Smarte Uhren werden immer beliebter. Seit der Einführung der Apple Watch im Jahr 2015 oder der Google Android Wear im Jahr zuvor, hat sich einiges getan: die Uhren wurden stetig weiterentwickelt und sind heute smarter, vernetzter und leistungsfähiger denn je. Zudem findet man sie auch immer häufiger an Handgelenken von Kindern.

KarinKaufmann
Karin Kaufmann ist Redakteurin für das 1&1 Magazin.
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Die smarten Uhren von heute sind längst mehr nur bloße Schrittzähler – sie sind Telefon, Suchmaschine, GPS-Tracker und Wecker in einem. Aus diesem Grund lösen Kinder-Smartwatches auf der einen Seite Begeisterungsstürme aus, auf der anderen Seite rufen sie bei manchen Eltern jedoch auch Bedenken hervor. Wir stellen die besten Geräte für Kinder vor und beleuchten die Vorteile von Smartwatches für Eltern und Kind.

Warum eine Kinder-Smartwatch nützlich sein kann

 

Smarte Uhren mit GPS-Tracking sind nach wie vor umstritten. Einige sehen die smarten Geräte fürs Handgelenk als willkommenes Überwachungsinstrument für besorgte Helikopter-Eltern an. Schließlich lässt sich auf den Meter genau nachverfolgen, wo sich der Sohn oder die Tochter gerade aufhält. Auch Bedenken, dass die Kinder zu früh mit dem Kalorienzählen beginnen könnten und ein falsches Körperbild signalisiert bekommen, machen sich breit. Doch stellt man diese Ängste den Sicherheitsaspekten gegenüber, dann überwiegen die Vorteile einer solchen Uhr.

 

In der immer technikaffineren Welt sind Smartphones, Tablets und Co. nicht mehr wegzudenken. Früher oder später stehen womöglich alle Eltern vor der Entscheidung, welches iOS- oder Android-Gerät sie ihrem Nachwuchs kaufen sollen. Da stellen Smartwatches eine sinnvolle Alternative zum Smartphone dar – gerade für Grundschulkinder bzw. jüngere Kinder, die noch kein eigenes Handy haben.

 

Quelle: shutterstock

Mit ihnen können Kinder ausgewählte Rufnummern anrufen, Textnachrichten schreiben und empfangen und auch ohne Internetzugang mobile Games zocken. Außerdem ist es für viele Eltern beruhigend zu wissen, wo sich das eigene Kind gerade aufhält. Schließlich können die Kinder im Notfall ihre Eltern erreichen und umgekehrt. Die Funktionalitäten einer Smartwatch für Kinder sind nicht so umfassend wie die eines Handys. Gerade dies ist für Eltern kleinerer Kinder aber ein Argument; wollen viele Erwachsene den Einstieg ihrer Kinder in die Smartphone-Welt doch möglichst lange rauszögern.

Kinder-Smartwatch – Vorteile auf einen Blick:

  • Nachverfolgung des Aufenthaltsortes
  • Leichter Einstieg in die technikaffine Welt
  • Erreichbarkeit der Kinder auch ohne Smartphone
  • Alternative zum Smartphone, gerade für Grundschulkinder
  • Schrittweise Unabhängigkeit
  • Kinderfreundliche Funktionen: Smartwatches sind in Bezug auf die Funktionalität eher einfach gehalten

Ist GPS-Tracking nicht strafbar?

 

GPS-Tracking mit Abhörfunktion bzw. eingebautem Mikrofon ist seit 2018 strafbar. Laut Bundesnetzagentur (BNetzA) sind GPS-Tracker mit Abhörfunktion „verbotene Sendeanlagen“, die seitdem nicht mehr verkauft werden dürfen. Allein der Besitz eines solchen Gerätes ist strafbar. Doch wie sieht es nun konkret bei Kinder-Smartwatches mit GPS-Tracking aus?

 

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Eltern haben ihren Kindern gegenüber eine Fürsorgepflicht und können sich demnach auf Paragraph §1626 BGB stützen. Hier heißt es, dass Eltern das Recht und die Pflicht zugesprochen werden, für ihr minderjähriges Kind zu sorgen. Da Smartwatches zwar personenbezogene Daten verarbeiten, Kinder aber erst ab einem Alter von 16 Jahren eigenständig über ihre Daten bestimmen dürfen, ist hier das Recht also eindeutig auf Seiten der Eltern.

 

Demnach sind Smartwatches mit GPS-Tracking und ohne Mikrofon nicht illegal. Ratsam wäre es aber dennoch, vorab offen mit dem Nachwuchs über das Tracking zu sprechen und zu erklären, warum man diese Funktion für sinnvoll hält. Eine offene Kommunikation zwischen Eltern und Kind beugt Missverständnissen vor und baut Vertrauen auf. Das Kind sollte demnach im besten Falle einer Ortung zustimmen, da ihm trotz des jungen Alters ein Recht auf Selbstbestimmung eingeräumt werden muss.

Kinder-Smartwatches im Überblick

 

Quelle: smartwatch.de

TCL MOVETIME Family Watch MT 40 – LTE Smartwatch mit Kamera

 

Diese Kinder-Smartwatch verfügt neben einer Kamera und SOS-Funktion auch über LTE-Netzstandard. So sind Video-Chats und Telefonate mit den Eltern in verbesserter Verbindungsqualität möglich. Auch die Funktionen zum Schutz der Kinder sowie der Schulmodus wurden gegenüber dem Vorgängermodell weiterentwickelt.

