OnePlus hat endlich die Katze aus dem Sack gelassen und seine Fans mit der jüngsten Generation seiner Flaggschiff-Serie beglückt. Das OnePlus 9 und das OnePlus 9 Pro sind technisch auf dem allerneuesten Stand. Vor allem die Zusammenarbeit mit Kamera-Pionier Hasselblad zeigt, auf welchen Aspekt sich der Hersteller ganz besonders konzentriert hat.

Jonathan Kemper
JonathanKemper
Jonathan ist Redakteur bei Allround-PC.com und schreibt zusätzlich für das 1&1 Magazin.
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Schon im Vorfeld sind zum OnePlus 9 und dem OnePlus 9 Pro eine Menge Informationen durchgesickert, weshalb die offizielle Präsentation für Interessierte eigentlich nur noch wenig Überraschungen bereithielt. Die Bestätigung zu haben, dass OnePlus mit dem schwedischen Unternehmen Hasselblad an der Kamera gefeilt hat, lässt Fan-Herzen aber dann doch noch einmal höherschlagen. Die Partnerschaft wird spätestens durch einen entsprechenden Schriftzug neben den Sensoren auf der Rückseite deutlich. Er bescheinigt den hohen Farbstandard, den Hasselblad an den Tag legt und der das Ergebnis monatelanger Labortests ist.

Mit Hasselblad ist die Smartphone-Kamera auf einem ganz neuen Level

 

Während das OnePlus 9 rückwärtig mit drei Sensoren ausgestattet ist, ist beim OnePlus 9 Pro ein Quad-Kamera-Setup vorzufinden. Gemein haben beide einen 48-MP-Weitwinkel-Hauptsensor, eine 50-MP-Ultraweitwinkelkamera und einen 2-MP-Monochrom-Sensor. Dieser erhöht den Kontrast bei Aufnahmen in Zusammenarbeit mit der Hauptkamera. Beim OnePlus 9 Pro kommt ein Telefoto-Sensor mit 8 MP hinzu, der 3,3-fachen optischen Zoom ermöglicht. Die Frontkamera knipst Selfies bei beiden Geräten mit 16 MP und kommt in einer runden Punchhole-Notch in der linken oberen Ecke unter. Videos schafft das OnePlus 9 sogar in 8K bei 30 FPS, in 4K bei 60 FPS, das Pro zusätzlich 4K bei maximal 120 FPS.

 

Akku in 29 Minuten wieder voll dank 65-Watt-Netzteil

 

Bei der Hardware unter der Haube tut sich nicht viel. Beide Modelle setzen mit dem Qualcomm Snapdragon 888 auf den aktuell stärksten Smartphone-Chip, den es auf dem Markt gibt. Es gibt je zwei Ausführungen mit 8 GB RAM und 128 GB nicht erweiterbarem UFS-3.1-Speicher oder 12 GB RAM und 256 GB Speicher. Beide Geräte sind mit einem 4.500-mAh-Akku ausgestattet, der für einen entspannten Tag ohne Zwischenstopp an der Steckdose ausreichen sollte.

 

Ist es doch einmal so weit, kann er mit dem mitgelieferten 65-Watt-Netzteil über USB-C laut Herstellerangaben in nur 29 Minuten wieder auf 100 Prozent gebracht werden. Das OnePlus 9 unterstützt kabelloses Qi-Charging mit 15 Watt, das Pro-Modell setzt auf eine eigene OnePlus-Technologie, die beide Akkuzellen mit jeweils 25 Watt laden soll. Das resultiert in einer Zeit von nur 43 Minuten, in denen der Akku wieder voll ist.

OnePlus 9 Pro passt Bildschirmfrequenz an – bis zu 120 Hertz

 

Quelle: OnePlus

Die Displays unterscheiden sich nicht nur in Größe und Anzahl der Bildpunkte, sondern auch in einem wichtigen Detail. Der AMOLED-Bildschirm des OnePlus 9 misst 6,55 Zoll in der Diagonalen und hat eine Auflösung von 2.400 x 1.080 Pixeln. Der des OnePlus 9 Pro liefert 3.216 x 1.440 Pixel auf 6,7 Zoll Diagonale. Beide Smartphones bieten eine maximale Bildschirmwiederholrate von 120 Hertz, die die Bedienung umso flüssiger erscheinen lässt. Allerdings kann das OnePlus 9 Pro diese je nach Bedarf sogar auf bis zu 1 Hertz herunterregeln, was positive Effekte auf die Akkulaufzeit haben dürfte.

Neuste Funkstandards und eigene Software

 

In Sachen Konnektivität machen die neuen OnePlus-Smartphones keine Kompromisse. Es gibt NFC, Bluetooth 5.2, Wi-Fi 6 und natürlich 5G. Die Geräte können per Gesicht oder Fingerabdruck entsperrt werden, dafür findet sich der Scanner unter dem Display. Als Betriebssystem kommt Android 11 zum Einsatz, worüber OnePlus jedoch seine beliebte Oberfläche OxygenOS gelegt hat. OnePlus schreibt sich auf die Fahne, der Community bei der Entwicklung besonders gut zuzuhören und auf ihre Bedürfnisse einzugehen. Deshalb wurde zum Beispiel hinsichtlich der Gaming-Fähigkeiten des Smartphones einiges optimiert, sodass beim Zocken im Hintergrund mehr Apps geöffnet bleiben können.

OnePlus 9 ab 699 Euro, Pro ab 899 Euro

 

Ab sofort ist das OnePlus 9 in der Ausführung mit 8/128 GB in den Farben „Arctic Sky“ und „Astral Black“ für 699 Euro unverbindliche Preisempfehlung (UVP) erhältlich, mit 12/256 GB kommt es in „Astral Black“ und „Winter Mist“ für 799 Euro UVP. Das OnePlus 9 Pro startet mit 8/128 GB in „Morning Mist“ und „Stellar Black“ für 899 Euro UVP, für 999 Euro gibt es das Modell mit 12/256 GB zusätzlich in „Pine Green“.