Facebook möchte mit einer Smartwatch offenbar die Handgelenke seiner Nutzer erobern. Dafür bringt die smarte Uhr ein ganz besonderes Konzept mit, bei dem zwei Kameras eine Rolle spielen.

Jonathan Kemper
JonathanKemper
Jonathan ist Redakteur bei Allround-PC.com und schreibt zusätzlich für das 1&1 Magazin.
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Facebook hat seit dem HTC First in Kooperation mit dem taiwanischen Technik-Hersteller im Jahre 2013 eine längere Kreativpause von der Hardwarebranche genommen, sieht man von der Übernahme des Virtual-Reality-Unternehmens Oculus mal ab. Wenig verwunderlich, denn das Smartphone, bei dem Facebook im Mittelpunkt stehen sollte, war ein Flop auf ganzer Linie. Nun sind recht konkrete Hinweise auf eine Smartwatch aufgetaucht, die bei Facebook in Arbeit sein soll. Wann und ob sie überhaupt auf dem weltweiten Markt oder vielleicht nur in den USA erscheint, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehbar. Wenn, dann wird sie sich vermutlich im Premium-Bereich über 400 US-Dollar bewegen.

Smartwatch mit zwei Kameras auf Vorder- und Rückseite

 

Quelle: GettyImages

Als Betriebssystem soll nicht das neue Google Wear, sondern eine Eigenentwicklung auf Basis von Android zum Einsatz kommen. Kernfunktion der Smartwatch ist offenbar, dass das Gehäuse aus dem Armband herausgenommen werden kann. Dies ermöglicht die Verwendung der beiden Kameras, die auf Vorder- und Rückseite verbaut sind. Über die technischen Daten ist nicht viel bekannt, die rückwärtige Kamera soll aber eine Full-HD-Auflösung bieten. Ansonsten scheint eine LTE-Verbindung in der Smartwatch gesichert zu sein. Mit einem Herzfrequenzsensor soll sie für Fitness-Begeisterte eine Alternative zur beliebten Apple Watch oder zur Galaxy Watch3 darstellen. Durch die modulare Bauweise möchte Facebook auch den Weg für andere Firmen wie Rucksack-Hersteller öffnen, den Smartwatch-Körper in ihre Produkte zu integrieren.

Smartwatch für die Augmented-Reality-Zukunft?

 

Die Smartwatch soll nicht nur dafür sorgen, seltener zum Smartphone in der Hosentasche zu greifen, sondern könnte auch den Weg für ganz neue Technologien bereiten. Der Kauf des Unternehmens CTRL-Labs zeigt, dass auch Facebook eine Zukunft in der Augmented Reality sieht. CTRL-Labs hat nämlich eine Möglichkeit entwickelt, Computer mittels Gesten des Handgelenks zu steuern. Sicherlich hat Facebook seit dem HTC First in Sachen Hardware eine Menge gelernt, sodass sie sich bei diesem Versuch nicht mit einem Flop zufriedengeben werden. Rund eine Milliarde Dollar ist bis jetzt angeblich schon in die Entwicklung eines ersten Prototyps geflossen.

 

 

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