Die verbesserte und unter anderem mit ausfahrbaren Schultertasten ausgestattete Gaming-Version des Redmi K40 soll via Rebrand als Poco F3 GT auf dem internationalen Markt verkauft werden. Zuvor war diese für Mobile Games ausgelegte Sonderedition nur in China erhältlich.

Robin Cromberg
RobinCromberg
Robin ist Redakteur bei Allround-PC.com und schreibt zusätzlich für das 1&1 Magazin.
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Das nächste Poco F-Modell ist wieder ein Redmi-Rebrand

 

Es ist keineswegs unüblich, dass Xiaomi eines seiner bereits in China veröffentlichten Smartphones unter neuem Namen auf den internationalen Markt bringt. Tatsächlich basiert eine ganze Reihe an Poco-Smartphones auf Geräten der Redmi-Marke. Beide wurden als Tochterfirmen von Xiaomi gegründet, Poco tritt allerdings offiziell seit 2020 als eigenständige Marke auf.

 

Das Redmi K40; Quelle: Redmi

Dennoch handelte es sich beim Mitte 2020 erschienenen Poco F2 Pro um ein Redmi K30 Pro-Rebrand und beim Poco F3 um ein Redmi K40. Nach Angaben von Anuj Sharma, Geschäftsführer von Poco India, wird diese Rebranding-Strategie angewendet, da Poco als junge eigenständige Marke noch nicht die nötigen Kapazitäten zur selbstständigen Entwicklung eigener Modelle besäße und daher auf Ressourcen von Xiaomi zurückgreift.

Poco India teasert Poco F3 GT bereits an

 

Es ist daher keine große Überraschung, dass das nun mehrfach angeteaserte Poco F3 GT frappierende Ähnlichkeiten zur Redmi K40 Gaming-Edition aufweist. Zwar bleibt eine offizielle Vorstellung bislang aus, doch der indische Poco Twitter-Kanal hat in den vergangenen Tagen mit mehreren Teasern das Interesse von Fans der Marke geschürt.

 

Quelle: MediaTek

Zu den bislang bekannten Informationen, die auf ein Redmi K40 Gaming-Rebrand schließen lassen, gehört der Einsatz eines MediaTek Dimensity 1200 zu den ausschlaggebendsten. Während die letzten Poco-Flaggschiffe mit Snapdragon-SoCs von Qualcomm bestückt wurden, greift der Hersteller bei der Gaming-Variante auf einen kostengünstigeren 5G-Chip zurück. Dessen Leistung reicht zwar nicht ganz an den Snapdragon 888 heran, übertrifft aber immerhin den Snapdragon 870 des Poco F3.

Ausfahrbare Schultertasten und großer Akku

 

Ebenfalls bestätigt ist ein hochwertiges Aluminium-Gehäuse, zudem scheint das Poco F3 GT ebenfalls die ausfahrbaren Schultertasten seines Redmi-Vorbildes zu erhalten. Diese ermöglichen eine Steuerung wie mit einem Gamepad und kommen bereits in ähnlicher Form beim Black Shark 4 aus dem eigenen Xiaomi-Ökosystem zum Einsatz. Das Poco F3 GT wird sich allerdings allem Anschein nach als preisgünstige Alternative zum hauseigenen Gaming-Flaggschiff positionieren.

 

Zu den weiteren technischen Spezifikationen der Redmi K40 Gaming Edition, die auch beim F3 GT zu erwarten sind, zählt ein 5.065 mAh starker Akku, der per 67-Watt-Schnellladefunktion in rund 40 Minuten vollgeladen werden soll. Auf der Rückseite sitzt eine Triple-Kamera mit einem 64-MP-Hauptsensor sowie je einem 120°-Weitwinkel- und einem 40-mm-Makroobjektiv. Rings um die Kameralinsen sind farbige LEDs eingelassen, die unter anderem beim Spielen ein passendes Umgebungslicht erzeugen sollen.

 

Das 6,67 Zoll große AMOLED-Display bietet eine Auflösung von 2400 x 1080 Pixeln und soll besonders schmale Displayränder bieten. Das speziell auf Mobile Gaming ausgelegte Smartphone stellt Inhalte in flüssigen 120 Hertz dar und ermöglicht schnelle Spielaktionen mit einer Touch-Abfragerate von bis zu 480 Hertz. Dank HDR10+ werden Spiele und Videos mit hoher Farbtreue und satten Kontrasten wiedergegeben.

 

Es bleibt abzuwarten, ob das Poco F3 GT in Zukunft auch seinen Weg nach Deutschland findet, unter anderem da hierzulande Mobile Gaming noch keinen so großen Stellenwert wie in einigen asiatischen Ländern einnimmt. Der Marktstart in Indien wird dagegen ein Heimspiel für Poco, dort zählt die Marke mit einem Wachstum von 300 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu den am schnellsten wachsenden Smartphone-Marken.

 

 

 

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