ZTE läutet die nächste Generation der Under-Display-Camera ein. Während diese Lösung für die Selfiekamera beim Axon 20 noch nicht überzeugen konnte, können sich Nutzer mit der Frontcam im Axon 30 auf bessere Fotos freuen.

Jonathan Kemper
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Jonathan ist Redakteur bei Allround-PC.com und schreibt zusätzlich für das 1&1 Magazin.
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Quelle: Weibo

Mit immer schmaleren Displayrändern haben die Smartphone-Hersteller regelmäßig neue Wege entwickelt, um trotzdem noch irgendwie eine Frontkamera im Gehäuse unterzubringen. Zunächst gab es Konzepte wie die Notch oder den kreisförmigen Punchhole-Ausschnitt. Doch auch diese Lösungen sollen bald überflüssig sein, denn der Trend geht zur sogenannten Under-Display-Camera, die getreu ihrem Namen nach unter dem Bildschirm Platz findet. ZTE hatte diese beim Axon 20 Ende 2020 eingeführt, musste für die Umsetzung jedoch einige Kritik einstecken: Schärfe und Helligkeit der Selfies konnten nicht mit dem mithalten, was herkömmliche Kameras vieler anderer Smartphones leisten.

Neuer UDC-Pro-Chip und transparente Pixel

 

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Beim Nachfolger will ZTE auf die Kritik reagieren und verspricht deutlich bessere Ergebnisse mit der nächsten Generation der Under-Display-Camera, die im Axon 30 zum Einsatz kommt. Eine Veränderung ist zum Beispiel die Pixeldichte im Bereich der Kamera, die nun 400 statt 200 PPI betragen und den Sensor dadurch besser verstecken soll. Um mehr Licht zum Sensor durchlassen zu können, sollen diese Pixel jedoch auch transparent sein. Außerdem wurde ein neuer „UDC Pro-Chip“ verbaut, der für deutlich überzeugendere Resultate verantwortlich sei.

ZTE Axon 30 mit Snapdragon 870 und 120-Hz-Display

 

Das ZTE Axon 30 verfügt weiterhin über ein 6,92-Zoll-OLED-Display mit Full-HD+-Auflösung und einer Bildwiederholrate von 120 Hz, einen Qualcomm Snapdragon 870, 12 GB RAM und maximal 512 GB Flash-Speicher. Während sich ZTE bereits als Pionier der Under-Display-Camera platzieren konnte, arbeiten auch Hersteller wie Samsung und Xiaomi (vielleicht beim Mi Mix 4?) an ähnlichen Konzepten. Noch befindet sich die Technologie aber in einem frühen Stadium der Entwicklung. Ob sich die UDC durchsetzen oder doch etwas völlig anderes Notch und Punchhole ablösen wird, bleibt abzuwarten.

 

 

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