Für eine große Diskussion sorgte Apples Entscheidung im letzten Jahr, ab dem iPhone 12 kein Netzteil mehr beizulegen. Dass das aber durchaus positive Folgen für die Umwelt hat, soll aus einem internen Bericht hervorgehen.

Jonathan Kemper
JonathanKemper
Jonathan ist Redakteur bei Allround-PC.com und schreibt zusätzlich für das 1&1 Magazin.
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Quelle: Apple; iPhone 12-Reihe

Kunden reagierten wütend, die Konkurrenz vor allem spöttisch, als Apple bei der Präsentation des iPhone 12 ankündigte, künftig kein Netzteil mehr mitzuliefern. Das begründete das Unternehmen nämlich damit, einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Wer das iPhone 12 kaufe, habe vermutlich längst ein Handyladegerät durch eines der vorangehenden Modelle. Kritiker sahen darin aber eher eine gute Möglichkeit, für das gleiche Geld weniger liefern zu müssen.

Recycling soll ebenfalls helfen

 

Quelle: Apple; Apple Watch SE

Dass es nicht nur hohle Phrasen sind, dass Apple mit seinen Sparmaßnahmen die Umwelt schützen möchte, soll der Umweltfortschrittsbericht 2021 beweisen. 861 Tausend Tonnen Metallerze wie Zink, Kupfer und Zinn seien durch den Verzicht auf das Netzteil eingespart worden. Doch es gebe noch weitere positive Effekte, denn so werde auch die Verpackung kleiner. Bis zu 70 Prozent mehr iPhone-Kartons passen angeblich deshalb auf eine Versandpalette. Ebenfalls Teil der Strategie ist der Einsatz recycelter Materialien. Laut Apple ist zum Beispiel das als Halbleiter benötigte Element Wolfram im iPhone und in der Apple Watch bereits zu 99 Prozent wiederverwertet. Das MacBook Air bestehe zu insgesamt 40 Prozent aus Recycling-Komponenten.

Apple will bis 2030 klimaneutral sein

 

Der Bericht bilanziert immer noch 22,6 Millionen Tonnen CO2, die Apple 2020 zu verantworten hat. Das sind immerhin knapp zehn Prozent weniger als noch 2019 mit 25,1 Millionen Tonnen. Doch bis zum großen Ziel, bis 2030 klimaneutral zu sein, ist es nach wie vor ein weiter Weg. Dieses Ziel erreiche man aber auch nicht allein. Daher habe man im vergangenen Jahr mehr als 100 Zulieferer dabei unterstützt, sich ebenfalls dem Ziel der CO2-Neutralität zu verschreiben.

 

 

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