Der deutsche Router-Spezialist AVM hat mit seiner FRITZ!Box-Reihe wohl ohne Frage den bekanntesten Router Deutschlands im Angebot. Das Unternehmen ist schon seit vielen Jahren am Markt und bringt laufend neue Modelle heraus. Wir helfen Ihnen, den richtigen Router für Ihr Heimnetzwerk zu finden.

Marcel Schreiter
MarcelSchreiter
Marcel ist Gründer von Allround-PC.com und als Redakteur für das 1&1 Magazin tätig.
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AVM FRITZ!Box und 1&1 HomeServer – Die Alleskönner

Wer sich heute auf die Suche nach einem neuen Router begibt, sucht in der Regeln nach einer neuen Zentrale für das eigene Heimnetzwerk. Im besten Fall benötigen Sie nur noch ein Gerät, das sämtliche Aufgaben im Netzwerk erledigt: Modem, Switch und WLAN-Access Point. All diese Aufgaben übernimmt eine FRITZ!Box für Sie.

Dies hat den großen Vorteil, dass die Einrichtungsarbeiten auf ein Gerät beschränkt bleiben und eine aufwändige Verkabelung in der Regel der Vergangenheit angehört.

 

AVM geht mit seinen Routern aber noch deutlich weiter. Einige Modelle bieten auch erweiterte Funktionen, wie DECT-Telefonie über Voice over IP (VoIP) oder stellen einen Netzwerkspeicher (NAS) samt Medienserver (DLNA) bereit.

 

Die richtige FRITZ!Box zu finden, fällt daher auf den ersten Blick gar nicht so leicht. Anhand von einigen Fragen leiten wir Sie im Folgenden durch den FRITZ!Box-Dschungel. Bei den 1&1 HomeServern greift 1&1 auf die jahrelange Partnerschaft mit AVM zurück: Beim 1&1 HomeServer handelt es sich um die FRITZ!Box 7520, beim 1&1 HomeServer+ um die 7530 und beim 1&1 HomeServer Speed+ um die 7590.

Wie gehen Sie ins Internet?

Der erste und wichtigste Schritt zur Identifikation Ihrer neuen FRITZ!Box ist, zu wissen, über welche Technologie Sie sich zukünftig mit dem Internet verbinden wollen.

In erster Linie ist die FRITZ!Box immer noch eine Modem-Router-Kombination, die Ihr Zuhause an das Internet anbinden soll. Damit das funktioniert, benötigen Sie selbstverständlich einen Router, der mit ihrem Anschluss kompatibel ist.

Zurzeit gibt es in Deutschland vier unterschiedliche Verfahren, die zu Bereitstellung von Internet verwendet werden:

 

 

Für alle diese Technologien bietet AVM spezielle FRITZ!Box-Modelle an.

Der Klassiker: DSL / VDSL-Router

Die DSL-Technologie inklusive VDSL mit Super Vectoring ist in Deutschland die am weitesten verbreitete Methode zur Verbindung mit dem Internet. AVM bietet in diesem Segment aktuell zwei Modelle an, die die neusten VDSL-Standards unterstützen: FRITZ!Box 7590 und FRITZ!Box 7530: der 1&1 HomeServer Speed+ und 1&1 HomeServer+. Einen Vergleich der 1&1 Router finden Sie hier. Hier macht AVM es Ihnen leicht: Wer besonders schnelles WLAN und Telefonie via ISDN benötigt, greift zur FRITZ!Box 7590. Alle anderen werden mit der FRITZ!Box 7530 glücklich.

 

Internet über das TV-Kabel: Kabel-Internet

Im Bereich des Kabel-Internets gab es in den letzten Jahren einen regelrechten Boom. Das hat vor allem etwas damit zu tun, dass TV-Kabel in fast jedem Gebäude verfügbar sind und die gute Abschirmung der Kabel im Gegensatz zum Kupferdraht bei DSL-Leitungen sehr viel höhere Bandbreiten ermöglicht.

 

Bei AVM stehen die FRITZ!Box-Modelle der 64xx, 65xx und 66xx Serie für die direkte Verwendung mit Kabelanschlüssen bereit. Dabei hat AVM auch schon zwei Geräte im Angebot, die den schnelleren DOCSIS 3.1 Standard unterstützen (FRITZ!Box 6591 Cable und FRITZ!Box 6600 Cable).

Die Power des Lichts: Glasfaser / FTTH

Wer bereits das Glück hat, eine direkte Anbindung via Glasfaser in seinen vier Wänden zu besitzen (Fiber to the Home), der braucht in der Regel ein spezielles Modem, um einen normalen Router verwenden zu können.

AVM hat aber auch diese Kunden nicht vergessen und bietet mit seinem FRITZ!Box-Modellen 5490 und 5491 bereits zwei Router an, die direkt an die Glasfaser angeschlossen werden können.

 

Hier fällt die Wahl für Sie am leichtesten. Wenn Sie einen Glasfaseranschluss mit GPON-Technologie (Gigabit Passive Optical Network) verwenden, greifen Sie zur FRITZ!Box 5491. Wer hingegen einen AON-Anschluss (Active Optical Network) verlegt bekommen hat, der setzt auf die FRITZ!Box 5490.

Internet über Funk: LTE

In einigen Gebieten ist die Anbindung an das Internet über Draht oder Glasfaser leider immer noch keine Option, wenn anständige Surf-Geschwindigkeiten erreicht werden sollen.

Für solche Gegenden kann die Verwendung von LTE eine Alternative sein. Der Zugriff erfolgt hier via Funk über das Mobilfunknetz.

Auch für LTE-Surfer hat AVM zwei verschiedene Modelle im Angebot, die die passende LTE-Technologie samt Antenne direkt eingebaut haben. Namentlich sind das die Modelle FRITZ!Box 6890 LTE sowie FRITZ!Box 6820 LTE.

 

AVM bietet aber bei vielen seiner FRITZ!Box-Geräte zusätzlich die Möglichkeit einen LTE-Stick via USB anzubinden und somit ebenfalls per Mobilfunknetz surfen zu können. Wer jedoch exklusiv über LTE ins Netz geht, sollte direkt auf einen spezialisierten Router setzen.

 

Tipp: Sie haben bereits Ihr eigenes Modem und wollen dieses auch weiterhin verwenden? Dann sollten Sie sich FRITZ!Box 4040 und 4020 genauer ansehen, die sich universell hinter jedem Modem einsetzen lassen. Dafür verzichten Sie hier auf ein integriertes Modem.

Welche Funktionen benötigen Sie in Ihrem Heimnetzwerk?

Nachdem wir die wichtigste Frage nach der Anschlusstechnologie geklärt hätten, wird die Entscheidung für Ihren nächsten Router schon stark erleichtert.

In der Regel bleibt die Wahl zwischen zwei oder drei verschiedenen Modellen im AVM-Portfolio übrig. Hier können Sie nun frei nach den benötigten Funktionen entscheiden, da die Basics von allen Modellen abgedeckt werden.

 

Ein wichtiger Punkt kann die Verfügbarkeit eines schnellen WLAN-Protokolls sein. Wenn Sie hierauf besonderen Wert legen, sollten Sie ein Modell mit WiFi 5 (ac) oder WiFi 6 (ax) wählen.

 

Außerdem muss geklärt werden, ob der neue Router auch die Funktion der zentralen Telefonanlage übernehmen soll. Mit diesem Kriterium schränkt sich die Auswahl noch einmal ein. Anwender, die dann neben VoIP noch ISDN benötigen, haben es besonders leicht: Das können nämlich nur (noch) die 7590 (1&1 HomeServer Speed+) und die 6890 LTE.

 

Funktionen wie einen Medien-Server oder einen integrierten 4 Port Gigabit-Ethernet-Switch bietet AVM hingegen bereits in fast allen seiner Geräte an.

Wichtig zu bedenken ist auch, wie viele Personen und wieviele Endgeräte das WLAN daheim nutzen wollen. Je mehr Menschen im Haushalt leben oder auch wenn Sie in dicht besiedelten Gebieten wohnen, ist ein Router mit schnelleren Geschwindigkeiten und bspw. MU-MIMO sinnvoll. Die AVM FRITZ!Boxen bzw. 1&1 HomeServer sind zudem in der Lage, den Funkkanal automatisch anzupassen und so auf weniger belegte Kanäle kurzfristig auszuweichen.

Router kaufen oder mieten?

Wer auf der Suche nach einem neuen Router ist, steht häufig auch vor dem Abschluss eines neuen Internetvertrages. Im Rahmen eines solchen Angebotes haben Sie nicht selten die Möglichkeit, einen neuen Router direkt zusammen mit Ihrem neuen Tarif zu mieten oder als Option mitzunutzen. Oft gibt es auch Aktionen, bei denen ein Einsteigermodell kostenlos zur Verfügung gestellt wird.

 

Ob Sie den Router zu einem monatlichen Preis mieten oder einmalig kaufen sollten, hängt natürlich von den gebotenen Konditionen ab. Als Hilfestellung kann aber folgende Frage dienen: Wie häufig haben Sie bisher Ihren Router gewechselt bzw. wie lange hat Ihr aktueller Router seinen Dienst verrichtet?

Diese Dauer kann Ihnen als Richtwert dienen, um die Mietkosten gegenüber dem einmaligen Kaufpreis zu vergleichen. So wissen Sie schnell, was finanziell mehr Sinn ergibt.

 

Bei 1&1 haben Sie die Möglichkeit einen 1&1 HomeServer im Rahmen einer Tarif-Option über die 24-monatige Vertragslaufzeit zu nutzen. Hierbei ist je nach Tarif auch noch jede Menge Platz für Ihre Daten im 1&1 Online-Speicher dabei. Nach den 24 Monaten geht der Router in Ihr Eigentum über.