Aus, aus und Vorbei! Es ist schon länger bekannt: Die jetztige Ausgabe des Internet Explorers von Microsoft (Version 11) bleibt die letzte Iteration des Browser-Klassikers. Nun aber hat das Unternehmen auch den Plan für das Ende des restlichen Lebenszyklus dieser Software, d. h. die Dauer des weiteren Supports, bekanntgegeben. Wir haben die Details für Sie zusammengetragen.

Goodbye to you my trusted friend

Es ist der finale Aufzug im Leben des Browser-Klassikers. Das Ende des hauseigenen Supports markiert für die Software den Zeitpunkt ihrer endgültigen Obsoleszenz. Dies gilt gerade für Internetbrowser in einem besonderen Maße. Ohne regelmäßige Updates oder Patches ist man hier nicht mehr vor Hackerangriffen oder Schadsoftware geschützt und es ist auch davon auszugehen, dass es zeitnah Kompatibilitätsprobleme bei der Abbildung aktueller Websites geben wird. Doch Microsoft hat sich beim Internet Explorer für einen Abschied in Schritten entschieden: Am 30. November 2020 wird zunächst die Unterstützung durch Microsoft Teams eingestellt. Ein knappes Jahr später, am 17. August 2021, fällt dann auch die Unterstützung durch die Mircosoft-365-Produkte weg. Hierzu zählen z. B. die Office-Suite, OneDrive und Outlook.

 

Doch wie lange wird der Browser selbst noch mit Updates versorgt werden? Fans können nochmal aufatmen. Erst mit Ende des Supports von Windows 10 am 14. Oktober 2025 muss sich endgültig von dem blauen Begleiter verabschiedet werden.

Eine Tür ins World Wide Web, 26 Jahre lang

Microsoft Internet Explorer 1.0
Quelle: Web Design Museum

Ein gewöhnlicher Tag im August des Jahres 1995: der Microsoft Internet Explorer erscheint in der Version 1.0. Doch wurde der Browser anfangs noch nicht gemeinsam mit dem Betriebssystem – damals Windows 95 – ausgeliefert. Wer in den Genuss des World Wide Webs kommen wollte, der musste in das zusätzliche Softwarepaket „Microsoft Plus!“ investieren. Erst mit Windows 95A und Windows NT 4.0 – ungefähr 1 Jahr später – schloss man das blaue „E“-Icon fest in das Auslieferungsrepertoire mit ein. Hieran sollte sich auch bis 2015 zunächst nichts mehr ändern. Erst in eben jenem Jahr erfolgte, nach der Veröffentlichung von Windows 10, ein schrittweiser Austausch durch den offiziellen Nachfolger, Edge.

 

Der richtige Browser fürs Smartphone
Auch auf dem Smartphone steht Microsoft Edge zum Download bereit. Wir haben uns für Sie bereits einmal die besten Browser im Hosentaschenformat angeschaut.

Tabula rasa: Microsoft Edge

Auf den meisten Windows-PCs dürfte der neue Microsoft-Browser, Edge, bereits zu finden sein. Eigentlich erinnert hier nur noch das Icon an den Vorgänger. Es ist ein entschlackter Neuentwurf. Während erste Versionen nach der Veröffentlichung im Jahr 2015 noch mit heftiger Kritik zu kämpfen hatten – bemängelt wurde vor allem das fehlende Polishing – erfreut sich der Browser seit dem Umstieg auf ein Chromium-Fundament 2018 einer immer größer werdenden Nutzer-Schar. Die Performance des Neulings weiß zu überzeugen, gerade bei der Beanspruchung von Arbeitsspeicher zeigt sich Edge, auch im Vergleich zu anderen Browser-Favoriten, als beeindruckend genügsam. Leider findet sich eine ähnliche Verbesserung aber nicht bei den Datenschutzeinstellung. Microsoft lässt auch weiterhin Optionen zur Regulierung von Tracking und Werbung vermissen. Laut Statista liegt Microsofts Edge mit einem Marktanteil von 4,1% (Stand: Juli 2020) weltweit auf dem vierten Platz der meistgenutzten Internetbrowser.