Durch die Corona-Pandemie ist das eigene Zuhause zum zentralen Lebensmittelpunkt vieler Menschen geworden. Oft bedeutet das: Home-Office statt Büro und E-Learning statt Schule. Wenn man schon so viel Zeit in den eigenen vier Wänden verbringt, sollte es dort auch möglichst komfortabel und schön sein. Smarte Gadgets werden auch deshalb immer beliebter. Welche Trends und Entwicklungen Smart Home-Experten für das Jahr 2021 erwarten, lesen Sie hier.

JessicaGietz
Jessica ist Redakteurin für das 1&1 Magazin und kennt die besten Eisdielen der Stadt.
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1. Smarte Gadgets verschiedener Hersteller sollen bald kompatibel sein

 

Quelle: AVM

Sie wollen Ihre Wohnung oder Ihr Haus mit intelligenten Geräten ausstatten? Dann werden Sie überrascht sein, wie viele Hersteller es mittlerweile für smarte LED-Lampen bis hin zu smarten Steckdosen am Markt gibt. Leider sind vernetzte Gadgets verschiedener Firmen bisher nicht in allen Fällen miteinander kompatibel. Der Grund dafür ist, dass Smart Home-Geräte unterschiedlicher Hersteller verschiedene (Funk-)Standards zur Datenübertragung nutzen. Es gibt zum Beispiel ZigBee, Z-Wave, EnOcean oder DECT. Doch damit nicht genug – darüber hinaus müssen Sie sich entscheiden, welchen Sprachassistenten Sie künftig als eine Option zur Smart Home-Steuerung nutzen möchten.

Quelle: AVM

Alexa, die Podcasts oder Ihre Lieblingslieder über einen vernetzten Lautsprecher abspielen kann oder doch lieber Siri, über die Sie Ihre Apple Watch 6 bedienen können? Gerade wenig Technik-affine Nutzer können von diesem Durcheinander der verschiedenen Systeme und Standards schnell überfordert sein.

 

Im Rahmen der Initiative „Connected Home over IP“ arbeiten Amazon, Apple, Google und weitere Tech-Unternehmen an einem einheitlichen Übertragungsstandard für Smart Home-Produkte. Laut der Arbeitsgruppe soll dieser schon im Laufe des Jahres vorgestellt werden.

2. Basis-Funktionen sollen häufiger über die Geräte selbst steuerbar sein

Noch sind Künstliche Intelligenzen (KI) oder Sprachassistenten von Smart Home-Systemen oft in der Cloud des jeweiligen Herstellers verankert. Dieses Prinzip hat jedoch einen großen Nachteil: Bricht die WLAN-Verbindung ab, können Sie verbundene Geräte zeitweise nicht mehr steuern. Damit Sie Ihre Gadgets im Smart Home in diesem Fall künftig zumindest ein- und ausschalten können, sollen Grundfunktionen direkt über KI-Chips in die Basisstationen oder in vernetzte Lautsprecher integriert werden. Google und Amazon haben entsprechende Produkte schon auf den Markt gebracht.

 

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Die Integration von KI-Chips oder anderen Lösungen in die intelligenten Geräte bringt neben der Ausfallsicherheit einen weiteren Vorteil mit sich: Ihre Nutzerdaten werden lokal und nicht mehr zentral in der Cloud des Herstellers gespeichert. Wer vorher Bedenken in Sachen Datenschutz hatte, darf sich auf die integrierten Basis-Funktionen in Smart Home-Geräten freuen.

3. Displays sollen vermehrt zur Smart Home-Ausstattung gehören

 

Im Verlauf der Corona-Pandemie haben Politiker und Virologen stets geraten, Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren. Als eine der Hauptmaßnahmen zur Virus-Eindämmung ist das sogenannte „Social Distancing“ salonfähig geworden und damit auch die Video-Calls. Die Nutzung von Video-Chats gehört mittlerweile für viele Menschen zum Alltag, deshalb vermuten Experten, dass smarte Displays in Zukunft zur Grundausstattung im Smart Home gehören. Aktuell gibt es beispielsweise schon Modelle, die mit einer automatischen Bildanpassung und einer Bewegungsfunktion arbeiten, sodass Gesprächsteilnehmer jederzeit gut zu sehen sind. Doch diese smarten Bildschirme sind nicht nur für Video-Calls geeignet: Über die Geräte können Sie kompatible Smart Home-Gadgets einrichten und steuern, mittels der integrierten Kamera können Sie Ihr Zuhause während eines Urlaubs im Blick behalten oder sich über Koch-Apps Rezepte anzeigen lassen.

 

Viele Modelle sind sprachgesteuert und deshalb selbst für Anfänger ohne technische Vorkenntnisse leicht zu bedienen.

Ausblick auf die Smart Home-Trends und Entwicklungen in 2021

 

Die eben genannten Trends bilden eine vorsichtige Prognose, wie sich der Markt für smarte Technologien im Jahr 2021 weiterentwickeln könnte. Durch einen einheitlichen Standard zur Datenübertragung werden sich intelligente Geräte unterschiedlicher Hersteller deutlich einfacher ins Heimnetz einbinden und steuern lassen. Auch Steuerungslösungen in den Geräten statt in der Cloud bringen einen großen Vorteil mit sich: Ist die WLAN-Verbindung einmal unterbrochen, können Sie smarte Gadgets trotzdem bedienen. Zu guter Letzt sehen wir – bedingt durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie – einen deutlichen Trend zu smarten Displays. Die teilweise monatelangen Lieferzeiten sprechen für sich.

 

Tipp
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