Das neue FIFA 20 wurde Ende September veröffentlicht. Mit ein paar Einstellungen im Heimnetz bzw. an Ihrem 1&1 HomeServer können Sie Ihr Spielerlebnis optimieren. Wir zeigen die optimalen FRITZ!Box-Konfigurationen für flüssiges Online-Gaming.

Kerstin Corea
KerstinCorea
Kerstin ist PR Managerin bei 1&1 und Ansprechpartner für den Produktbereich DSL.
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Ping beim Online-Gaming entscheidend

Bei FIFA schlüpft man in die Rolle der Spieler und duelliert sich mit anderen. Für das Spielerlebnis ist es entscheidend, dass die Datenpakete, die beispielsweise Positionen von Ball und Spielern oder auch Spielstände übermitteln, ohne große Verzögerung transportiert werden. Die Latenzzeit, auch Ping genannt, gibt an, wie lange ein Datenpaket benötigt, um vom Computer an einen Server gesendet und wieder empfangen zu werden. Je kleiner der Ping, umso flüssiger läuft das Spiel. Wenn die Verzögerung zu groß ist, kommt es zu sogenannten Lags: Das bedeutet, dass bei einem Spieler beispielsweise das Geschehen schon weiter ist als bei einem anderen. So ist der Spieler mit dem schlechteren Ping im Heimnetzwerk dann oft im Nachteil. Hier ist es beispielsweise von Vorteil, wenn man einen Glasfaser-Anschluss daheim hat: Über Glasfaserleitungen können sehr hohe Frequenzen und somit extrem hohe Datenraten ungestört übertragen werden. Hierdurch steigt wiederum die Qualität der Datenübertragung in Form von deutlich kürzeren Datenpaket-Laufzeiten mit entsprechend geringeren Laufzeitunterschieden („Jitter“) zwischen den übertragenen Datenpaketen und einem geringeren Verlust von ganzen Datenpaketen. Hier gibt es mehr Infos zu den Vorteilen von Glasfaser.

UPnP: Universal Plug & Play

Oft funktioniert Online-Gaming problemlos, ohne dass man sich mit Einstellungen am Router auseinandersetzen muss. Das liegt an UPnP: Universal Plug & Play. Durch diesen Standard mit einer Sammlung von Netzwerkprotokollen wird sichergestellt, dass alle (vertrauenswürdigen) Dienste, die mit dem Internet kommunizieren wollen, dies auch können. Alle aktuellen FRITZ!Box-Modelle, um die es sich auch bei den 1&1 HomeServern handelt, unterstützen UPnP. Die Funktion lässt sich über die Benutzeroberfläche des Routers unter "Internet" - "Freigaben" - "Portfreigaben" einstellen.

Die Firewall ist dafür da, schlecher Software den Zugriff zu verweigern - das tut sie natürlich nach wie vor, denn UPnP ist ein intelligentes System: Mit dem UPnP-Standard erkennt die Firewall, dass die Daten, die die Playstation für FIFA 20 senden und empfangen möchte, vertrauenswürdig sind. Die Daten, die konkret für FIFA 20 durchgelassen werden solllen, laufen über ganz bestimmte Ports. Während man FIFA 20 spielen möchte, öffnet die Firewall genau diese Ports und schließt sie anschließend wieder. Das funktioniert übrigens auch für viele weitere Online-Games auf diese Weise.

NAT-Typ: Verbindungsqualität prüfen

Wenn beim Online-Gaming dennoch Probleme auftauchen und es nicht an der Internetverbindung oder an Serverproblemen von FIFA liegen kann, blockiert die Firewall vielleicht dennoch Datenpakete. Ein Hinweis, um diese Vermutung zu überprüfen, bietet der NAT-Typ: NAT bedeutet Network Address Translation und beschreibt die Verbindungsqualität für Online-Dienste bzw. verschiedene Sicherheitsstufen. Im Menü der Playstation kann man unter "Einstellungen" - "Netzwerk" - "Verbindungsstatus" sehen, welchen NAT-Typ man hat.

NAT-Typ 1: Die Playstation ist direkt mit dem Router verbunden. Es besteht keine Sicherung, die die Kommunikation mit dem Internet kontrolliert. Dies ist nicht empfehlenswert.

NAT-Typ 2: Die Playstation ist per Kabel oder WLAN mit dem Router verbunden und greift über eine sichere Verbindung aufs Internet zu. Diese Einstellung ist ideal für Online-Gaming.

NAT-Typ 3: Auch hier besteht eine Verbindung per Kabel oder WLAN und es gibt eine Firewall. Allerdings wird die Verbindung an einer Stelle blockiert. Diese Einstellung sorgt oft dafür, dass Online-Gaming nicht möglich ist oder es zu Lags kommt.

Ports für FIFA 20 manuell freigeben bei Playstation 4

Manchmal kommt es trotz UPnP vor, dass die Playstation NAT 3 anzeigt. In manchen Fällen hilft ein Neustart des Routers. Wenn die Verbindung nach wie vor nicht funktioniert, kann man die Ports für die Datenübertragung von FIFA 20 auch manuell freigeben. Dazu benötigt man die IP-Adresse der Playstation und die Nummern der zu öffnenden Ports. Die IP-Adresse der Playstation findet man ebenfalls in den Einstellungen unter "Verbindungsstatus". Die Nummern der Ports für ein bestimmtes Spiel findet man im Regelfall schnell auf entsprechenden Hilfeseiten des Spieleanbieters. Für FIFA 20 auf der Playstation sind es die Ports:

  • UDP: 3478-3479
  • TCP: 1935, 3478-3480

Die Portfreigabe können Sie dann in der Benutzeroberfläche Ihres HomeServers wie folgt festlegen:

  • Unter "Internet" - "Freigaben" - "Portfreigaben". Hier wählen Sie dann das Gerät, also die Playstation in diesem Fall, anhand der IP-Adresse aus und klicken auf "Bearbeiten" und "Neue Freigabe" - "Portfreigabe".
  • Wählen Sie dann bei "Anwendungen" die Möglichkeit "andere Anwendung" und vergeben Sie eine Bezeichnung.
  • Bei "Protokoll" wählen Sie "TCP" sowie "UDP" und tragen die einzelnen Ports bei "Port an Gerät", "bis Port" und "Port extern gewünscht (IPv4)" ein. Bei Portbereichen kann man bei "Port an Gerät" den ersten und bei "bis Port" den letzten eintragen sowie nochmals die erste Portnummer bei "Port extern gewünscht (IPv4)".

Anschließend kann man die Freigabe aktivieren und mit "OK" bestätigen.

Titelbild: EA - Electronic Arts