Das Motorola Defy ist für 329 Euro zurück und verbaut Mittelklasse-Hardware in einem Gehäuse, das einiges aushält. Es richtet sich an Nutzer, die nicht allzu gut auf ihr Smartphone aufpassen wollen oder können.

Jonathan Kemper
JonathanKemper
Jonathan ist Redakteur bei Allround-PC.com und schreibt zusätzlich für das 1&1 Magazin.
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Quelle: Motorola

Nach mehr als zehn Jahren feiert der Name Motorola Defy sein Comeback. 2010 ist nämlich schon ein Gerät mit genau dieser Bezeichnung erschienen. In Kooperation mit der Bullitt Group, die in der Vergangenheit schon Outdoor-Smartphones zusammen mit CAT und Land Rover realisiert haben, erscheint nun eine Neuauflage des Rugged-Telefons. Zur Identität des Motorola Defy gehört ein robustes Gehäuse, das auch die neuste Generation mitbringt. Es ist nach der Schutzart IP68 und dem Militär-Standard MIL-STD 810H zertifiziert und damit gegen alle möglichen Einflüsse von außen wie Wasser, Stöße, Staub und extreme Temperaturen geschützt. Das Smartphone hat sich optisch von seinem Vorgänger deutlich entfernt, neu ist die Schlaufe, mit der sich das Gerät am Handgelenk sichern lässt.

Motorola Defy mit Mittelklasse-Hardware

 

Technisch ist das neue Motorola Defy auf einem Mittelklasse-Niveau. Das 6,5-Zoll-Display bietet nur eine HD+-Auflösung, was jedoch auch einen ganz praktischen Grund hat: Mit weniger Pixeln wird der 5.000-mAh-Akku weniger belastet und kommt so angeblich zwei Tage mit einer Ladung aus. Geladen wird er via USB-C mit maximal 20 Watt. Der Qualcomm Snapdragon 662 als Chip folgt dem gleichen Konzept, das meiste aus dem Akku herausholen zu können. Ihm zur Seite stehen 4 GB RAM und 64 GB Flash-Speicher, die per microSD-Karte um bis zu 2 TB erweitert werden können. Dafür fällt einer der Nano-SIM-Slots weg.

Triple-Kamera mit 48 MP

 

Zum Komplettpaket gehören außerdem ein Klinkenanschluss, Bluetooth 5.0, NFC und eine programmierbare Taste, die seitlich am Gehäuse angebracht ist. Diese kann zum Bespiel für Push-to-Talk wie bei einem Walkie-Talkie genutzt werden. Die Selfiekamera bietet 8 MP Auflösung, auf der Rückseite sind Sensoren mit 48 MP, 2 MP (Tiefe) und 2 MP (Makro) verbaut. Dank Quad-Pixel-Technologie sind Fotos bei schlechten Lichtverhältnissen zwar heller, resultieren aber effektiv in 12 MP.

Motorola Defy noch mit Android 10

 

Obwohl Motorola mangels Hersteller-Oberfläche eigentlich immer mit recht zügigen Android-Updates glänzen konnte, steht das Motorola Defy, das mit Android 10 ausgeliefert wird, nicht im Zeichen dieser Tradition. Auch preislich macht das Motorola Defy nicht unbedingt eine gute Figur: 329 Euro werden für die Farbvarianten Schwarz und „Forged Green“ fällig. Ab wann das Motorola Defy genau verkauft wird, konnte der Hersteller noch nicht vorhersagen, in den nächsten Wochen soll es jedoch ein Update zur Verfügbarkeit geben.

 

 

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