Grundsätzlich gibt es im Smart Home zwei verschiedene Systeme zur Datenübertragung – entweder erfolgt sie kabelgebunden oder drahtlos per Funk. Bei beiden Systemen gibt es jedoch eine weitere Differenzierung: Experten unterscheiden zwischen offenen und geschlossenen beziehungsweise proprietären Standards. Was das bedeutet, erklären wir hier.

JessicaGietz
Jessica ist Redakteurin für das 1&1 Magazin und kennt die besten Eisdielen der Stadt.
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Die flexible Lösung: Offene Smart Home-Systeme

 

Offene Standards könnte man auch als herstellerunabhängige Smart Home-Systeme bezeichnen, die für jeden Anbieter frei verfügbare Protokolle verwenden. Vereinfacht bedeutet das, dass intelligente Geräte unterschiedlicher Hersteller die gleiche Signal-Sprache sprechen. Deshalb können sie Daten austauschen und sind über eine einzige Zentrale steuerbar. Beispiele für offene Smart Home-Standards sind unter anderem das kabelgebundene System KNX oder die Funkprotokolle WLAN, Z-Wave, Bluetooth, ZigBee oder DECT ULE.

 

Quelle: Zigbee Alliance, Zigbee als offener Standard

Der größte Vorteil offener Systeme ist, dass Sie vernetzte Produkte verschiedener Anbieter im Smart Home miteinander kombinieren können. Diese sogenannte Interoperabilität bringt leider aber auch Risiken mit sich: Probleme bei der Kommunikation zwischen Zentrale und Einzelgeräten – wenn Komponenten mehrerer Hersteller zum Einsatz kommen – sind nicht ausgeschlossen. Der Grund: Die Geräte können hin und wieder nicht immer optimal aufeinander abgestimmt sein. Dennoch empfehlen wir vor allem Smart Home-Einsteigern, auf ein offenes Protokoll zurückzugreifen. Damit können sie ihre Grundausstattung bei Bedarf sukzessive erweitern.

Sicher und komfortabel: Geschlossene Smart Home-Systeme

 

Quelle: Homematic IP, Homematic IP als geschlossener Standard

Geschlossene oder auch proprietär genannte Standards sind Smart Home-Systeme, die verschlüsselte Protokolle verwenden. Da sie oft von einem speziellen Anbieter entwickelt wurden, sind sie in der Regel auch auf dessen Produktportfolio beschränkt. Das heißt: Geschlossene Systeme sind häufig nicht mit smarten Geräten anderer Hersteller kompatibel. Ein Beispiel für einen proprietären Standard ist Homematic IP.

 

Wenn Sie sich für ein geschlossenes System entscheiden, sind Sie bei der Auswahl der Geräte für Ihr Smart Home eingeschränkt. Sie können in den meisten Fällen nur auf die Produkte eines Herstellers zurückgreifen – dafür sind diese optimal aufeinander abgestimmt. Ein weiterer Vorteil proprietärer Standards ist die erhöhte Sicherheit bei der Datenübertragung durch die Verschlüsselung der Protokolle.

 

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