 

Dank der präzisen Geolokalisierung können die Eltern ihre Kinder orten und schnell zu ihnen gelangen – sollten diese Hilfe benötigen. Auch die anpassbaren Sicherheitszonen dienen zum Schutz. Dadurch können Eltern nachvollziehen, wo sich ihre Kinder aufhalten. Das Design ist für junge Menschen gemacht: kinderfreundlich, robust und farbenfroh.

 

Telefonieren und anrufen können die Kinder direkt über die Smartwatch, was dank 2G/3G und sogar 4G/LTE für gute Verbindungen und Audioqualität sorgt. Im zugehörigen Tarif bzw. der eingesetzten SIM-Karte sollte 4G/LTE natürlich verfügbar sein, um die Erreichbarkeit des Kindes auch von unterwegs zu gewährleisten. 1&1 bietet im neuen LTE Kids Tarif diese moderne Telekommunikations-Technologie. 1GB Highspeed-Internet-Volumen sowie 100 Einheiten SMS/Min sind ebenfalls inklusive.

 

Mit der Uhr lassen sich auch Bilder und Videos aufnehmen. Die Qualität entspricht nicht der Kamera eines teuren Smartphones. Dennoch ist es eine schöne Option, sein Kind während des Telefonats auch zu sehen und umgekehrt.

 

Zwei kleine Einschränkungen muss man in Kauf nehmen, wenn man sich für die TCL MOVETIME entscheidet: erstens ist die Smartwatch lediglich wasserfest und nicht wasserdicht. Regen hält die Uhr aber ohne Probleme stand. Zweitens kann mit der Uhr nicht auf Textnachrichten geantwortet werden. Lediglich der Versand von Emojis oder einer Sprachnachricht ist möglich, Textnachrichten jedoch können nicht verschickt werden. Bei einem realistischen Blick auf das typische Nutzerverhalten von Kindern sind dies aber vermutlich gar keine Defizite, weil Kids Textnachrichten sowieso kaum verfassen.

 

Mehr als überzeugend sind die Sicherheitsmechanismen. Und darauf kommt es schließlich an. Über die TCL MOVETIME können nur Nummern kommunizieren, die vorab in der App freigeschaltet wurden. Außerdem werden alle Daten, die zwischen App und Kinder-Smartwatch ausgetauscht werden, verschlüsselt. Einzelne Sicherheitsbereiche können ebenfalls definiert werden. Über die an der Uhr angebrachte SOS-Taste kann das Kind außerdem einfach und unkompliziert Kontakt zu den Eltern oder anderen vorher definierten Kontaktpersonen herstellen. In Kombination mit dem 1&1 Kids Tarif ist die TCL Movetime MT 40 ein Must-have für das Kind.

 

 

 

My Gator Smartwatch

 

Quelle: mygatorwatch.com

Die My Gator Smartwatch ist weniger eine Smartwatch als vielmehr ein Tracking-Tool. Die Uhr selbst sieht ziemlich spartanisch aus, da sie weder über einen Touchscreen noch eingebaute Spiele, Kinder-Apps oder anderweitige Ablenkungen verfügt.

 

Die Uhr wird über drei Knöpfe auf der rechten Seite und zwei auf der linken Seite bedient. Durch eine Kombination aus langem und kurzem Druck auf diese Tasten werden die Funktionen der Uhr freigeschaltet, darunter beispielsweise das Senden von Sprachnotizen, Anrufe an eine vorab genehmigte Nummernliste (von den Eltern in der zugehörigen App eingestellt) und die Aktivierung einer SOS-Funktion, die die Eltern benachrichtigt.

 

Mobile Daten zur Mobilfunkkommunikation sind bei dieser Smartwatch unerlässlich, damit sie funktioniert. Hierfür muss die der Uhr zugehörige App heruntergeladen werden. Anschließend wird die eigene Handynummer der Uhr (die Sie beim Kauf eines Datentarifs erhalten) sowie die Handynummer der Eltern eingegeben, die in Notfällen kontaktiert werden können.

 

Ist die Einrichtung erfolgt, können Sie per App nachverfolgen, wo sich Ihr Kind gerade aufhält.  Auch hier können sichere Zonen eingerichtet werden, die mittels einer Radius-Markierung von 200 m bis 2.000 m vorgenommen werden können. Wenn die Uhr (die das Kind am Handgelenk trägt) das Areal verlässt, erhalten die Eltern einen Alarm. Des Weiteren ist eine SOS-Taste in die Smartwatch integriert. Durch dreiteiliges Drücken wird der SOS-Knopf aktiviert und das Smartphone der Eltern angerufen. Gleichzeitig sendet die My Gator Smartwatch die Standortdaten an die App.

Die Features der My Gator Watch im Überblick

  • All-in-One-Uhr, Handy und GPS-Tracker
  • Für 5- bis 12-jährige Kinder
  • Vorinstallierte SIM-Karte und eine kostenlose Elternanwendung für iOS- und Android-Geräte
  • Keinerlei Ablenkungen durch Kamera, Internet, soziale Medien und Online-Games
  • Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

Fazit: 

 

Für welche Kinder-Smartwatch Sie sich auch entscheiden, die beiden vorgestellten Geräte erleichtern zum einen den Einstieg in die digitale Welt. Zum anderen ermöglichen sie den Kindern eine neue Form der Unabhängigkeit. Als Elternteil kann man sein Kind beruhigt zur Schule schicken, es gegebenenfalls orten oder zu Hilfe eilen, wenn der vorher festgelegte Radius des Sicherheitsbereiches verlassen wurde. In Verbindung mit dem Mobilfunk-Tarif für Kinder von 1&1 macht das Gadget am Arm doppelt Sinn.

 

Tipp
Mehr zum Thema Kinder & digitale Gadgets lesen Sie in den Beiträgen Handyvertrag für Kinder, Social Media-Apps oder Smartphone kindersicher machen

 

 

Quellen: