Oppo hat auf dem diesjährigen Inno Day einen ersten Ausblick in die Zukunft gewagt und zwei spannende Konzepte vorgestellt. Neben einem Smartphone mit ausrollbarem Display zeigt der Hersteller auch eine neue Brille für Inhalte der Augmented Reality. Was genau steckt dahinter und was plant Oppo für das nächste Jahr?

Marcel Schreiter
MarcelSchreiter
Marcel ist Gründer von Allround-PC.com und als Redakteur für das 1&1 Magazin tätig.
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In den letzten Jahren hat sich Oppo bereits früh mit neuartigen Funktionen auseinander, so hat der Hersteller beispielsweise mit ausfahrbaren Kamera-Modulen experimentiert oder als einer der ersten einen Fingerabdrucksensor unter einem Display verbaut. Dieses Jahr konnte Oppo bereits mit der Schnellladetechnologie Super VOOC 2.0 beeindrucken, die das Smartphone in unter 40 Minuten mit bis zu 65 Watt auflädt. Mit dem Oppo X 2021 und der Oppo AR Glass 2021 kommen nun zwei spannende Innovationen dazu.

 Oppo X 2021 – ausrollbares Smartphone

 

Das erste Highlight der Präsentation ist ein neues Smartphone-Konzept, welches über ein ausrollbares Display verfügt. Während andere Hersteller primär auf das sogenannte „Foldable“-Format mit einem klappbaren Bildschirm setzen, so lässt sich das flexible OLED-Display im Oppo X 2021 aus der linken Seite aus- und einrollen. Im Inneren sitzen dafür zwei spezielle Motoren, die das Smartphone konstant und flüssig in der Breite anwachsen lassen. Aus einem 6,7 Zoll Display wird dann ein 7,4 Zoll Display, das dementsprechend ein gutes Stück mehr Platz für zusätzliche Inhalte bietet.

 

Laut Oppo soll es durch den Scroll-Durchmesser, über den das Display gebogen wird, von 6,8 mm keine sichtbare Falte geben, wie es beispielsweise bei anderen Smartphones mit flexiblem Display der Fall ist. Darüber hinaus kommt eine spezielle 2-in-1 Platte unter dem Display zum Einsatz, die Zwischenräume unterstützen und so für die nötige Stabilität sorgen soll. Das sogenannte „Warp Track“-Laminat soll dem flexiblem Display weitere Stabilität verleihen, es besteht aus hochfestem Stahl und ähnelt einer Raupenkette.

 

Da das Oppo X 2021 ein technisches Konzept ist und besonders die ausrollbare Funktion im Fokus steht, gibt es keine weiteren Details zur Hardware-Ausstattung. Zudem steht noch nicht fest, ob und wann Oppo solch ein Gerät auf den Markt bringen könnte. Nachdem das Smartphone das nächste Jahr bereits im Namen trägt, wird es wohl erst 2021 weitere Details dazu geben.

 

Oppo AR Glass 2021 – Brille für Augmented Reality

 

Neben dem ausrollbaren Smartphone hat Oppo ein weiteres Konzept gezeigt, dass vielleicht bald schon zum Einsatz kommen könnte. Die Rede ist dabei von einer smarten AR-Brille, die Inhalte der „Augmented Reality“ darstellen kann. In diesem Bereich geht es um die „erweiterte Realität“, also das Hinzufügen von Informationen in ein reales Bild. Somit erhält die Oppo AR Glass 2021 kleine Displays, die bei Bedarf etwas in den eigenen Sichtbereich projizieren. Mit der neuen „Birdbath Optical Solution“ soll ein kontrastreiches, scharfes und großes Bild möglich sein. Laut Oppo entspricht die Darstellung einem 90 Zoll Bildschirm bei drei Metern Entfernung.

 

Das Design der AR-Brille ist weiterhin futuristisch, aber nicht mehr allzu auffällig. Im Vergleich zur ersten Variante, die letztes Jahr gezeigt wurde, ist die Brille rund 75 % leichter geworden und hat dennoch etwa 40 % mehr Leistung erhalten. Ein weitere Neuerung ist das Berechnen von Position und Kartierung in Echtzeit, möglich wird dies auch durch den Einsatz einer Fish-Eye- und ToF-Kamera. Letzteres kommt bereits in Smartphones zum Berechnen von Entfernungen zum Einsatz. Darüber hinaus lässt sich die Oppo AR Glass 2021 mit der Hand steuern, feine Sensoren erkennen insgesamt 21 Markierungen auf der Hand. Alternativ kann auch ein Oppo Find X2 Pro angeschlossen werden und für Touch- und Tipp-Eingaben genutzt werden.

 

Die Oppo AR Glass 2021 erhält bereits nächstes Jahr ein dediziertes Entwicklerprogramm. Auf dem Inno Day hat Oppo zudem mit CybeReal eine erste Anwendung vorgestellt, die reale Gegenstände in einer Stadt zu einem digitalen 3D-Modell umwandeln kann. Ein Marktstart der AR-Brille ist jedoch auch eher noch ungewiss.

 

 

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