Sie interessieren sich für das Thema Smart Home? Die Vielzahl an verschiedenen Produkten sowie unterschiedlichen Systemen und Standards kann Einsteiger schnell überfordern. Um Ihnen den Start und die Planung zu erleichtern, haben wir eine Smart Home-Checkliste mit fünf wichtigen Fragen für Sie zusammengestellt. Mit jeder Antwort kommen Sie der konkreten Vorstellung von Ihrem eigenen vernetzten Zuhause ein Stück näher.

Jessica Gietz
JessicaGietz
Jessica ist Redakteurin für das 1&1 Magazin und kennt die besten Eisdielen der Stadt.
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1. Was soll in meinem Smart Home möglich sein?

 

Vernetzte Geräte können unseren Alltag in vielerlei Hinsicht bereichern: Überlegen Sie sich im Vorfeld also genau, was in Ihrem Smart Home möglich sein soll und welche Funktionen Ihnen besonders wichtig sind. Zur Inspiration haben wir hier einen kurzen Überblick über die verschiedenen Einsatzbereiche vernetzter Technik für Sie zusammengestellt:

Für jeden dieser Anwendungsbereiche gibt es noch zahlreiche weitere Beispiele. Worauf wollen Sie in Ihrem Smart Home den Fokus legen?

2. Kabel oder Funk: Welches System zur Datenübertragung ist besser für mein Smart Home geeignet?

 

Im Smart Home gibt es zwei unterschiedliche Systeme zur Datenübertragung: Die vernetzten Geräte können entweder per Funk oder über Kabelleitungen miteinander kommunizieren. Jede der beiden Optionen hat Stärken und Schwächen: Datenkabel sind besonders gut vor Störungen geschützt, allerdings sind die Anschaffungskosten sehr hoch und die Installation sollten Sie unbedingt einem Profi überlassen. Eine Funkverbindung können Sie in der Regel via Plug & Play selbst einrichten. Wenn Sie zur Miete wohnen ist diese Option absolut empfehlenswert, da Sie Ihr Smart Home bei einem Umzug einfach „mitnehmen“ können.

 

Die Frage, ob Sie die Geräte in Ihrem Smart Home besser mit Hilfe von Funk oder Datenkabeln miteinander verknüpfen, ist mit großer Wahrscheinlichkeit eine Frage Ihres Budgets und Ihrer Wohnsituation (Eigentum oder Miete).

3. Was muss ich vor dem Kauf erster smarter Produkte beachten?

 

Bevor Sie gleich lossurfen oder losziehen, um die ersten intelligenten Geräte zu kaufen, sollten Sie noch eins wissen: Die Produkte verschiedener Hersteller sind nicht automatisch miteinander kompatibel. Das liegt daran, dass es verschiedene Standards zur Datenübertragung gibt und nicht alle Geräte – vereinfacht gesagt – dieselbe Signal-Sprache sprechen.

 

Vor dem Kauf erster Produkte sollten Sie sich daher genau informieren. Unterschiede gibt es beispielsweise zwischen kabelgebundenen Systemen, aber auch bei den Funkstandards sind unterschiedliche Protokolle verbreitet. Einen Überblick über gängige Funkstandards sowie deren Vor- und Nachteile haben wir im verlinkten Artikel für Sie zusammengefasst.

 

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Zudem unterscheiden Smart Home-Experten zwischen offenen und geschlossenen Standards. Unter offenen Standards versteht man herstellerunabhängige Systeme, die für jeden Anbieter frei verfügbare Protokolle nutzen. Wollen Sie sich nicht auf einen einzigen Anbieter bei der Ausstattung und dem Ausbau Ihres Smart Homes festlegen, ist ein offener Standard wohl die beste Wahl. Allerdings kann es sein, dass die einzelnen Komponenten nicht zu 100 Prozent aufeinander abgestimmt sind, da sie von unterschiedlichen Herstellern entwickelt wurden. Das wird Ihnen nicht passieren, wenn Sie sich für einen geschlossenen Standard entscheiden. Da Produkte, Software und Co. von nur einem einzigen Anbieter entwickelt und verwendet werden, sind diese optimal aufeinander abgestimmt. Allerdings sind Sie damit in der Auswahl der Produkte für Ihr Smart Home eingeschränkt, da Sie keine Geräte anderer Hersteller in Ihr Heimnetz miteinbinden können.

4. Wie möchte ich die Geräte im vernetzten Zuhause steuern?

 

Im Smart Home gibt es verschiedene Optionen, um vernetzte Geräte zu bedienen. Besonders praktisch und bequem ist die Steuerung per Sprachbefehl – vor allem auch für Kinder und Senioren. Darüber hinaus bietet jeder Hersteller eine eigene App an. Idealerweise lässt sich die Steuerung im Smart Home so kombinieren, sodass Sie sowohl Sprachbefehle als auch die App auf Ihrem Smartphone oder Tablet nutzen können.

 

Alternativ gibt es noch die Möglichkeit, vernetzte Geräte mit Hilfe voreingestellter Routinen, per separater Fernbedienung oder klassisch über Schalter oder Tasten am Gerät zu steuern, wie beispielsweise beim smarten Mehrfachtaster.

 

Alle Optionen zur Smart Home-Steuerung haben wir im verlinkten Artikel für Sie zusammengefasst.

5. Wie hoch ist mein Budget?

 

Auf die Frage „Wie viel kostet ein Smart Home?“ gibt es nicht die eine, einzige Antwort. Generell gilt: Je mehr Abläufe in Ihrem vernetzten Zuhause automatisiert werden sollen, desto größer sollte Ihr Budget sein. Neben dem gewünschten Funktionsumfang ist die Kostenfrage auch von der Qualität der Produkte und der Größe Ihres Hauses bzw. Ihrer Wohnung abhängig.

 

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Wer zur Einrichtung des eigenen Smart Homes nur wenige hundert Euro zur Verfügung hat, kann mit einem funkbasierten Einsteiger-Paket mit einigen Komponenten starten. Nach und nach können Sie weitere Geräte hinzukaufen, um die Reichweite und den Funktionsumfang zu erhöhen. Nach oben gibt es in finanzieller Hinsicht keine Grenzen. Das gilt auch für kabelgebundene Systeme: Diese kosten mehrere Zehntausend Euro in der Anschaffung und das unabhängig davon, ob Sie gerade ein neues Haus bauen oder ihr Eigentum komplett renovieren.

 

Tipp
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