Das Honor 20 Pro wurde bereits im Frühsommer dieses Jahrs vorgestellt, hatte dann jedoch aufgrund des Banns der US-Regierung einige Startschwierigkeiten. Nun ist das Smartphone endlich im Handel verfügbar und auch bei 1&1 erhältlich. Es kommt mit ein paar spannenden Funktionen daher, von denen wir die besten Tipps und Tricks für Sie zusammengefasst haben.

Marcel Schreiter
MarcelSchreiter
Marcel ist Gründer von Allround-PC.com und als Redakteur für das 1&1 Magazin tätig.
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1. Gestensteuerung

Das Smartphone kann aufgrund der immer größeren Displays kaum mehr mit einer Hand bedient werden. Die Navigationsleiste am unteren Rand sorgt zwar für eine einfache Steuerung mit dem Daumen, allerdings gibt es hierfür eine intuitivere Lösung.

Honor hat das 20 Pro mit einer Gestensteuerung ausgestattet, die das System mit drei wichtigen Gesten kontrolliert. Mit einem Wischen vom unteren Rand nach oben kehrt das System zum Startbildschirm zurück, wird diese Bewegung gehalten, öffnet sich die Übersicht der zuletzt geöffneten Apps. Um nur einen Schritt zurückzukehren, wird vom seitlichen Bildschirmrand zur Mitte gewischt – dabei ist es egal, ob die Geste von links oder rechts durchgeführt wird.

Die Gestensteuerung kann in den Einstellungen unter „System“ -> „Systemnavigation“ aktiviert werden. Zum Start ist direkt ein verständliches Tutorial dabei, das die jeweiligen Gesten nochmal erklärt. Darüber hinaus kann die Steuerung mit „On-Screen“-Buttons jederzeit wieder deaktiviert werden.

2. Digital Balance

Besonders Smartphones haben das digitale Leben sehr verändert, so gut wie Jeder hat heutzutage ein smartes Gerät und nutzt es nicht mehr nur zum Telefonieren. Allerdings führt das auch oft dazu, dass wir das Smartphone zu lange nutzen und so stundenlang auf einen winzigen Bildschirm schauen. Damit genau dies nicht zu oft passiert, gibt es „Digital Balance“.

Diese Funktion findet sich in den Einstellungen und stellt detaillierte Daten zur Smartphone-Nutzung zur Verfügung. Die „digitale Selbstkontrolle“ kann dem Nutzer also Statistiken zur App-Nutzung oder Bildschirmzeit zur Verfügung stellen. Zudem gibt es die Möglichkeit einen App-Timer zu hinterlegen, der eine maximale Nutzungszeit erlaubt.

3. Display-Farbe anpassen

Smartphone-Displays sind qualitativ heutzutage auf einem wirklich hohen Niveau angekommen, auch in der Klasse der Einsteiger- und Mittelklasse-Smartphones. Das Honor 20 Pro verfügt zwar nicht über ein OLED-Panel, kann mit seinem 6,26 Zoll großen LCD jedoch auch für eine angenehme Darstellung sorgen.

Damit das Display und dessen Farben jedoch dem eigen  en Geschmack entsprechen, gibt es in den Einstellungen unter „Anzeige“ -> „Farbmodus- und temperatur“ einige Anpassungsmöglichkeiten. Der Nutzer kann sowohl die Farbtemperatur als auch die Sättigung als solches einstellen. Hierfür gibt es verschiedene Modi wie „Normal“ oder „Lebhaft“. Die Farbtemperatur kann auf „Standard“, „Warm“ oder „Kalt" eingestellt werden.

4. Blaulichtfilter aktivieren

Trotz der farblich gelungenen Darstellung ist oftmals der blaue Farbanteil etwas zu stark im Vordergrund. Besonders bei schlechten Lichtverhältnissen oder bei Nacht führt das zu einer schnelleren Ermüdung der Augen. Hierfür hat Honor den Blaulichtfilter „Augen schonen“ integriert, der die Displaydarstellung deutlich wärmer (gelblicher) einstellt. Der Modus kann entweder manuell oder automatisch für einen gewissen Zeitraum aktiviert werden.

5. Bildschirmauflösung anpassen

Das Honor 20 Pro hat zwar keinen „Dark Mode“ erhalten, nutzt jedoch eine weitere Technik, um den Akku etwas zu schonen. Unter „Anzeige“ -> „Bildschirmauflösung“ ist standardmäßig die „smarte Auflösung“ aktiviert. Sie regelt die Auflösung automatisch, um Strom zu sparen. Das sorgt jedoch, wenn sich das Smartphone für HD+ mit 1.560 x 720 Pixel entscheidet, für eine schlechtere Darstellung.

Um die Bildschärfe möglichst hoch zu halten, kann der smarte Modus deaktiviert werden. Anschließend kann die Auflösung manuell eingestellt werden, für die höchstmögliche Qualität sollte FHD+ mit 2.340 x 1.080 Pixel ausgewählt werden.

