Samsung springt vom Galaxy S10 direkt auf die Galaxy S20-Reihe und stellt drei neue Smartphones vor. Neben dem Galaxy S20 und S20+ bekommt die Serie auch ein Ultra-Modell dazu, das sich von den beiden kleineren Modellen nochmal absetzen soll. Dennoch bietet das Trio einen ähnlichen Funktionsumfang und ein paar spannende Tipps, um den Alltag zu vereinfachen. Wir haben die wichtigsten Tipps für Sie zusammengefasst.

Marcel Schreiter
MarcelSchreiter
Marcel ist Gründer von Allround-PC.com und als Redakteur für das 1&1 Magazin tätig.
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Anzeige: Bildschirmmodus (Farben und Weißabgleich)

Die neuen Smartphones der Galaxy S20 Reihe kommen mit einem schicken AMOLED-Bildschirm daher, der über knackige Farben verfügt. Doch nicht jeder Nutzer mag es, wenn die Farben zu lebendig dargestellt werden. Hierfür bietet das Galaxy S20 in den Einstellungen unter Anzeige den Menüpunkt „Bildschirmmodus“. Dort kann sich der Nutzer zwischen den Modi „Natürlich“ (eine sanfte Farbdarstellung) und „Natürlich“ (eine kräftigere Farbdarstellung) entscheiden. Bei letzterem ist noch ein Weißabgleich möglich, der fünf verschiedene Farbtöne zwischen kühl und warm ermöglicht. Darüber hinaus steht noch eine erweiterte Einstellung zur Verfügung, in der die Farben Rot, Grün und Blau separat voneinander reguliert werden können.

Galaxy S20: Bildschirmauflösung einstellen

Neben der knackigen Darstellung durch die OLED-Technologie bietet das Display der Galaxy S20-Smartphones auch eine hohe Auflösung, allerdings muss das Display nicht unbedingt immer die höchste Auflösung darstellen. In den Einstellungen unter Anzeige im Menü „Bildschirmauflösung“ kann sich der Nutzer zwischen drei Modi entscheiden. Neben der vollen WQHD+ Auflösung (3.200 x 1.440 Pixel) stehen auch FHD+ (2.400 x 1.080 Pixel) sowie HD+ (1.600 x 720 Pixel) zur Auswahl. Je höher die Auflösung, desto schärfer ist die Darstellung – allerdings steigt damit auch der Energieverbrauch.

 

Bildwiederholrate wählen

Darüber hinaus bietet die Galaxy S20 Reihe auch eine erhöhte Bildwiederholfrequenz von 120 Hz, bisher waren Smartphones lediglich mit 60 Hz oder teilweise mit 90 Hz-Displays ausgestattet. Durch die höhere Wiederholrate wird das Displaypanel öfter aktualisiert und kann Bewegungen, beispielsweise beim Scrollen durch Inhalte, deutlich geschmeidiger darstellen. In den Einstellungen unter Anzeige stehen zwei Modi im Menüpunkt „Bildwiederholrate“ zur Auswahl. Der Nutzer kann sich dabei entweder für 60 Hz oder 120 Hz entscheiden, allerdings ist bei 120 Hz die volle WQHD+ Bildschirmauflösung von 3.200 x 1.440 Pixel nicht möglich – das Smartphone schaltet dann automatisch auf FHD+ mit 2.400 x 1.080 Pixel.

 

Tipp
Damit beim Wechsel auf ein neues S20 Gerät keine Daten verloren gehen, haben wir für Sie zusammengefasst, wie Sie alle Daten einfach auf Ihr neues S20 übertragen können und wie die weitere Einrichtung des Galaxy S20 funktioniert.

Dark Mode aktivieren

Ein weiterer Vorteil der OLED-Technologie ist die deutlich bessere Darstellung von schwarzen Inhalten. Die einzelnen Pixel sind dabei komplett ausgeschaltet, ermöglichen ein tieferes „Schwarz“ als bei LCD-Bildschirmen und sparen zudem Energie ein. Dadurch eignen sich nicht nur dunkle/schwarze Hintergrundbilder sehr gut für eine lange Akkulaufzeit, auch der „Dark Mode“ empfiehlt sich. In den Einstellungen unter Anzeige findet sich direkt am Anfang eine Auswahl zwischen „Hell“ und „Dunkel“. Darunter finden sich weitere Einstellungen für den dunklen Modus, beispielsweise ein Zeitplan sowie ein adaptiver Farbfilter.

 

Navigationsleiste und Gestensteuerung

Die Smartphones der Galaxy S20 Reihe können ganz klassisch über die Navigationsleiste bedient werden, hierfür stehen zwei verschiedene Anordnungen zur Auswahl. Alternativ gibt es jedoch auch eine Gestensteuerung, die Samsung in zwei Ausführungen anbietet. Neben „von unten streichen“ mit drei Linien, die die klassischen Elemente der Navigationsleiste ersetzen, kann sich der Nutzer auch für eine vollständige Steuerung mit drei Gesten entscheiden. Zum Startbildschirm geht es mit einem „Wisch“ vom unteren Bildschirmrand nach oben - die Übersicht der zuletzt geöffneten Apps erscheint, wenn diese Geste festgehalten wird – zurück gelangt man über einen „ Wisch“ von der Displayseite (links oder rechts) zur Displaymitte.

