Seitdem die Mobilgeräte von Huawei nicht mehr mit Google-Diensten ausgestattet werden dürfen, hat der chinesische Hersteller hierzulande zwar spürbar an Relevanz verloren, sein Produktportfolio trotzdem mit zahlreichen Neuheiten immer wieder erweitert. Unter dem Motto „Unlock Possibilities“ stellte Huawei nun das neue Betriebssystem HarmonyOS sowie diverse Produktneuheiten vor. Infos zu den neuen Tablets, Smartwatches, Monitoren und mehr haben wir in diesem Beitrag für Sie zusammengefasst.

Tim Metzger
TimMetzger
Tim ist Redakteur bei Allround-PC.com und schreibt zusätzlich für das 1&1 Magazin.
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Huawei Watch 3 und Watch 3 Pro - Smartwatches

 

Quelle: Huawei
Watch 3 Pro

Die Huawei Watch 3 und Huawei Watch 3 Pro lösen die GT 2 sowie GT 2 Pro ab. Es handelt sich dabei um Oberklasse-Smartwatches mit grundlegend gleicher Ausstattung, aber unterschiedlichen Gehäusen und Akkus. Das bis zu 5 ATM wasserdichte Gehäuse der Watch 3 besteht aus Edelstahl, während die Watch 3 Pro aus Titanium gefertigt und dessen Display durch Saphirglas geschützt ist. Jeweils gibt es ein 1,43 Zoll großes OLED-Display mit 466 x 466 Pixeln und einer besonders hohen Maximalhelligkeit von 1.000 Nits.

 

Intern arbeitet ein HiSilicon-6262-Chip mitsamt 2 Gigabyte Arbeitsspeicher und 16 Gigabyte Massenspeicher. Unterstützung für eSIM ist stets an Bord und neben einem Herzfrequenzsensor bieten die Smartwatches auch einen Blutsauerstoffsensor. In den HarmonyOS-betriebenen Uhren sind mehr als 100 Workout-Modi integriert, teilweise sogar mit professionellen Trainingstipps. Das Pro-Modell hat nicht nur ein edleres Gehäuse, sondern beherrscht zusätzlich Dual-GPS für genaueres Tracking von Laufrouten sowie einen etwas größeren Akku.

 

Der 790-Milliamperestunden-Akku in der Watch 3 Pro soll je nach Nutzung zwischen 5 und 21 Tagen durchhalten, während der Akku in der Watch 3 rund 450 Milliamperestunden für eine Laufzeit von 3 bis 14 Tagen bietet. Huawei bringt die Watch 3 am 18. Juni in den Ausführungen Active, Classic und Elite auf den Markt, bei denen jeweils die Farbe und das Armband variieren. Die Watch 3 Active kostet 369 Euro, die Watch 3 Classic 399 Euro und die Watch 3 Elite 499 Euro unverbindliche Preisempfehlung (UVP). Das Pro-Modell startet zeitgleich für 499 Euro als Classic-Variante und für 599 Euro als Elite-Variante.

MatePad 11 und MatePad Pro 12.6 - Tablets

 

Quelle: Huawei
MatePad 11

Zwei gut ausgestattete Tablets stellte der Hersteller mit dem MatePad 11 und dem MatePad Pro 12.6 vor. Das MatePad 11 kommt mit einem 10,95 Zoll großen IPS-Display daher, das eine Bildwiederholrate von 120 Hertz bietet. Beim Pro-Modell setzt Huawei, wie der Name bereits verrät, auf einen Bildschirm mit 12,6 Zoll Diagonale. Es handelt sich dabei um ein OLED-Display mit 60 Hertz. Die Auflösung ist jeweils identisch und beträgt 2.560 x 1.600 Pixel (16:10-Format). Rundherum gibt es im MatePad 11 vier Lautsprecher und im MatePad Pro 12.6 sogar acht Stück, doch es gibt natürlich auch interne Unterschiede.

 

So wird das kleinere Tablet von einem Qualcomm Snapdragon 865 angetrieben, während Huawei beim Pro-Modell auf den hauseigenen Kirin 9000E aus dem Mate 40 setzt. An Speicher verbaut der Hersteller im MatePad 11 entweder 6 + 64 Gigabyte oder 6 + 128 Gigabyte und im MatePad Pro 12.6 gibt es 8 + 256 Gigabyte. Jeweils lässt sich der Speicherplatz nachträglich per Speicherkarte erweitern. Das kleinere Tablet beinhaltet zudem einen Akku mit 7.250 Milliamperestunden, der über ein 22-Watt-Netzteil geladen wird. Huaweis MatePad Pro 12.6 wartet wiederum mit 10.050 Milliamperestunden, einem 40-Watt-Netzteil sowie Unterstützung für kabelloses Laden und Reverse Wireless Charging auf.

