Der Saugroboter kann ein sehr praktisches Gadget zur Reinigung im Haus oder in der Wohnung sein. Während viele der smarten Roboter jedoch nach dem Zufallsprinzip arbeiten, setzen andere Modelle wiederum auf eine intelligente Navigation per Laser-Sensor. Auch der Roborock S6 MaxV nutzt diese Technik, erhält jedoch für eine noch genauere Reinigung eine Dual-Kamera inklusive künstlicher Intelligenz. Was genau steckt hinter dieser Technologie?

Leonardo Ziaja
LeonardoZiaja
Leonardo ist stellvertretender Chefredakteur von Allround-PC.com und als Redakteur für das 1&1 Magazin tätig.
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Der Roborock S6 MaxV kommt in einem schlichten, jedoch hochwertigen Schwarz daher. Die Oberseite besitzt ein glänzendes, nahezu „Metallic“-ähnliches Finish. Zentral sitzt dort der runde LiDAR-Sensor, der zwar die Bauhöhe des Roboters um einige Zentimeter erweitert, jedoch die Präzision der Navigation deutlich verbessert. Der Saugroboter kann damit eine mehrstufige Karte erstellen, Räume erkennen und diese einzeln ansteuern. Insgesamt sind bis zu vier Etagen möglich, einstellbar in der dazugehörigen App. Dort lassen sich zudem bis zu 10 virtuelle Sperrzonen und 10 unsichtbare Wände hinterlegen.

Die intelligente Objekterkennung umfährt Hindernisse

 

Auf der Front des Saugroboters sitzt die Dual-Kamera, die in Kombination mit der „ReactiveAI“ für eine präzise Objekterkennung sorgen soll. Wie zwei Augen versucht der Saugroboter damit Hindernissen auszuweichen oder liegegebliebene Gegenstände gezielt zu umfahren. Das soll laut Roborock ab einer Breite von 5 cm und einer Höhe von 3 cm funktionieren.

 

Die künstliche Intelligenz wurde dafür mit tausenden Bildern aus der realen Welt trainiert, wodurch die Erkennung direkt mit Hilfe eines Qualcomm APQ8052 Prozessors im Roborock S6 MaxV durchgeführt werden kann. Das Bildmaterial verbleibt dabei nur auf dem Saugroboter, die volle Privatsphäre wird durch eine sofortige Löschung gesichert. Zudem wurde der S6 MaxV vom TÜV Rheinland als sicheres Smart Home-Produkt zertifiziert. Dank zusätzlicher Infrarot-Sensoren funktioniert die Objekterkennung übrigens auch im Dunkeln.

 

Zur Reinigung besitzt der Roborock S6 MaxV eine rotierende Seitenbürste und eine zentrale Rollbürste, die den Staub in den Behälter mit bis zu 460 ml Fassungsvermögen transportiert. Die Saugleistung wurde im Vergleich zum Vorgänger um rund 25 Prozent gesteigert und liegt bei bis zu 2.500 Pa. Neben dem Saugen kann der S6 MaxV den Boden auch direkt nachwischen. Hierfür gibt es einen 300 ml großen Wassertank, der eine Fläche von bis zu 200 Quadratmetern zusätzlich feucht reinigen kann.

Der Saugroboter kann bis zu 200 m² saugen und wischen

 

Der Akku bietet eine Kapazität von 5.200 mAh und soll laut Roborock eine Laufzeit bis zu 3 Stunden (180 Minuten) ermöglichen. Sollte sich der Akkustand einem niedrigen Niveau nähern, obwohl die Reinigung noch nicht abgeschlossen ist, so fährt der S6 MaxV die Ladestation automatisch an und setzt den Reinigungsvorgang nach dem Aufladen fort. Eine volle Akkuladung dauert dabei bis zu 6 Stunden, so Roborock.

 

Eine ausgesprochen praktische Ergänzung zum Saugroboter ist die Roborock-App. Sie zeigt die erstellte Karte an, stellt die Raumaufteilung dar und ermöglicht sogar Firmware-Updates für Verbesserungen oder neue Funktionen. Darüber hinaus gibt es eine Live-Kamera, um der Reinigung zu folgen, und die Möglichkeit eine Sprachnachricht abspielen zu lassen. Das klingt zwar auf den ersten Blick nach einem Überwachungsmodus, ist im Alltag jedoch recht nützlich, um auch mal von Unterwegs aus zu checken, ob Zuhause noch kein Chaos ausgebrochen ist – besonders mit Haustieren. Für erkannte Hindernisse erstellt der Roborock S6 MaxV übrigens ein kleines Icon auf der Karte und hinterlegt ein Foto davon.

Der erste Eindruck zum Roborock S6 MaxV gefällt!

 

Im Ersteindruck kann der Saugroboter besonders mit der spannenden Objekterkennung beeindrucken, die in Zukunft sicherlich noch weiter verbessert wird. Die Dual-Kamera verhindert so ein Festfahren des S6 MaxV, auch offenliegende Kabel werden dadurch nur noch sehr selten vom Saugroboter „gefressen“. Die Saugleistung ist auf einem sehr hohen Niveau, die Wischfunktion bleibt jedoch eher ein Gimmick. Sie reicht zum leichten Nachwischen, hartnäckigen Schmutz kann der Wischmopp nicht entfernen. Darüber hinaus kann die App mit vielen, praktischen Funktionen wie dem Live-View-Modus punkten. Dazu gibt es die Möglichkeit den Saugroboter auch über einen Sprachassistenten, zum Beispiel Amazon Alexa, zu steuern.

 

Tipp
Der Roborock S6 MaxV ist auch in der 1&1 Vorteilswelt ab einem Preis von 14,99 Euro pro Monat erhältlich.