Töne und Vibration: Dolby Atmos und Equalizer

Die Samsung Galaxy S20-Reihe setzt auf einen qualitativ guten Stereo-Sound und nutzt hierfür den starken Lautsprecher auf der Unterseite sowie den Lautsprecher unter dem Display, der sonst zum Telefonieren genutzt wird. Um den Klang noch etwas zu verbessern, gibt es in den Einstellungen unter Töne und Vibration im Menü „Tonqualität und Effekte“ das „Dolby Atmos“ Sound-Tuning. Der Klang soll damit je nach Inhalt nochmal etwas hochwertiger werden. Darüber hinaus gibt es noch den Equalizer, bei dem der Klang auf den eigenen Geschmack angepasst werden kann. Des Weiteren steht die Funktion „Adapt Sound“ zur Verfügung, die Anrufe, Musik und Videos je nach Alter verstärken kann – beispielsweise stärkere Bereiche in den hohen, mittleren Frequenzen für Nutzer zwischen 30 und 60 Jahren.

Sperrbildschirm: Always On Display

Durch die immer größer werdenden Displays samt schmaleren Seitenränder ist kaum Platz mehr für eine Benachrichtigungs-LED auf der Front. Alternativ kann dafür das „Always On Display“ genutzt werden, welches in den Einstellungen unter Sperrbildschirm aktiviert werden kann. Der Nutzer kann sich für drei Darstellungsvarianten entscheiden, darunter zum Beispiel „immer anzeigen“ oder „zum Anzeigen tippen“. Darüber hinaus stehen mehrere Uhren-Designs zur Auswahl, zum Beispiel mit analogen Uhren, digitalen Uhren oder Bildern.

 

Erweiterte Funktionen: Einhändiger Modus

Unter „Erweiterte Funktionen“ bieten das Galaxy S20, S20+ und S20 Ultra weitere spannende Features, die sonst vielleicht nicht direkt auffallen würden. Dazu zählt auch der einhändige Modus, der sich besonders beim Galaxy S20 Ultra mit seinem riesigen 6,9 Zoll Display eignet. Ist der Modus aktiviert, kann die verkleinerte Anzeige durch eine Geste oder Schaltfläche aktiviert werden. Anschließend verkleinert das System die Anzeige auf ca. 4,2 Zoll – etwas größer als das Display des iPhone 5. Sehr praktisch: die kleinere Darstellung kann entweder links oder rechts an die Seite geschoben werden, der einhändige Modus lässt sich also mit beiden Händen bedienen.

Smartphone mit PC verbinden: Link zu Windows

Vor allem am Arbeitsplatz sehr praktisch ist die Funktion „Link zu Windows“, die für eine effizientere Arbeitsweise zwischen Computer und Smartphone sorgt. Das Galaxy S20, S20+ oder S20 Ultra kann sich mit dem PC verknüpfen und gibt anschließend einige Funktionen frei – dazu zählen beispielsweise das Verwalten und Schreiben von SMS, das Live-Teilen des Smartphone-Bildschirms oder auch das einfache „Drag & Drop“ von Fotos aus der Smartphone-Galerie direkt auf den Computer. Für „Link zu Windows“ ist ein Microsoft-Konto notwendig, ein Windows 10 Computer und die „Ihr Smartphone“-App auf dem Computer (erhältlich im Microsoft-Store). Nach dem Akzeptieren einiger Berechtigungen verbindet sich das Smartphone über WLAN (und ggf. Bluetooth für Anrufe) mit der App.

 

 

 

Dual-SIM: Dual Messenger Funktion

Mittlerweile ist „Dual-SIM“ ein fester Bestandteil der Galaxy S-Reihe geworden, somit bieten auch Galaxy S20, S20+ und S20 Ultra die Möglichkeit zwei SIM-Karten gleichzeitig nutzen zu können. Das kollidiert jedoch häufig mit Messenger-Apps, die nur eine SIM-Karte unterstützen. Mit Dual Messenger kann das Smartphone jedoch eine zweite App-Instanz erstellen und ermöglicht so auch die Nutzung von Messenger-Diensten der zweiten SIM-Karte. In den Einstellungen unter „Erweiterte Funktionen“ steht der Menüpunkt „Dual Messenger“ zur Verfügung, dort werden jedoch nur Apps angezeigt, die installiert sind und unterstützt werden – Beispiele sind WhatsApp, Facebook, WeChat oder Telegram. Darüber hinaus kann die Kontaktliste für die Zweit-Apps getrennt werden, doch das ist optional.

Eingabehilfe: Bildschirmleseprogramm etc.

Unter „Eingabehilfe“ finden Nutzer weitere Funktionen, um die Nutzung der Galaxy S20-Smartphones zu vereinfachen, beispielsweise in Hinsicht auf Verbesserungen der Sichtbarkeit oder Verbesserungen für das Hören. Dazu zählt auch das Bildschirmleseprogramm, was Nutzern mit schlechtem Sehvermögen helfen kann. Es bietet zunächst eine grundlegende Einführung und benötigt dafür den Voice Assistant, der die Anzeige steuern und Aktionen durchführen kann. Unter Einstellungen finden sich weitere Funktionen wie Anrufer-ID vorlesen, Vibrations- und Ton-Feedback oder Tastenkombinationen. Von einem großen Teil der Nutzer werden diese Funktionen wohl nicht genutzt, allerdings ist es sehr lobenswert, dass Samsung die Eingabehilfe integriert – deswegen sollte sie erwähnt werden!