Motorola legt das faltbare Razr als 5G-Variante neu auf. Optisch hat sich wenig getan, neben dem 5G-Modem liegen die meisten Verbesserungen im Detail.

Marcel Schreiter
MarcelSchreiter
Marcel ist Gründer von Allround-PC.com und als Redakteur für das 1&1 Magazin tätig.
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Das Klapp-Handy ist wieder in Mode

Smartphone-Hersteller probieren sich zur Zeit durch die verschiedenen Formen der faltbaren Smartphones. Da wären zum Einen die gewaltigen Foldables, wie dem Galaxy Z Fold von Samsung und dem Huawei Mate X, welche ausgeklappt geradezu Tablet-Dimensionen annehmen. Auf der anderen Seite gibt es den klassischen Ansatz von Motorola für Nostalgiker: Anstelle einen gewöhnlichen Smartphone-Bildschirm auf die doppelte Fläche auszuklappen, wird der faltbare Bildschirm des Motorola Razr wie beim Klapphandy der alten Schule auf die halbe Größe zusammengeklappt.

 

Nun legt der US-amerikanische Hersteller das Falt-Smartphone neu auf. Das Motorola Razr 5G wird in erster Linie natürlich um das namensgebende 5G-Modem erweitert, mit dem Nutzer für den neuen Mobilfunkstandard gewappnet sind. Allzu bahnbrechende Neuerungen sind ansonsten wohl nicht zu erwarten, Motorola konzentriert sich wohl auf Detailverbesserungen.

 

Gleiche Bildschirmgröße, kleineres Smartphone

Optisch hat sich nur wenig getan, allerdings ist die Neuauflage ein wenig kleiner geworden. Zwar misst der ausgeklappte OLED-Bildschirm im 21:9-Format weiterhin 6,2 Zoll, doch das Gehäuse ist ein wenig geschrumpft. Zusammengeklappt passt das Gerät jedoch weiterhin problemlos in jede Hosentasche und ist nun sogar mit 190 Gram noch ein Stück leichter geworden. Rund 200.000 Faltvorgänge soll das Scharnier laut Motorola ohne Probleme überstehen.

 

Die 5G-Kompatibilität stellt ein Snapdragon 765G Mittelklasse-SoC sicher. Auch der Speicherplatz wurde von 128 Gigabyte auf 256 GB verdoppelt, eine Erweiterung per MicroSD-Karte ist jedoch nicht möglich. Dafür ist neuerdings eine SIM-Karte mit an Bord und auch der Arbeitsspeicher wurde auf 8 GB erweitert. Auch die Akkukapazität hebt man auf 2.800 Milliamperestunden an, was jedoch zunächst keine Schlüsse auf die tatsächliche Akkulaufzeit zulässt. Laut Motorola soll der Nutzer damit „einen ganzen Tag ohne Aufladen unterwegs sein“, was jedoch vom Nutzungsverhalten abhängig sei.

 

Das Kamera-Setup des letzten Razr fiel mit fünf Megapixeln vorne und 16 Megapixeln hinten recht schwachbrüstig aus. Die 5G-Neuauflage setzt wohl weiterhin auf jeweils eine Kameralinse, diese wurden jedoch ordentlich überarbeitet. So verwendet die Hauptkamera nun einen 48-MP-Sensor mit optischer Stabilisierung. Hinzu kommt ein Time-of-Flight-Sensor für schnelleren Autofokus. Im zusammengeklappten Zustand dient die Hauptkamera als hochauflösende Selfie-Kamera. Die Frontkamera dient lediglich als Webcam für Videotelefonate und löst mit 20 MP auf.

Das Motorola Razr 5G ist ab sofort erhältlich und kostet 1.499,99 Euro.

 

Quellen:

https://blog.motorola.de/2020/09/09/minimal-trifft-maximal-mit-dem-neuen-motorola-razr-5g/

https://www.heise.de/news/Faltphone-Motorola-Razr-Neuauflage-mit-5G-4889501.html