Mit der PlayStation 5 ist nun eine neue Generation der Sony-Spielekonsolen erschienen, doch welche Neuerungen gibt es im Vergleich zur PlayStation 4? Was Sony intern und extern verändert hat, fassen wir hier übersichtlich zusammen.

Marcel Schreiter
MarcelSchreiter
Marcel ist Gründer von Allround-PC.com und als Redakteur für das 1&1 Magazin tätig.
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Neues Konsolendesign

Wie bei jeder neuen Konsolengeneration bietet die PlayStation 5 in erster Linie ein frisches Design und mehr Leistung für eine bessere Spielegrafik. Der japanische Hersteller setzt auf ein exzentrisches und deutlich größeres Gehäuse gegenüber der PlayStation 4 und PlayStation 4 Pro. Das neue Modell ist primär für den stehenden Einsatz vorgesehen, kann aber weiterhin auf Wunsch auch liegend verwendet werden.

 

Die weiß gefärbten Seiten sind auffällig geschwungen und der Mittelteil glänzend schwarz und leicht abgerundet. An der Innenseite gibt es eine dezente LED-Beleuchtung, welche im Betrieb weiß erstrahlt. Sony hat das Gehäuse in erster Linie so groß gestaltet, um im Innenraum genügend Platz für die Kühlung zu erhalten.

Aktuellere Technik in allen Bereichen

Die leistungsstärkere Technik von AMD erzeugt nämlich viel Abwärme. Der Prozessor bietet acht Rechenkerne und 16 Threads, taktet mit bis zu 3,5 Gigahertz und basiert auf der Zen-2-Architektur. Letztere sorgt für Unterstützung von PCIe 4.0, also kommt ein entsprechender SSD-Massenspeicher mit 825 Gigabyte zum Einsatz, der einen Rohdurchsatz von 5,5 Gigabyte pro Sekunde erzielt. Die Festplatte der PlayStation 4 erreicht zum Beispiel lediglich etwas über 100 Megabyte pro Sekunde. Der schnelle SSD-Speicher ist fest auf der Platine verlötet, doch einen M.2-Steckplatz für eine zusätzliche SSD gibt es auch. Das bedeutet, dass die Speicherkapazität der PlayStation 5 erweitert werden kann, auch wenn das in diesem Fall nicht so komfortabel wie bei der neuen Xbox gelöst wurde.

 

Ebenfalls besser ist die spezielle AMD-Grafikkarte auf Basis der RDNA-2-Architektur, die eine Leistung von 10,3 Teraflops aufweist. Die Grafikkarte der PlayStation 4 schafft hingegen nur 1,84 Teraflops und bei der PS4 Pro sind es 4,2 Teraflops. Obendrein fällt der Arbeitsspeicher der PS5 mit 16 Gigabyte im Vergleich doppelt so groß aus.

 

Vorteile in der Praxis

Durch die aktuellere Hardware profitieren PS5-Besitzer von vielerlei Vorteilen. Ladezeiten in Spielen sind weitaus kürzer und generell dürften bei kommenden Titeln weniger Ladebildschirme auftauchen, da die SSD schnell genug ist, um neue Bereiche im Hintergrund vorab zu laden.

 

Aufgrund der höheren Prozessor- und Grafikleistung lassen sich mittels des HDMI-2.1-Anschlusses auf Fernsehern Spiele maximal in 4K-Auflösung mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde anzeigen. Die Grafikkarte bringt außerdem Unterstützung für Raytracing-Effekte mit sich, was für eine realistischere Beleuchtung in Spielen sorgt.

 

Ein frisches Menü (Dashboard) hat Sony der PS5 übrigens auch spendiert – Unterstützung für Wi-Fi 6 und ein USB-C-Anschluss auf der Front sind ebenfalls neu. Bei der regulären PlayStation 5, die offiziell knapp 500 Euro kostet, ist für physische Spiele und Filme ein 4K-BluRay-Laufwerk vorhanden, die 100 Euro günstigere PS5 Digital Edition verzichtet darauf.

Bessere Controller-Haptik

Mit dem DualSense genannten Controller hat Sony noch ein weiteres PS5-Highlight auf Lager. Dessen Aufbau ähnelt dem Vorgängermodell DualShock 4, aber der neue Controller ist leicht ergonomischer und weist eine andere Farbgebung auf. Als Ladeanschluss dient nun die gängige USB-C-Schnittstelle und die Akkulaufzeit soll etwas länger als zuvor sein.

 

Vor allem kommen im DualSense bessere Vibrationsmotoren zum Einsatz und es gibt nun adaptive Trigger. Letzteres bedeutet, dass die hinteren Tasten L2 und R2 einen richtigen Widerstand beim Drücken bieten können. In Rennspielen sorgt das etwa für ein realistischeres Pedalgefühl und in Shootern für die Simulation von Waffenrückstoß. Mit der vorinstallierten Anwendung Astro’s Playroom können Besitzer der PlayStation 5 die neuen Controller-Funktionen im Detail ausprobieren.

 

Die große Stärke der Sony-Konsolen waren bislang die Exklusiv-Spieletitel, doch davon gibt es zum Marktstart nur eine Handvoll. Richtig neue Blockbuster-Exklusivtitel für die PlayStation 5 kommen wohl erst im Laufe des Jahres 2021, wie auch bei den neuen Xbox-Konkurrenten, in den Handel.

 

Quelle:

Sony: https://www.playstation.com/de-de/ps5/