Das Sharp Aquos R6 ist ein Smartphone der Superlative. Es bringt nicht nur den bislang größten Kamerasensor in einem Mobiltelefon unter, auch das Display stellt einen neuen Rekord auf. Umso ärgerlicher ist es, dass es in Europa vermutlich niemals zu kaufen sein wird.

Jonathan Kemper
JonathanKemper
Jonathan ist Redakteur bei Allround-PC.com und schreibt zusätzlich für das 1&1 Magazin.
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Der japanische Hersteller Sharp ist nicht nur für Fernseher, sondern auch für Smartphones bekannt – zumindest im Heimatland Japan. Hierzulande gibt es leider nur eine eher begrenzte Auswahl an Sharp-Produkten. Das ist angesichts des neuen Sharp Aquos R6 ausgesprochen beklagenswert, denn beinahe alle Spezifikationen sind auf absolutem Top-Niveau. Angefangen mit dem Qualcomm Snapdragon 888, dem noch immer unübertroffenen Highend-SoC, sowie 12 GB LPDDR5-RAM. Der UFS-3.1-Speicher ist mit 128 GB gemessen an der restlichen Ausstattung beinahe klein, kann aber per microSD erweitert werden. Der Akku fasst 5.000 mAh und wird natürlich über USB-C wieder aufgeladen. Außerdem ist das Sharp Aquos R6 nach dem IP68-Standard gegen Einflüsse von Staub und Wasser geschützt und per 3,5-Millimeter-Klinke können Kopfhörer und Co. angeschlossen werden.

240 Hz: Display so schnell wie kein anderes

 

Quelle: Sharp

Nun aber zu den besonders spannenden Daten des Oberklasse-Smartphones. Das „Pro IGZO OLED“-Display misst 6,6 Zoll in der Diagonalen und löst mit 2.730 x 1.260 Pixeln auf. Dies entspricht einer hohen Pixeldichte von 455 PPI und dem eher ungewohnten Seitenverhältnis von 2,17:1. Einen neuen Rekord stellt die adaptive Bildwiederholfrequenz von maximal 240 Hz auf. Bislang lag der Spitzenwert bei 165 Hz im Nubia Red Magic 6.

Sharp vor Huawei: Erster 1-Zoll-Sensor in Smartphone

 

Quelle: Sharp

Ebenfalls eine Premiere feiert der 1-Zoll-Sensor im Aquos R6, womit Sharp das Rennen um diese magische Grenze überraschend gewonnen hat. Zuletzt wurde auf Huaweis P50-Familie gesetzt, die mit dem ersten Sensor dieser Größenordnung hätte Schlagzeilen machen können. Sharp arbeitet dafür ebenfalls mit dem Kameraexperten Leica zusammen. Der einzelne 20-MP-Sensor wird mit einer Leica-Summicron-Linse mit 19 mm Brennweite und einer f/1.9-Blende gepaart. Hinzu kommt ein ToF-Sensor für Tiefeninformationen. Auf der Frontseite ist die Selfiekamera mit rund 12 MP in einem mittigen Punch-Hole untergebracht. Der Ultraschall-Fingerabdrucksensor 3D Sonic Max unter dem Bildschirm ist so groß, dass er zwei Finger gleichzeitig erkennen kann.

 

Ultraweitwinkel-Kamera, Makro-Kamera und Co.? Im verlinkten Beitrag erklären wir Ihnen die Unterschiede zwischen den verschiedenen Smartphone-Kameras.

Sharp Aquos R6: Preis und Verfügbarkeit

 

Wie eingangs erwähnt, ist ein Launch des neuen Sharp Aquos R6 in Europa leider sehr unwahrscheinlich. Selbst über einen Preis in der japanischen Heimat gibt es bislang noch keine Informationen. Dort ist es vorerst nur über die beiden Mobilfunkanbieter Docomo und Softbank erhältlich. Ein umgerechnet hoher dreistelliger oder sogar vierstelliger Europreis ist allerdings zu erwarten.

 

 

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