Smartphone nass geworden: Was tun bei Wasserschaden?

Einmal nicht aufgepasst und schon ist es passiert: Das teure Smartphone liegt in der klebrigen Cola-Pfütze, im Waschbecken oder gar in der Toilette. Wie Sie erste Hilfe für Ihr nass gewordenes Smartphone leisten und was bei Wasserschaden am Handy zu tun ist, lesen Sie im Beitrag.

Handy-Wasserschaden verhindern

Smartphone vor Wasserschaden schützenAm besten ist es natürlich, das Smartphone komplett von Flüssigkeiten fernzuhalten. Der Kontakt mit ein paar Regentropfen oder Wasserspritzern sollte allerdings kein Problem darstellen. Je nach IP-Zertifizierung kann das Smartphone sogar noch mehr aushalten. Bei Salz- und Chlorwasser jedoch hilft auch kein IP67- oder IP68-Schutz. Wenn möglich, bringen Sie Ihr Smartphone also gar nicht erst mit an den Pool oder Strand. Alternativ schützen Sie das Handy mit einer wasser- und staubdichten Hülle. Doch egal wie behutsam Sie mit Ihrem Smartphone umgehen, manche Missgeschicke passieren einfach: Eine verschüttete Tasse Kaffee, ein unbeabsichtigter Durchlauf in der Waschmaschine oder der berüchtigte Absturz in die Toilette.

Smartphone ins Wasser gefallen: Erste Hilfe

Ist das Handy auf Tauchstation gegangen, sollten Sie es schnellstmöglich aus dem Wasser retten. Vorsicht: Ist das Gerät noch an den Strom angeschlossen, müssen Sie erst die Stromversorgung unterbrechen, um einen Kurzschluss zu vermeiden. Kommen Sie dabei nicht mit dem Wasser oder stromleitenden Kontakten in Berührung!

Befolgen Sie dann diese Schritte, um Ihr nass gewordenes Handy zu retten:

1. Smartphone ausschalten

Prüfen Sie, ob das Gerät noch aktiviert ist und schalten Sie es bei Bedarf aus. Benutzen Sie das Smartphone ansonsten nicht weiter und schließen Sie es nicht an den Strom an.

2. Gerät auseinandernehmen

Legen Sie das Smartphone auf Papiertücher oder eine andere saugfähige Unterlage. Entnehmen Sie alle nicht fest verbauten Komponenten wie SIM-Karten, Micro-SD-Karten und Akku (wenn möglich). Lässt sich die Rückseite des Smartphones nicht öffnen, wie es beispielsweise beim iPhone der Fall ist, sollten Sie diese besser nicht entfernen! Ansonsten erlischt nämlich jede weitere Garantie fürs Gerät.

3. Vorsichtig abtrocknen

Trocknen Sie die Einzelteile vorsichtig mit einem weichen, fusselfreien Tuch. Versuchen Sie, das Wasser aufzusaugen anstatt es abzuwischen. Ansonsten könnte die Flüssigkeit weiter ins Gehäuseinnere vordringen. Wenden Sie das Smartphone behutsam, damit das Wasser aus schlecht zugänglichen Öffnungen herauslaufen kann.

4. Handy trocknen lassen und abwarten

Jetzt ist Geduld gefragt: Lassen Sie das Smartphone einige Tage trocknen. Um den Prozess zu beschleunigen, legen Sie das Handy zusammen mit ungekochtem Reis (am besten die luftdicht verpackte Instant-Variante) in eine verschließbare Plastiktüte. Die Reiskörner entziehen dem nass gewordenen Gerät die Feuchtigkeit. Stellen Sie nur sicher, dass das Smartphone vollständig vom Reis bedeckt und keine Luft in der Tüte vorhanden ist. Noch effektiver ist Kieselgel, auch Silikagel oder Siliciumdioxid genannt. Dieses Trocknungsmittel verbirgt sich auch in den kleinen Tütchen, die man in Schuhkartons oder neuen Taschen findet. Es lohnt sich also, die Päckchen mit den durchsichtigen Kugeln aufzuheben!

Wichtig: Versuchen Sie nicht, über Hitzezufuhr das Trocknen zu beschleunigen. Fön, Heizung und Backofen sind damit tabu! Die hohen Temperaturen schaden bloß dem Akku und anderen empfindlichen Komponenten. Außerdem entsteht Kondenswasser, das sich beim Abkühlen wieder auf die elektronischen Bauteile legt und die Korrosion fördert. Auch wildes Herumschütteln oder Durchpusten mit dem Staubsauger sollten Sie unterlassen, die Flüssigkeit dringt so nur weiter in Gehäuseinnere ein.

5. Smartphone testen

Warten Sie mindestens zwei Tage ab, bevor Sie Ihr Smartphone wieder einschalten. Wenn Sie Glück haben und das Handy läuft, sollten Sie alle Funktionen überprüfen:

  • Flackert das Display oder treten unschöne Flecken, Farbverfälschungen oder Pixelfehler auf?
  • Funktionieren das Aufladen und die Datenübertragung über den USB-Port noch?
  • Gibt der Lautsprecher den Ton richtig wieder, kann man das Mikrofon nutzen?
  • Sehen die Schnappschüsse mit der Kamera einwandfrei aus oder zeigen sich auf den Fotos Verwackler oder ein weißer Schimmer?

Bedenken Sie, dass sich ein Wasserschaden auch erst mit der Zeit bemerkbar machen kann. Ist Feuchtigkeit ins Gehäuseinnere eingedrungen, korrodieren womöglich die empfindlichen Komponenten wie Kondensatoren, Widerstände und Chips. Die Zersetzung findet meist unbemerkt über längere Zeit statt. Achten Sie daher unbedingt darauf, das Smartphone nach dem Tauchgang lang genug trocknen zu lassen.

Handy geht nicht mehr an: Was tun?

Wenn das Smartphone leider auch nach längerem Trocknen nicht reagiert, können Sie sich an den Hersteller-Support wenden. Zwar besteht bei selbstverschuldeten Schäden wie einem Wasserschaden in der Regel kein Garantie-Anspruch. Der Kundenservice wird Ihnen aber ein unverbindliches Angebot für eine Reparatur Ihres Gerätes machen. Die Kosten sind abhängig vom Ausmaß des Schadens und können bis zu mehrere hundert Euro betragen. Manchmal lassen sich Einzelteile jedoch auch kostengünstig austauschen. Letzten Endes müssen Sie selbst abwägen, ob sich eine Reparatur des defekten Gerätes im Vergleich zum Neukauf lohnt. Alternativ kursieren im Netz auch viele Anleitungen, anhand derer es möglich sein soll, das Smartphone selbst zu reparieren. Absolute Handwerker-Amateure sollten sich aber besser an den Experten wenden. Denn nicht zuletzt erlischt auch mit solchen DIY-Reparaturen jeglicher Garantie-Anspruch.

Tipp: Der 1&1 Austausch-Service umfasst nicht nur die übliche Gerätegarantie, sondern greift auch bei einem selbstverschuldeten Schaden, wie Wasserschaden oder Displaybruch. Im Schadensfall erhalten 1&1 Kunden innerhalb von 24 Stunden ein neues Handy. Dieser Premium-Service ist bei Vertragsabschluss in allen 1&1 All-Net-Flat-Tarifen mit Smartphone inklusive.

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