Oneplus hat auf der Elektronikfachmesse CES 2020 ein Konzept-Smartphone vorgestellt. Mittels selbsttönendem Spezialglas werden die Kameralinsen des OnePlus Concept One nur bei deren Nutzung sichtbar.

MartinFischer
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Technische Daten zum Concept One Smartphone des chinesischen Hersteller OnePlus gibt es wenige. Im Fokus steht aber ganz klar die neue Technologie, wodurch die Dreifachkamera auf der Rückseite wie von Zauberhand verschwindet. Johannes Knapp von Newgadgets.de hat sich den Prototyp für uns vor Ort angeschaut und berichtet im folgenden Hand-On Video von seinen ersten Eindrücken.

 

 

Die Technik hinter dem OnePlus Concept One ist ein echter Hingucker: Dank elektrochromatischem Glas lassen sich die Kameras verbergen. Diese Technologie wird unter anderem auch im McLaren 720S genutzt. Oneplus arbeitet seit längerem mit dem Autohersteller zusammen und hat die spannende Technik in ihr Konzept-Smartphone einfließen lassen.

Elektrochromes Glas: Mehr als ein Design-Element

Auf der Rückseite des Smartphones ist zwischen zwei Glasscheiben, die über dem Kamaramodul liegen, ein elektrochromes Material verbaut. Durch Gleichspannung kann dieses Spezialglas seine Lichtdurchlässigkeit verändern. Mit 0,35 Millimetern ist das elektrochrome Glas so dünn wie z.B. ein Displayschutz.

Öffnet man die Kamera-App, verringert sich die Gleichspannung, so dass alle drei Kameraobjektive und der Blitz zum Vorschein kommen. Dabei wechselt das "Zauber-Glas" von undurchsichtig auf transparent binnen 0,7 Sekunden.

Beim Schließen der Kamera-App wird die Spannung wieder angelegt, und das Glas verdunkelt sich. Das Kameraglas lässt sich im abgedunkelten Zustand kaum von dem normalen Glas auf der Rückseite des Smarphones unterscheiden und verschmilzt mit dem Design. Lediglich bei starkem Lichteinfall sind die Kameralinsen leicht zu erkennen.

Dies hat laut Oneplus  einerseits einen ästhetischen Hintergrund. Durch den Trend zu drei oder mehr verbauten Kameralinsen würden das Design von Smartphones nicht schöner. Durch das kaschieren der Kameras erhält der Hersteller auch wieder mehr Kontrolle über das Design.

Neben dem genannten Design-Aspekt hat diese Technologie aber auch einen weiteren Vorteil - und zwar für die  Fotografie. Das intelligente Glas kann hier auch wie ein ND-Filter genutzt werden. In der Kamera-App lässt sich im Pro-Modus die Verdunkelung einfach als ND-Filter zuschalten.

Besonders bei sehr grellem Umgebungslicht oder wenn eine Langzeitaufnahme bei Tageslicht gemacht werden soll ist dieser Filter äußerst hilfreich.