Mit dem Acer Spin 3 ist 2021 ein neues Windows-Convertible in der Preisklasse unter 1.000 Euro erschienen. Es bietet abseits eines hochauflösenden Touch-Displays einen aktuellen Intel-Prozessor samt Thunderbolt 4 und Wi-Fi 6. Wir haben den Mischling aus Tablet und Notebook ausprobiert und schildern hier unsere Eindrücke.

Tim Metzger
TimMetzger
Tim ist Redakteur bei Allround-PC.com und schreibt zusätzlich für das 1&1 Magazin.
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Übersicht und Preis

 

Nachdem Intel im September 2020 seine elfte Prozessorgeneration für Notebooks eingeläutet hatte, stellte Acer einen Monat später das Spin 3 mit überarbeitetem Design und den neuen CPUs vor. Seit Januar 2021 ist das Convertible in Deutschland erhältlich. Wie so oft gibt es von dem Spin 3 diverse Modelle, die unterschiedlich ausgestattet sind. So ist es wahlweise mit einem Core i5 oder einem Core i7 sowie mit 512 oder 1.000 Gigabyte SSD-Speicher erhältlich. Unsere getestete Variante entspricht technisch exakt zwei Konfigurationen, die je nach Händler zwischen 799 und 999 Euro kosten. Das bei 1&1 angebotene Modell bietet die gleiche Ausstattung. Darin steckt ein Intel Core i5 mitsamt 16 GB RAM und 512 Gigabyte SSD-Speicher.

 

In dieser Preisklasse konkurriert das Acer Spin 3 mit gehobenen Convertibles, kratzt aber noch nicht an den Topmodellen weit über der 1.000-Euro-Grenze. Alternativen sind beispielsweise das Lenovo ThinkBook 14s Yoga, das HP ProBook x360 und das Asus ZenBook Flip 13.

Design, Verarbeitung und Anschlüsse

 

Quelle: Acer

Das Gehäuse besteht äußerlich aus Aluminium, allerdings fühlt sich das Topcover, also die Einheit um die Tastatur und den Rahmen, anders an – wir vermuten hier stabiles Kunststoff im Aluminium-Look. Mit 1,4 Kilogramm ist das Gewicht angesichts der Größe durchschnittlich, denn Leichtgewichte wiegen rund 400 Gramm weniger. Die Abmessungen betragen 30,2 x 22,3 x 1,6 Zentimeter, womit das Spin 3 zu den kompakteren 13-Zoll-Geräten zählt. Die Verarbeitung empfanden wir als angemessen, da das Convertible einen wertigen, wenngleich nicht luxuriösen Eindruck vermittelt. Zudem wirkte es verhältnismäßig stabil.

 

Optisch hat sich Acer für ein silbernes Design mit sandgestrahlter Oberfläche entschieden. Dies ist zeitlos und passt schlichtweg in jede Umgebung, etwaige Design-Akzente fehlen allerdings. Das silbrig schimmernde Acer-Logo ist mittig auf der Rückseite am unteren Bildschirmrand eingelassen. Etwas unschön sehen die vier gummierten Abstandshalter rund um die Tastatur aus, damit das Display im zugeklappten Zustand geschützt bleibt.

 

Auf der rechten Seite befinden sich die Power-Taste, eine Klinkenbuchse, ein USB-3.0-Port sowie ein entnehmbarer Wacom-Stylus für das Display. Linksseitig gibt es einen MicroSD-Slot, einen weiteren USB-3.0-Port mit Schnellladefunktion, HDMI, zweimal USB-C mit Thunderbolt 4 sowie eine kleine Hohlsteckerbuchse zum Aufladen des Notebooks.

Display, Tastatur und Trackpad

 

Quelle: Acer

Der taiwanische Hersteller verbaut im Spin 3 einen 13,3 Zoll großen LCD-Touchscreen mit einem sogenannten 360-Grad-Scharnier. Das Display ist im praktischen 16:10-Format gehalten, welches sich seit 2020 vermehrt auf dem Notebook-Markt durchsetzt. Es bietet gegenüber 16:9 vor allem mehr Platz in der Höhe und eignet sich daher besser zum Arbeiten. Der Bildschirm löst nicht wie bei den meisten Konkurrenten in Full-HD, sondern in WQXGA auf, was 2.560 x 1.600 Pixeln entspricht. Wie für Convertibles üblich, ist das Display glänzend anstatt matt, da es durch Glas geschützt wird.

 

Für handschriftliche Notizen im umgeklappten Tablet-Einsatz eignet sich der integrierte Stylus mit 4.096 Druckstufen. Die Helligkeit fällt durchschnittlich aus, genügt also in Innenräumen, aber im Außeneinsatz wirkt der Bildschirm etwas zu dunkel. Die gut klingenden Lautsprecher sitzen übrigens oberhalb der Tastatur und beschallen auch bei einigen Convertible-Positionen in Richtung der Person vor dem Bildschirm. Nur mittelmäßig ist hingegen das Bild der oben integrierten Webcam.

