Samsung hat das Galaxy Note 20 sowie das Note 20 Ultra vorgestellt. Hier sehen Sie die Unterschiede zur Vorgängergeneration.

Marcel Schreiter
MarcelSchreiter
Marcel ist Gründer von Allround-PC.com und als Redakteur für das 1&1 Magazin tätig.
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Samsung hat die Galaxy Note 20 Serie offiziell enthüllt. Das Top-Smartphone bedient sich in vielen Punkten bei der Ausstattung des Flaggschiffs Galaxy S20 Ultra, hat für Business-Anwender jedoch zusätzlich den bekannten S-Pen mit an Bord. In diesem Beitrag stellen wir die Neuerungen vor, welche die neue Note 20-Serie von den Vorgängermodellen unterscheiden.

 

Einstiges Alleinstellungsmerkmal der Note-Serie war vormals eine ausladende Bildschirmfläche. Diese fiel gegenüber den regulären Smartphones der S-Serie deutlich größer aus, um dem ebenfalls exklusiven S-Pen ausreichend Spielraum zu bieten, einem ausziehbaren Stift für handschriftliche Notizen. Inzwischen scheint das Displaywachstum der ehemals als „Phablet“ (Phone-Tablet-Hybrid) bezeichneten Note-Geräte bei knapp 7 Zoll seinen Höhepunkt erreicht zu haben, während die größer werdenden Galaxy S-Modelle langsam aufholen.

Auf 10 folgt 20, auf Plus folgt Ultra: Die Galaxy Note-Generationen im Vergleich

Das nun vorgestellte Samsung Galaxy Note 20 Ultra misst 6,9 Zoll in der Diagonalen und ist damit genauso groß wie das Galaxy S20 Ultra. Die Displaygröße der Note-Reihe hat also keine allzu großen Sprünge gemacht, denn der Vorgänger Note 10+ liegt mit 6,8 Zoll knapp hinter den beiden Spitzenreitern. Das Note 20 Standardmodell ist dagegen auf 6,7 Zoll angewachsen, demgegenüber wirkt das Note 10 mit seinen 6,3 Zoll beinahe schmächtig.

 

Beide Note-Serien sind nach der Schutzklasse IP68 gegen das Eindringen von Wasser und Staub geschützt. Hinzu kommt kratzfestes Gorilla Glass 6 beim Note 10, Note 10+ und Note 20, das Note 20 Ultra verwendet hingegen das neue Gorilla Glass 7.

Gibt es Neuerungen beim Display?

Bei allen vier Displays kommt Samsungs eigene AMOLED-Technologie zum Einsatz, auch die mittig platzierte „Punch Hole“-Frontkamera bleibt unverändert. Die Note 10-Serie bot eine Bildwiederholfrequenz von 60 Hertz, unter den Nachfolgern macht nur das Note 20 Ultra den Sprung auf 120 Hz. Auch die Auflösung des Topmodells liegt bei 3.088 x 1.440 Pixeln (QHD+), während das Standardmodell mit 2.400 x 1.080 Pixeln (FHD+) auflöst. Die Auflösungsunterschiede zwischen Standard- und Ultra/Plus-Modell sind gegenüber der Vorgängergeneration gleich geblieben.

 

Im Inneren: neuer Prozessor für mehr Leistung

Mit dem Generationenwandel geht auch das obligatorische Hardware-Upgrade einher, Samsung tauscht den hauseigenen Exynos 9825 durch den neuen Exynos 990 SoC aus. Beide Octa-Core-Prozessoren werden im 7-nm-Verfahren gefertigt. Die regulären Modelle beider Serien sind mit acht Gigabyte Arbeitsspeicher ausgestattet, beim Plus/Ultra-Modell sind es jeweils 12 GB. Ähnlich sieht es bei den Gerätespeicher-Größen aus: Während Käufer der Standardmodelle mit jeweils 256 GB auskommen müssen, kann der wahlweise 256 GB oder 512 GB große Speicher der Note 10- und Note 20-Topmodelle mit einer MicroSD-Karte erweitert werden.

Mehr Akku-Kapazität für längere Laufzeiten

Die Akkukapazität wurde ebenfalls erweitert, hier stehen dem Note 20 und Note 20 Ultra nun 4.300 respektive 4.500 mAh zur Verfügung. Das Note 10+ konnte ebenfalls 4.300 mAh vorweisen, beim Note 10 waren es lediglich 3.500 mAh. Die Akkus werden mit 25 Watt schnell aufgeladen, alternativ besteht bei allen Geräten auch Wireless-Charging als Ladeoption.

108 MP Hauptkamera und bis zu 50x Zoom: großes Kamera-Upgrade für das Note 20 Ultra

Die wohl größten Unterschiede gibt es bei den verbauten Kameramodulen: Die beiden Note 10-Geräte verwenden eine nahezu identische Triple-Kamera mit einer 12-Megapixel-Hauptkamera, einem zweifach optischen Zoom-Sensor sowie einer Ultraweitwinkel-Kamera. Ähnlich sieht es beim neuen Note 20 aus, dessen Dreifach-Kamera jedoch Upgrades in Sachen Sensorgröße und Detailgrad erhält. Auch bietet sie nun dreifachen optischen sowie 30-fachen digitalen Zoom.

 

Das Note 20 Ultra fährt dagegen den leistungsstarken 108-MP-Sensor auf, der zuletzt auch beim S20 Ultra viel Aufsehen erregte. Bis zur fünffachen Zoom-Stufe wird das Bild optisch vergrößert, danach geht es digital bis zu 50 Mal näher an das Motiv heran. Die Ultraweitwinkel-Kamera mit 12 MP und der Blende f/2.2 kommt sowohl beim normalen Note 20 als auch bei der Ultra-Variante zum Einsatz. Die Frontkamera im Punch-Hole löst bei allen vier Modellen mit 10 MP auf und verwendet eine f/2.2 Blende.

 

Die sonstigen technischen Daten lesen sich generationenübergreifend weitgehend gleich. Unter den Displays sitzen Fingerabdrucksensoren zum Entsperren der Geräte, mit an Bord sind außerdem Wi-Fi 6, Bluetooth 5.0 sowie NFC. Während 5G-Konnektivität beim Note 20 für einen Aufpreis erhältlich ist, gehört ein 5G-Modem zur Grundausstattung des Galaxy Note 20 Ultra.

 

Käufer der Note 10-Modelle hatten eine größere Farbauswahl, mit Schwarz, Blau, Weiß, Pink, Rot und „Aura Glow“ gab es insgesamt sechs Optionen. Das Samsung Galaxy Note 20 ist in Grau, Bronze und Grün verfügbar, das Galaxy Note 20 Ultra gibt es dagegen in Schwarz, Bronze und Weiß.