Huawei hat mit dem Mate Xs den verbesserten Nachfolger des Mate X Falt-Smartphones vorgestellt. Im Gegensatz zum Vorgänger wird das neue Foldable auch in Deutschland erhältlich sein. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Verbesserungen Huawei vorgenommen hat und zu welchem Preis das faltbare Smartphone nach Deutschland kommt.

Marcel Schreiter
MarcelSchreiter
Marcel ist Gründer von Allround-PC.com und als Redakteur für das 1&1 Magazin tätig.
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Produkt-Launch trotz Ausfall des MWC

Eigentlich sollte vergangene Woche in Barcelona der Mobile World Congress 2020 abgehalten werden, bei dem jährlich zahlreiche Aussteller aus aller Welt ihre brandneuen Mobilfunkprodukte wie Smartphones präsentieren. Im Zuge der Coronavirus-Epidemie sagte jedoch eine steigende Zahl an Herstellern die Teilnahme ab, woraufhin die Messe schlussendlich vollständig gestrichen wurde.

 

Nichtsdestotrotz fanden die geplanten Präsentationen statt, in vielen Fällen konnten Zuschauer weltweit per Live-Stream einen ersten Blick auf neue Smartphones, Notebooks und Co. werfen. Mitarbeiter von Huawei waren auch persönlich in Barcelona vor Ort und konnten Pressevertretern so direkte Präsentationen neuer Produkte anbieten.

Verbessertes Mate X – dieses Mal auch in Deutschland

Zu den diesjährigen Highlights zählt das Huawei Mate Xs, eine verbesserte Version des Foldable Smartphones Mate X. Das erste faltbare Smartphone des chinesischen Herstellers schaffte es nicht nach Deutschland, sein direkter Nachfolger soll dagegen auch hierzulande erhältlich sein.

 

Huawei sieht bei der überarbeiteten Version allerdings von allzu umfangreichen Änderungen ab, einige Aspekte wurden lediglich im Detail verbessert. So ist auch das Mate Xs mit einem faltbaren OLED-Display im 8 Zoll Großformat ausgestattet. In seiner vollen Pracht beträgt die Auflösung 2.200 x 2.480 Pixel, zusammengeklappt misst das Frontdisplay 6,6 Zoll bei 1.148 x 2.480 Bildpunkten.

 

Das „Falcon Wing“-Scharnier wurde zusätzlich verstärkt und wird nun aus strapazierfähigerem Zirkonium-Flüssigmetall gefertigt. Mehr als einhundert Einzelteile sollen beim komplexen Faltvorgang zusammenarbeiten.

Dreifach-Kamera wird mitgeklappt

Huawei macht sich die besondere Beschaffenheit der Foldable-Technik zunutze: Die Triple-Kamera auf der Rückseite wird beim Umklappen nicht verdeckt, sondern fungiert auch als Frontkamera für hochauflösende Selfies. Der Leica-Hauptsensor schießt Fotos mit 40 Megapixel und erhält Unterstützung von einer 8-MP-Telefoto-Kamera für weit entfernte Motive sowie einer Ultraweitwinkel-Kamera mit 16 MP Auflösung. Ein zusätzlicher Tiefensensor hilft darüber hinaus beim Knipsen schicker Portraitfotos mit Bokeh-Effekt.

 

Angetrieben wird das Huawei Mate Xs nun durch einen schnelleren Kirin 990 Achtkern-SoC mit bis zu 2,86 GHz Taktfrequenz. Das Vorgängermodell nutzt hingegen noch den älteren Kirin 980 SoC. Die Speicherausstattung ist mit 8 Gigabyte Arbeitsspeicher und 512 GB internem Speicher unverändert geblieben, ebenso wie der 4.500 mAh starke Akku. Dieser teilt sich auf die beiden Gehäusehälften auf und soll sich mit 55 Watt in 30 Minuten von Null auf 85 Prozent laden lassen.

 

Als High-End-Flaggschiff ist auch das Huawei Mate Xs mit einem integrierten 5G-Modem ausgestattet. Es kommt zwar Android 10 als Betriebssystem zum Einsatz, Käufer müssen allerdings auf sämtliche Google-Dienste wie den Playstore verzichten. Huawei greift ersatzweise auf die eigene AppGallery zurück, welche weitgehend ähnliche Funktionen bieten soll. Alternativ können visierte Kunden die Google-Dienste manuell installieren. Das Huawei Mate Xs soll Mitte März im deutschen Handel erhältlich sein, der Preis liegt bei 2.499 Euro.

 

Quellen:

https://www.areamobile.de/Mate-Xs-Handy-275769/News/Huawei-Mate-Xs-Release-Termin-des-Galaxy-Fold-Konkurrenten-1344234/

https://www.allround-pc.com/news/2020/huawei-mate-xs-verbessertes-mate-x-kommt-mitte-maerz-nach-deutschland