Zum Einchecken ins Freibad, zum Öffnen der digitalen Speisekarte im Restaurant oder zum Abrufen des Corona-Testergebnisses: Die schwarz-weißen QR-Codes sind gerade nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Wann und wo der QR-Code erfunden wurde, wie die Technologie funktioniert und warum sie aktuell ein Revival erlebt – das erklären wir im folgenden Beitrag.

Jessica Gietz
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Jessica ist Redakteurin für das 1&1 Magazin und kennt die besten Eisdielen der Stadt.
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Eine kurze Geschichte des QR-Codes

 

Quelle: GettyImages

Im Jahr 1994 haben mehrere Personen in Japan, die bei einem Zulieferer des Autobauers Toyota angestellt waren, den QR-Code erfunden. In der Logistik des Unternehmens gab es nämlich ein Problem: Dort wurden einfache Barcodes genutzt, um Bauteile zu scannen. Die Codes konnten damals allerdings nur wenige Informationen speichern – deshalb mussten manche Komponenten mit bis zu zehn Barcodes versehen und entsprechend zehn Mal geprüft werden.

 

Um die logistischen Prozesse zu optimieren, hat das Projektteam den QR-Code entwickelt. Im Vergleich zu einem Barcode mit Strichen, der circa 20 Zeichen speichern kann, kann ein QR-Code bis zu 177 x 177 Elemente enthalten. Das bedeutet, dass er bis zu einer halben Seite Text auf einem DIN A4-Blatt fassen kann. Mit Hilfe von QR-Codes konnte das Unternehmen in den 1990er Jahren nun schnell und fehlerfrei scannen.

 

Toyota hat das Patent auf QR-Codes zwar angemeldet, es aber nie angewandt – deshalb sind QR-Codes mittlerweile überall zu finden: Auf Bahn- oder Flugtickets oder auf Quittungen. Gerade in Zeiten von Corona hat der quadratische Barcode ein regelrechtes Revival erlebt. Das hat unter anderem mit der einfachen Funktionsweise des kleinen Quadrats zu tun.

Wie funktioniert ein QR-Code?

 

Die Abkürzung „QR“ steht für „Quick Response“, das bedeutet auf Deutsch in etwa „schnelle Antwort“ oder „schnelle Reaktion“. Und der Name ist in diesem Fall auch Programm: Der QR-Code kann über den Scan mit der Kamera des Smartphones oder Tablets schnell viele Informationen übertragen.

 

Quelle: qrcode-generator.de

Das ist durch den besonderen Aufbau von QR-Codes möglich: Diese bestehen vereinfacht gesagt aus zwei Bestandteilen. An den Ecken des Codes befinden sich drei Quadrate mit schwarz-weißem Rand – die sogenannten Positionsmarkierungen. Sie helfen dem Scanner, beispielsweise der Kamera Ihres iPads, sich zu orientieren. Innerhalb des QR-Code-Quadrats befinden sich schwarze und weiße Kästchen, die die Informationen enthalten und von Apps ausgelesen werden können.

 

Was in der Theorie vielleicht etwas abstrakt klingt, lässt sich anhand eines Beispiels aus der Praxis einfacher erklären: Scannt Ihr Gegenüber den QR-Code als Ergebnis eines Corona-Schnelltests ab, weiß er oder sie sofort, ob der Test positiv oder negativ ausgefallen ist. Das Durchlesen und Checken von Formularen würde in diesem Fall viel länger dauern.

Warum QR-Codes nun wieder überall zu finden sind

 

Vor der Corona-Pandemie waren QR-Codes vergleichsweise selten zu sehen. Heute kommt niemand mehr an den schwarz-weißen Quadraten vorbei, denn sie sind sehr gut geeignet, physische Gegenstände mit virtuellen Informationen zu verknüpfen. Und das funktioniert schnell und komplett kontaktlos. Vor allem letztere Eigenschaft ist während einer globalen Pandemie gefragter denn je. Laut einer GfK-Studie ist beispielsweise das Bezahlen mit Karte oder mobilen Diensten wie Google Pay oder Apple Pay in den letzten Monaten immer beliebter geworden ist. Deshalb gehen wir davon aus, dass uns die schwarz-weißen QR-Codes noch eine ganze Weile begleiten werden. Egal, ob zum Vorzeigen des Impfzertifikates beim Reisen oder zum Einlass ins Kino oder Schwimmbad.

 

 

 

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