Wir speichern heutzutage unzählige Daten auf unserem Smartphone, darunter Fotos sowie Videos und auch Apps nehmen Platz in Anspruch. Die Speicherkapazität ist daher ein wichtiges Kriterium beim Smartphone-Kauf. Wir verraten Ihnen in diesem Artikel, wie viel Speicher ein Smartphone wirklich braucht.

Marcel Schreiter
MarcelSchreiter
Marcel ist Gründer von Allround-PC.com und als Redakteur für das 1&1 Magazin tätig.
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Das sind die geläufigsten Speichervarianten

Android SpeicherSmartphone-Hersteller bieten ihre Smartphones in verschiedenen Speicherkonfigurationen an. Die geläufigsten sind heutzutage 32, 64, 128, 256 und 512 Gigabyte. Einige Smartphones sind sogar mit 1 Terabyte ausgestattet, die Auswahl ist aber bisher überschaubar.

 

Doch wie viel Speicher braucht ein Smartphone wirklich? Die Antwort hängt stark vom persönlichen Nutzungsverhalten ab. Manche Personen führen ihre Fotosammlung der letzten fünf Jahre mit sich, während andere Nutzer wiederum regelmäßig Platz freiräumen, indem sie ältere Dateien und Fotos auf dem Computer sichern.

32 Gigabyte sind das heutige Minimum

Von absoluten Einsteiger-Smartphones abgesehen, gibt es nur noch wenige Geräte mit weniger als 32 Gigabyte Speicher. Bei einem Smartphone mit aktueller Android-Version sollte das auch das Minimum sein.

 

Nehmen wir als Beispiel das Xiaomi Mi Note 10 mit Android 10: Bei diesem Gerät belegt allein das Betriebssystem knapp 11 Gigabyte des vorhandenen Speicherplatzes. Bei einem Smartphone mit 16 Gigabyte wäre somit kaum noch Platz vorhanden, um Apps zu installieren und Fotos zu speichern. Hinzu kommt, dass die vom Hersteller angegebene Kapazität aufgrund der Formatierung etwas geringer ausfällt.

 

Beim Kauf eines Smartphones mit Android 10 empfehlen wir daher ein Modell mit mindestens 32 Gigabyte. Mit dieser Speicherkapazität haben Sie genügend Platz, um viele Apps herunterzuladen und zahlreiche Bilder zu speichern. 32 Gigabyte stellen wie gesagt jedoch das Minimum dar, denn wer viel fotografiert und Mobile Games auf dem Smartphone spielt wird sonst schnell an seine Grenzen kommen.

 

In diesem Fall empfehlen wir sogar ein Smartphone mit mindestens 64 Gigabyte Speicherplatz. Insbesondere hochpreisige Smartphones wie das iPhone 11 werden meistens nur noch ab 64 Gigabyte aufwärts verkauft. Der Preis für zusätzlichen Speicher steigt jedoch stark an und steht meist nicht im Verhältnis zum dazugewonnenen Speicherplatz.

Speicher mit microSD-Karte erweitern

Viele Android-Smartphones besitzen einen integrierten microSD-Kartenleser. In diesen können die kompakten Speicherkarten eingeschoben werden, sodass dem Nutzer fortan zusätzlicher Speicherplatz zur Verfügung steht.

 

Eine microSD-Karte ist in der Regel deutlich günstiger, als die teurere Speicherkonfiguration des Smartphones zu wählen. Ein Beispiel: das Samsung Galaxy S10 kostet mit 128 Gigabyte 699 Euro, für 512 Gigabyte verlangt Samsung einen Aufpreis in Höhe von 200 Euro. Eine 512 Gigabyte große microSD-Karte ist hingegen für circa 100 Euro erhältlich, 400 Gigabyte kosten nur die Hälfte.

 

Die Karte sollte idealerweise mindestens den A1-Standard unterstützen. Mit diesem wird sichergestellt, dass auf der microSD ausgelagerte Apps schneller starten und laden als auf Speicherkarten ohne den Standard.

 

Mehr zum Thema: Welche Ausstattung braucht ein Smartphone eigentlich?

Cloud-Dienste nutzen

Smartphones wie das Google Pixel 4 bieten keine nachträgliche Speichererweiterung, gleiches gilt für die iPhones von Apple. Es gibt auch für diese Geräte die Möglichkeit einer physischen Speichervergrößerung in Form von Adaptern, allerdings müssen diese an den USB- beziehungsweise Lightning-Anschluss angeschlossen werden.

 

Eine komfortablere Alternative sind Cloud-Dienste, bei denen Nutzer ihre Smartphone-Inhalte auf dem Server des jeweiligen Anbieters hochladen. Google Fotos ist eine gute Lösung, um Fotos und Videos in der Cloud zu speichern.

 

Der Dienst ist kostenlos, solange Sie Fotos komprimiert hochladen. Fotos lassen sich zwar auch in Originalgröße hochladen, werden aber vom Speicherplatz des Google-Kontos abgezogen. In der kostenlosen Variante stehen Nutzern immerhin 15 Gigabyte zur Verfügung, allerdings müssen diese mit anderen Diensten wie Gmail geteilt werden.

 

Für iPhone-Nutzer empfiehlt sich die Verwendung der Apple iCloud. Im kostenlosen Abonnement stehen 5 Gigabyte Speicherplatz zur Verfügung, das Volumen erhöht sich für 0,99 Euro auf 50 Gigabyte.

 

Falls Sie sich für zu wenig Speicher entschieden haben, haben sie somit zahlreiche Möglichkeiten, diesen auch nachträglich noch zu vergrößern.