung, die Gewackel mit der Hand ausgleicht und bis zu 20 Prozent schärfere Bilder produzieren soll. Das könnte nicht nur für Langzeitbelichtungen, sondern auch für Videos spannend sein. Der Präsentation nach soll die Kamera automatisch herausfahren, wenn die entsprechende App geöffnet wird. Dies scheint auf den ersten Blick flüssig zu funktionieren.

Vielleicht im Xiaomi Mi Mix 5?

 

Noch ist nicht bekannt, in welchem Gerät dieses Konzept Anwendung finden soll und auch nicht, wann das überhaupt ungefähr sein könnte. Wie man in der Vergangenheit sehen konnte, wurden innovative Technologien zunächst in Smartphones der Mi-Mix-Serie ausprobiert, bevor sie möglicherweise in anderen Familien für eine breitere Masse verbaut wurden. Da sich die ausfahrbare Kamera jedoch offenbar noch in einem recht frühen Stand der Entwicklung befindet, ist mit einem Debüt im Mi Mix 4 wohl eher nicht zu rechnen – vielleicht aber ja schon im Nachfolger.

 

 

 

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