 

 

6. Verstecken des Punch Hole

Jeder Hersteller versucht so viel Display wie möglich in einem Gehäuse unterzubringen, hierfür gab es dieses Jahr sehr spannende Ansätze. Honor ist dabei den Weg mit dem sogenannten „Punch Hole“ gegangen, einem kleinen Loch in der oberen linken Ecke, durch das die Frontkamera durchsehen kann. Dadurch verzichtet der Hersteller auf eine richtige Notch, allerdings kann der runde Ausschnitt dennoch störend sein.

Unter „Anzeige“ -> „Weitere Anzeigeeinstellungen“ -> „Notch“ kann der Nutzer die „Notch verbergen“. Anschließend hinterlegt das System den oberen Bereich und die Status- und Benachrichtigungsleiste mit einem schwarzen Design. Die Displaydarstellung wird dadurch nicht wirklich kleiner, allerdings fällt der Ausschnitt im Display weniger auf.

7. WiFi-Bridge

Eine kleine, aber wirklich feine Eigenschaft von Honor- und Huawei-Smartphones ist die sogenannte „WiFi-Bridge“. Sie funktioniert ähnlich wie ein mobiler Hotspot und macht das Smartphone zum „WiFi-Router“. Während der Hotspot jedoch auf das Mobilfunknetz und dessen Internet-Empfang zurückgreift, so nimmt die WiFi-Bridge ein vorhandenes WLAN-Signal auf und gibt dieses weiter – etwas ähnlich wie ein WLAN-Repeater.

Die WiFi-Bridge wird in den Einstellungen unter „Drahtlos & Netzwerke“ -> „Persönlicher Hotspot“ -> „Mehr“ konfiguriert und aktiviert. Anschließend leitet sie das WLAN an andere Geräte, wie beispielsweise Notebooks, Smartphones oder Tablets, weiter. Wichtig ist dabei natürlich, dass das Honor 20 Pro bereits mit einem WLAN verbunden ist, welches es dann über die „Bridge“ weitergeben kann.

8. App-Twin mit Dual-SIM

Besonders für Nutzer der „Dual-SIM“-Funktion ist App-Twin eine sinnvolle Ergänzung, denn damit kann eine App dupliziert werden. Erst durch die zweite App-Instanz kann der Nutzer auch beide SIM-Karten vollwertig nutzen, was sich sonst beispielsweise bei Apps wie WhatsApp eher schwierig gestaltet. In diesem Fall kann WhatsApp immer nur eine Nummer, dementsprechend nur eine SIM-Karte, nutzen. Durch die zweite Instanz, die mit App-Twin erstellt wurde, können jedoch beide Rufnummern vollwertig genutzt werden.

Unter „Apps“ -> „App-Twin“ in den Einstellungen werden unterstützte Apps angezeigt, die anschließend dupliziert werden können. Wichtig ist dabei, dass nur Apps angezeigt werden, die bereits installiert sind. Wird die zweite App-Instanz nicht mehr benötigt, kann sie jederzeit wieder gelöscht werden.

9. RAW-Fotos im Pro-Modus knipsen

Das Honor 20 Pro kommt mit einer leistungsfähigen Quad-Kamera daher, die über insgesamt vier Sensoren verfügt. Der Hauptsensor löst mit bis zu 48 Megapixel auf, dazu gibt es eine Telefoto-Kamera mit 3-fach optischem Zoom, eine Ultraweitwinkel-Kamera sowie eine Makro-Kamera für Nahaufnahmen. Das Smartphone bietet also eine breite Palette an Sensoren und Linsen für kreative Aufnahmen aus verschiedenen Perspektiven. Damit aber auch Hobbyfotografen davon profitieren, gibt es den sogenannten Pro-Modus unter „Mehr“ in der Kamera-App.

Dieser ermöglicht nicht nur detaillierte Einstellungsmöglichkeiten zur Aufnahme wie beispielsweise ISO-Wert, Belichtungszeit oder Weißabgleich, auch das RAW-Format wird hier möglich. RAW-Fotos gibt es sonst nur bei professionellen Kameras und bieten deutlich mehr Potenzial in der Nachbearbeitung. Sie sammeln mehr Details und Informationen zum Foto, können jedoch nicht von jeder App oder jedem Programm geöffnet werden. Hierfür gibt es dann spezielle Bearbeitungs-Tools, die eine Nachbearbeitung zulassen.

 

Übrigens...
Da das Honor 20 Pro mit Magic UI ausgestattet ist, können die Tipps auch mit anderen Honor- und gegebenenfalls Huawei-Smartphones genutzt werden. Durch das Update auf Android 10 könnten sich Bezeichnungen in den Einstellungs-Menüs jedoch geändert haben.