Das Apple iPhone 11 besitzt eine Funktion, die wahrscheinlich nur wenigen Nutzern bekannt sein dürfte. Im iPhone ist der sogenannte Apple U1-Chip integriert, der mit Ultrabreitband arbeitet und die Air Drop-Funktion verbessern soll.

Marcel Schreiter
MarcelSchreiter
Marcel ist Gründer von Allround-PC.com und als Redakteur für das 1&1 Magazin tätig.
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Der U1-Chip verbessert die Air Drop-Funktion

Die Technik funktioniert ähnlich wie GPS, allerdings auf deutlich kürzeren Distanzen – beispielsweise in kleineren Räumen. Aktuell profitiert davon die Air Drop-Funktion, mit der Dateien zwischen Apple-Geräten ausgetauscht werden können. Mit dem U1-Chip soll der Datenaustausch noch schneller und präziser vonstattengehen.

 

Über das Ultrabreitband (UWB) wird die Position eines anderen iPhone 11 im Raum identifiziert und die Daten anschließend gezielter übermittelt. Bisher konnten der Chip und dessen Tracking nicht manuell deaktiviert werden. Dem Journalisten Brian Krebs fiel auf, dass das iPhone 11 den Standort trotz deaktivierter Standorterkennung registriert.

 

Apple teilte anschließend mit, dass dies zur Standortbestimmung an „kritischen Orten“ nötig war. Die UWB-Technik darf in regionalen Bereichen nicht eingesetzt werden, dementsprechend musste das iPhone den Standort prüfen und den U1-Chip daraufhin deaktivieren. Die Standortdaten sollen laut Apple nicht das iPhone verlassen haben, dennoch scheint der neue „Schalter“ wohl eine Antwort auf die Kritik im Dezember 2019 zu sein.

Zweite Beta von iOS 13.3.1 mit manueller Chip-Deaktivierung

iPhone 11 im TestDie zweite Beta von iOS 13.3.1 soll die Abschaltung mit sich bringen, bisher ist sie jedoch nur Entwicklern vorbehalten. Neben der Standorterkennung über GPS soll damit auch die manuelle Deaktivierung des U1-Chips ermöglicht werden. Die Abschaltung befindet sich in den Systemeinstellungen unter den Ortsdiensten bei den Systemdiensten. Wann die finale iOS-Version für alle iPhone-Nutzer verteilt wird, ist derzeit noch unklar.

 

Apple wird die Ultrabreitband-Technik aber weiter ausbauen, sie soll vor allem bei Augmented Reality zum Einsatz kommen. Darüber hinaus wird schon seit einiger Zeit ein sogenanntes „Apple Tag“ erwartet, das ein smartes Tracking von Gegenständen erlaubt – beispielsweise von Schlüsseln. Der Hersteller aus Cupertino wird also weiter an seinem U1-Chip arbeiten und so den Funktionsumfang von iPhone und Co. erweitern.

 

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