 

Bei der Tastatur und dem Trackpad gibt es gewohnte Acer-Standardkost – soll heißen: zuverlässig und solide, aber nicht herausragend. Die schwarze Chiclet-Tastatur setzt Acer seit Jahren in den eigenen Notebooks ein. Sie sieht nicht nach viel aus, bietet jedoch einen guten Hub und Druckpunkt für schnelles Tippen. Erfreulicherweise gibt es eine große Enter-Taste, allerdings fallen dafür die Pfeiltasten und oberen Funktionstasten kleiner aus. Die Helligkeit der Hintergrundbeleuchtung lässt sich in drei Stufen regulieren.

 

Das Trackpad ist ausreichend groß, aber nicht überdimensioniert. Es handelt sich um ein Präzisions-Trackpad, das im Test einwandfrei reagierte. Leider hat der Hersteller den Fingerabdrucksensor ungünstig in dessen Oberfläche integriert.

Prozessor, Speicher und Akku

 

Wie eingangs erwähnt steckt in dem Spin 3 ein Prozessor aus Intels aktueller Generation, alias Tiger Lake-U. In unserem Fall treibt ein Intel Core i5-1135G7 das Notebook an. Der Zehn-Nanometer-Chip weist vier Kerne und acht Threads auf. Ebenfalls beinhaltet die CPU eine Intel-Xe-Grafikeinheit, die nennenswert mehr Leistung als ältere Intel-HD-Pendants bietet. Im Einsatz blieb übrigens der Lüfter die meiste Zeit unauffällig ruhig. Der Prozessor hat mehr als genügend Leistung für Alltagsaufgaben und genehmigt sich je nach Auslastung zwischen 12 und 28 Watt.

 

Abseits von Thunderbolt 4 und Wi-Fi 6 bringt die elfte Intel-Generation auch Unterstützung für PCIe-4.0-SSDs mit sich. Im Spin 3 befindet sich allerdings noch eine PCIe-3.0-SSD von Kingston und es ist unklar, ob die Platine überhaupt PCIe 4.0 unterstützt. Die Brutto-Kapazität von 512 Gigabyte kann sich sehen lassen und dürfte mehr als ausreichend sein. Viele Alternativmodelle bieten selbst in dieser Preisklasse nur 256 Gigabyte Speicherplatz. Die verbaute SSD des Testmodells erreicht rund 2.000 Megabyte pro Sekunde lesend und knapp 1.000 Megabyte pro Sekunde schreibend. Je nach Charge ist es bei Notebooks aber bekanntermaßen möglich, dass die SSD-Modelle variieren.

 

Wer die elf Kreuzschlitzschrauben an der Unterseite entfernt bekommt Zugriff auf die SSD und das WLAN-ax-Modul. Erfreulicherweise gibt es auf der Platine sogar noch einen zweiten Steckplatz für eine PCIe-SSD, wodurch sich der Speicherplatz leicht erweitern lässt. Der Arbeitsspeicher ist erwartungsgemäß fest verlötet, fällt aber mit 16 Gigabyte ebenso überdurchschnittlich groß aus.

 

Als üppig könnte man in Anbetracht der Notebook-Größe auch den 48-Wattstunden-Akku mit einer typischen Kapazität von 4.200 Milliamperestunden bezeichnen. Laut Herstellerangabe soll er bis zu 15 Stunden pro Ladung durchhalten und nach nur 30 Minuten am Kabel für weitere vier Stunden einsatzbereit sein.

Einschätzung des Acer Spin 3

 

Quelle: Acer

Unserer Einschätzung zufolge bietet das aktuelle Acer Spin 3 ein stimmiges Gesamtpaket. Das Design ist schlicht und solide, zudem gibt es unter anderem gleich zwei moderne Thunderbolt-4-Anschlüsse. Als Stärke des Convertibles erweist sich das umklappbare Display aufgrund seiner hohen Auflösung und des praktischen Formats. Der integrierte Stylus ist ein nettes Extra für schnelle Notizen in einem Meeting oder einer Vorlesung.

 

Mehr als genügend Leistung gewährleistet der effiziente Intel-Prozessor und auch die Speicherausstattung ist sehr gut. Dank des zweiten SSD-Steckplatzes wird eine zukünftige Speicherplatzerweiterung zum Kinderspiel. Für genaue Aussagen zur Akkulaufzeit hatten wir das Spin 3 nicht lange genug im Einsatz, doch schätzungsweise reicht eine Ladung selbst bei hoher Helligkeit für einen ganzen Tag. Die Eingabegeräte stechen nicht aus der breiten Masse hervor, sind aber zuverlässig und fielen nicht negativ auf. Insgesamt können wir das Acer Spin 3 als preiswertes Convertible empfehlen.

 

Tipp
Sie interessieren sich für das Acer Spin 3, die einmaligen Anschaffungskosten sind Ihnen aber zu hoch? In Kombination mit einer 1&1 Daten-Flat wird der Laptop zu deutlich attraktiveren Konditionen hier im 1&1 Shop angeboten.

 

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