 

Quelle: Huawei; MatePad Pro 12.6

Selbstverständlich kommt bei den Tablets ebenfalls HarmonyOS zum Einsatz, das optisch Apples iPadOS ähnelt. Am 13. Juli erscheinen beide Modelle in Deutschland. Für 399 Euro (64 GB) beziehungsweise 499 Euro (128 GB) (UVP) gibt es das MatePad 11, das MatePad Pro 12.6 wird 799 Euro (UVP) kosten. Als Kaufprämie legt Huawei bis zum 17. August das zugehörige Tastatur-Cover und einen aktiven Stylus bei.

MateView und MateView GT - Monitore

 

Quelle: Huawei
MateView

Des Weiteren bringt Huawei noch die beiden MateView-Monitore nach Deutschland, die kürzlich bereits in China enthüllt wurden. Mit dem Huawei MateView kommt am 4. August für 699 Euro (UVP) ein edler Arbeitsmonitor samt schlankem Design in den Handel. Der IPS-Bildschirm ist im praktischen, aber seltenen 3:2-Format gehalten und misst diagonal 28,2 Zoll. Die Designsprache erinnert an Apples hochpreisiges ProDisplay XDR, denn das Gehäuse fällt überaus dünn aus und besteht aus Metall. Das Display deckt die Vorderseite zu 94 Prozent ab und lässt für den Rahmen nur 4,9 Millimeter Platz. Die Auflösung entspricht UHD mit 3.840 x 2.560 Pixeln, maximal erreicht der Monitor laut Herstellerangabe eine Helligkeit von 500 Nits. Zudem weist Huawei für den MateView eine hohe Farbraumabdeckung aus.

 

Dazu gibt es zwei Lautsprecher und Mikrofone sowie zwei USB-C-Ports. Einer der USB-C-Anschlüsse dient zur Stromversorgung des Bildschirms, während der andere das Videosignal verbundener Geräte aufnimmt und diese zusätzlich mit bis zu 65 Watt auflädt. Für kabelloses Screen-Sharing hat der MateView sogar Wi-Fi mit an Bord, darüber hinaus sind HDMI 2.0 sowie Mini-DisplayPort dabei.

 

Quelle: Huawei
MateView GT

Für Gaming eignet sich der MateView GT, welcher am 23. Juli für 549 Euro (UVP) starten soll. Der Monitor bietet ein 34 Zoll großes VA-Display mit 1500R-Krümmung und Ultrawide-Format (21:9). Die Auflösung von 3.440 x 1.440 Pixeln entspricht UWQHD und die Bildwiederholfrequenz beträgt bis zu 165 Hertz. Als Besonderheit befindet sich eine Soundbar mit Touch-Steuerung im Standfuß. Bis zum 21. August gibt es zu den Monitoren die Kopfhörer FreeBuds Studio als kostenlose Zugabe.

FreeBuds 4 – In-Ear Kopfhörer

 

Zu guter Letzt stellte der chinesische Hersteller noch die FreeBuds 4 vor. Die True-Wireless-Kopfhörer weisen wie die regulären AirPods ein Open-Fit-Design auf, haben also keine Silikonaufsätze und sitzen quasi locker im Ohr, ohne den Gehörgang vollkommen abzudichten. Sie lösen die FreeBuds 3 ab und wiegen lediglich 4,1 Gramm pro Kopfhörer. Das Etui ist ebenfalls etwas geschrumpft und leichter geworden. Huawei integriert 14,3 Millimeter große Audiotreiber, die eine bessere Klangqualität bieten sollen. Die Kopfhörer halten laut Hersteller vier Stunden am Stück durch, mit dem Akku im Etui sind bis zu 22 Stunden möglich. Hervorzuheben ist, dass sie trotz Open-Fit-Design eine aktive Geräuschunterdrückung haben. Die FreeBuds 4 sind ab dem 6. Juli für 149 Euro (UVP) verfügbar, mit kabellos aufladbarem Etui kosten sie 169 Euro (UVP).

 

 

Vom lang erwarteten Huawei P50 zeigte der Hersteller nur für wenige Sekunden am Ende der Präsentation das Design. Demnach erfolgt die Enthüllung des Top-Smartphones offenbar erst zu einem späteren Zeitpunkt. Konkrete Details und Spezifikationen zum neuen Smartphone nannte Huawei bisher nicht.

 

 

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