Früher haben sich hauptsächlich Notebooks und Smartphones mit dem heimischen WLAN verbunden. Inzwischen können auch Geräte wie der Saugroboter und der Kühlschrank auf das Funknetz zugreifen. Wir zeigen Ihnen in diesem Artikel, wie Sie Ihr WLAN sicher machen, um sich vor fremden Zugriffen zu schützen.

Marcel Schreiter
MarcelSchreiter
Marcel ist Gründer von Allround-PC.com und als Redakteur für das 1&1 Magazin tätig.
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WPA-Verschlüsselung aktivieren

Der erste Schritt zu einem sicheren WLAN ist das Einrichten einer WPA-Verschlüsselung. Geräte können sich somit erst nach Eingabe des korrekten Netzwerkschlüssels mit dem WLAN verbinden.

 

Wenn Sie einen 1&1 HomeServer oder eine aktuelle FritzBox besitzen, finden Sie die Funktion in der Benutzeroberfläche Ihres Routers unter „WLAN“ und dort unter „Sicherheit“. Die Benutzeroberfläche lässt sich durch Eingabe von „fritz.box“ in der Adresszeile des Browsers erreichen.

 

Wir empfehlen die WPA2-Verschlüsselung, da diese aktuell die höchste Sicherheit gewährleistet. Der Netzwerkschlüssel sollte außerdem nicht zu leicht zu erraten sein. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt für WPA2 eine Länge von mindestens 20 Zeichen und gibt auf einer eigens eingerichteten Seite weitere Tipps zur Erstellung des richtigen Passwortes.

 

SSID ändern

Hinter der Bezeichnung „Service Set Identifier“ (SSID) versteckt sich der öffentlich sichtbare Name des WLANs. Sie sollten die SSID umbenennen, sodass diese möglichst wenige Hinweise auf den Betreiber und den Verwendungszweck (privat oder geschäftlich) zulässt.

 

Wir bleiben beim Beispiel der 1&1 HomeServer sowie FritzBox: Rufen Sie die Benutzeroberfläche auf und navigieren Sie zu „WLAN“ -> “Funknetz“. Am unteren Ende befindet sich der Menüpunkt „Funknetz-Name“ der auch „Name des WLAN-Funknetzes (SSID) enthält.

 

Gastzugang einrichten

Wer Besucher empfängt, wird häufig nach dem WLAN-Passwort gefragt. Gäste stellen allerdings ein potenzielles Sicherheitsrisiko dar, da beispielsweise Schädlinge auf den Geräten installiert sein können, die das Netzwerk infiltrieren.

 

Daher empfiehlt sich die Einrichtung eines WLAN-Gastzugangs, um Ihren Gästen trotzdem einen WLAN-Zugang zu gewähren. Der Gastzugang ist ein zusätzliches Funknetz mit separaten Sicherheitseinstellungen und ohne Zugriff auf das eigentliche Heimnetzwerk.

 

Sie finden die Option unter „WLAN” und „Gastzugang und können mit der Option „Internetanwendungen beschränken“ festlegen, ob die Gäste nur surfen und mailen können. Mit der FritzApp WLAN können Sie die Zugangsdaten unter dem Punkt „WLAN teilen“ in Form eines scanbaren QR-Codes freigeben.

 

WLAN-Zeitschaltung nutzen

Unbefugte können erst gar keinen Zugriff auf das WLAN erhalten, wenn dieses nicht aktiv ist. Der 1&1 HomeServer und die FritzBox bieten eine WLAN-Zeitschaltung, die das WLAN zu bestimmten Zeiten abschaltet.

 

Die Option befindet sich unter „WLAN“ und dort unter „Zeitschaltung“. Hier können Sie das WLAN täglich zu immer der gleichen Uhrzeit abschalten oder einen Zeitplan erstellen, um für jeden Wochentag unterschiedliche Zeiten festzulegen.

 

WPS deaktivieren

Das Wi-Fi Protected Setup (WPS) ermöglicht einen schnellen Verbindungsaufbau eines WLAN-fähigen Gerätes mit dem Router. Hierzu muss an dem jeweiligen Gerät lediglich das WLAN-Netz ausgewählt und am Router die WPS-Taste gedrückt werden. Anschließend wird die Verbindung automatisch und ohne die manuelle Eingabe des Passwortes aufgebaut.

 

WPS wird inzwischen jedoch als Sicherheitsrisiko angesehen, da für einen gewissen Zeitpunkt jedes in WLAN-Nähe befindliche Geräte verbunden werden kann. Sie sollten die Option deswegen am besten deaktivieren, was unter „WLAN“ -> „Sicherheit“ und dort unter dem Reiter „WPS-Schnellverbindung“ möglich ist.

 

Quellen

 

https://avm.de/ratgeber/sicherheit-mit-avm/sicher-im-wlan/

https://avm.de/service/fritzbox/fritzbox-7490/wissensdatenbank/publication/show/3467_FRITZ-Box-absichern/