Microsoft hat mit Windows 11 eine neue Version seines PC-Betriebssystems enthüllt. Es bietet ein frisches Design und Multitasking-Optimierung. Eine der größten Neuerungen ist allerdings die Unterstützung von Android-Apps.

Tim Metzger
TimMetzger
Tim ist Redakteur bei Allround-PC.com und schreibt zusätzlich für das 1&1 Magazin.
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Quelle: Microsoft

Kürzlich stellte Microsoft auf einem Online-Event offiziell Windows 11 vor. Erste Geräte mit dem Windows-10-Nachfolger erscheinen zum Jahresende auf dem Markt. Das kostenlose Upgrade für bestehende Windows-10-Geräte wird innerhalb der ersten Jahreshälfte 2022 verteilt. Windows 10 soll auch weiterhin bis Oktober 2025 mindestens halbjährlich mit Updates versorgt werden.

Android-Apps über Amazon oder Sideloading

 

Ein mögliches Highlight der neuen Betriebssystemversion ist der überarbeitete Windows Store, welcher sogar den Download von Android-Apps erlaubt. Das Ausführen der Android-Anwendungen ermöglicht die sogenannte Intel Bridge, ein Post-Compiler, womit die Apps nativ auf Prozessoren mit x86-Befehlssatz laufen. Obwohl es sich um Intel-Technologie handelt, funktioniert sie ebenfalls mit AMD-Prozessoren und ARM-Chips. Microsoft setzt nicht auf den Google Play Store, sondern den eher unbekannten Amazon-Appstore.

 

Letzterer muss einmalig über den Microsoft Store heruntergeladen werden und erst dann stehen diverse Apps wie beispielsweise TikTok oder der Kindle Reader zur Auswahl. Ein Amazon-Konto ist für den Weg über den Microsoft Store also erforderlich, doch sollen sich auch APK-Dateien direkt ausführen lassen – sogenanntes Sideloading ohne Kontozwang ist demnach möglich.

 Weitere Neuerungen zusammengefasst

 

Quelle: Microsoft

Windows 11 hat ein Design mit abgerundeten Fensterkanten und angepassten Menüs erhalten. Ein eigenes Widget-Menü gibt nun ebenfalls. Das System wechselt automatisch bei 2-in-1-Geräten zu einer Touch-optimierten Oberfläche, wenn keine Tastatur erkannt wird. Zudem gibt es mehr Stylus-Möglichkeiten in Word und eine Diktierfunktion. Sofern ein zweiter Monitor angeschlossen ist, merkt sich das Betriebssystem die dortige Position von Fenstern, falls der Bildschirm wieder getrennt wird. Bei den Fenstersymbolen existieren jetzt sogar Schnellzugriffe, mit denen sich leicht verschiedene Fenster-Layouts für Multitasking umschalten lassen. Des Weiteren können verschiedene Desktop-Seiten angelegt werden. Microsoft integriert außerdem einige Optimierungen für die kommenden Intel-Hybrid-Prozessoren sowie die Xbox-Funktion Direct Storage, die für kürzere Ladezeiten in Spielen sorgen soll.

 

 

 

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