Im Laufe der Zeit sind die Einsatzmöglichkeiten von Smartphones immer weiter gewachsen. Wir nutzen unsere smarten Helfer, um uns mit Freunden auszutauschen, ein neues angesagtes Restaurant zu finden, unterwegs Musik zu hören oder Filme zu schauen. So praktisch Google Maps, Netflix, Spotify oder WhatsApp auch sind – sie verbrauchen auch Datenvolumen. In diesem Beitrag schauen wir uns den Datenverbrauch beliebter Apps genauer an und geben Beispiele, wozu man sein Datenvolumen nutzen kann.

1. Messaging Dienste

Die mobile Kommunikation hat sich vom normalen Handynetz hin zum mobilen Internet verändert. Die SMS gehört mehr und mehr der Vergangenheit an. Messenger Apps haben sie ersetzt. In Deutschland ist WhatsApp der beliebteste Messenger. Laut der Seite Messengerpeople, die sich auf Daten von Statista beruft, benutzen 95% der 18-64 Jährigen den Messenger mit dem grünen Icon – ein guter Grund, sich den Datenverbrauch von WhatsApp genauer anzuschauen.

Datenverbrauch von WhatsApp

WhatsApp ist abgesehen von einer Ausnahme kein großer Datenfresser. Das Senden oder Empfangen einer durchschnittlichen Textnachricht verbraucht nur 10 KB. Auch Bilder, die über WhatsApp versandt werden, werden stark verkleinert und sind selten größer als 300 KB. Wer jedoch Videos über WhatsApp versendet oder empfängt, verbraucht deutlich mehr Daten. Für einen Sprachanruf über WhatsApp werden ca. 1 MB pro Gesprächsminute verbraucht. Ein Videoanruf verbraucht ca. 5 MB pro Minute. Die beliebten Sprachnachrichten schlagen pro Minute mit knapp 200 KB zu Buche.

Tipp: Das automatische Herunterladen von Videos, während man keine WLAN-Verbindung hat, lässt sich in den Einstellungen unter „Daten- und Speichernutzung“ deaktivieren.

2. Soziale Netzwerke

Die deutschen Internetnutzer verbringen laut Hootsuite ungefähr eine Stunde pro Tag in den sozialen Netzwerken. Die beliebtesten, die nicht an anderer Stelle in diesem Beitrag genannt werden, sind Facebook und Instagram. Doch wie viele Daten werden in dieser einen Stunde verbraucht?

Datenverbrauch von Facebook und Instagram

Eine Stunde Scrollen im Facebook-Feed verbraucht ca. 90 MB des mobilen Datenvolumens. Jedoch ist dieser Wert nur zu schaffen, wenn das automatische Abspielen von Videos deaktiviert ist und weiterhin davon abhängig, wie viele Fotos im Feed auftauchen. Ein Foto bei Instagram anzuschauen verbraucht ungefähr 1,5 bis 5 MB. So benötigt man für eine Stunde scrollen ca. 220 MB.

Tipp: Bei vielen sozialen Netzwerken lässt sich in den Einstellungen ein sogenannter Urlaubsmodus aktivieren, der verhindert, dass die App bereits im Hintergrund aktualisiert und Daten herunterlädt, was ebenfalls den Datenverbrauch senkt.

3. Musikstreaming

Mit Streaming setzt die Musikindustrie mittlerweile mehr Geld um, als mit dem Verkauf von physischen Tonträgern und Spotify ist der beliebteste Streamingdienst. Hier zeigen wir wie viele Daten so in unser Ohr rauschen.

Musik über Spotify streamen

Auf der niedrigsten Qualitätsstufe verbraucht Spotify ca. 40 MB pro Stunde. Je besser die Audio-Qualität der Musik oder Podcasts, umso höher ist der Verbrauch. Bei bester Qualität sind das immerhin gut 100 MB pro Stunde.

Tipp: In den Einstellungen von Spotify (Zahnradsymbol im rechten, oberen Eck) lässt sich im unteren Drittel der Optionen die Wiedergabequalität einstellen.

4. Videostreaming

Die im Punkt Musikstreaming beschriebene Entwicklung trifft auch auf den Videobereich zu. YouTube ist neben Netflix einer der größten Datenfresser. Die Bandbreite reicht von 120 MB pro Stunde bei einer Auflösung von 144p bis weit über 1,8 GB bei 1080p oder mehr.

Netflix: Filme und Serien streamen

Auch bei Netflix ist der Datenverbrauch abhängig von der Qualität. Bei niedrigster Auflösung verbraucht eine Stunde Streamen 250 MB. In bester Qualität ist es 1 GB pro Stunde.

Tipp: Vor allem bei Streaming-Apps lässt sich der Datenverbrauch beschränken, indem man in den Einstellungen die Wiedergabequalität drosselt. Bei YouTube gibt es keine allgemeine Einstellung, die die Qualität beeinflusst. Hier kann man bei jedem Video durch das Aufrufen der Einstellungen (drei Punkte im rechten, oberen Eck) die Qualität verändern. In der Netflix-App kann man die Qualität einstellen, indem man oben links im Eck auf das Menüsymbol klickt. Danach wählt man den Punkt „App-Einstellungen“ und weiter „Video-Wiedergabe“. Standardmäßig ist hier „Automatisch“ eingestellt, mit der Einstellung „Daten sparen“ senkt sich die Videoqualität und somit auch der Datenverbrauch.

5. Navigation

Auf allen Android-Geräten ist Google Maps bereits vorinstalliert, für iPhones steht die beliebte Navigations-App kostenlos zur Verfügung. So ist es nicht verwunderlich, dass immer mehr Menschen mit dem Smartphone navigieren, denn wozu sollte man mehr Geräte mit sich herumtragen als notwendig. Aber auch die Navigation ist dateninstensiv.

Navigieren mit Google Maps

Das Laden der Karten vor Navigationsstart verbraucht bereits bis zu 10 MB Datenvolumen. Während der Navigation werden ca. 120 MB pro Stunde benötigt. Der Datenverbrauch kann höher sein, wenn man beispielsweise in einer fremden Stadt nah hineinzoomt und Informationen wie Straßennahmen und Verkehrsdaten geladen werden müssen. Da können dann 3-4 MB pro Minute anfallen.

Tipp: Bei Google Maps kann man im Menü (drei Balken oben, links im Eck) Karten herunterladen, wenn man mit einem WLAN-Netzwerk verbunden ist, so lässt sich auch hier einiges an mobilen Daten sparen.

6. Suche auf Google und Co

Hierbei handelt es sich eigentlich um eines der offensichtlichsten Nutzungsgebiete für Smartphones und da viele Websites auch mittlerweile für mobile Geräte optimiert sind, ist der Datenverbrauch beim Surfen vergleichsweise gering.

Surfen und Google Suche

Eine Suchanfrage bei Google verbraucht ungefähr 200 KB. Der Klick auf ein Suchergebnis oder das normale Aufrufen einer Website verbraucht mindestens 1 MB.

Datenvolumen sparen

Im 1&1 Blog gibt es noch weitere Tipps wie Sie Datenvolumen unter Android sparen können oder auch mit Ihrem iPhone weniger Datenvolumen verbrauchen.