Das umstrittene Loch im Display: Diese Notch-Designs gibt es

Die Freude war groß als es die ersten Smartphones mit Frontkamera auf den Markt kamen. Endlich musste man das Gerät für ein Selfie nicht mehr drehen. Displayränder wurden zugunsten größerer Display immer kleiner bis sie schließlich oben nur noch so breit wie die Frontkamera waren. Aber auch hier hörte die Entwicklung nicht auf: Smartphone-Hersteller wie zu Beginn Apple bauten die Display-Aussparung – die Notch – nur noch so groß wie nötig, um Frontkamera und Sensoren unterzubringen.

Die Anfänge der Notch

Notch beim iPhone X

Das erste populäre Smartphone mit einer Notch war das iPhone X. Vorher wurden zwar schon andere Geräte mit einer Aussparung im Display vorgestellt, doch erst durch Apple wurde die Notch massentauglich, was aber nicht bedeutet, dass sie auch überall auf Zustimmung traf. Im Gegenteil: Neben dem Wegfall der Klinkenbuchse dürfte keine Entwicklung auf dem Smartphone-Markt so heiß diskutiert worden sein wie die Existenz der Notch. Ähnliche Designs wie bei den iPhones finden sich zum Beispiel beim Huawei Mate20 Pro und dem Mate20 lite.

Aber Notch ist nicht gleich Notch. Die Aussparungen im Display unterscheiden sich in Form, Größe und Bezeichnung. Je nachdem, wie viel Technik untergebracht werden muss, ist die Notch mal etwas größer, mal etwas kleiner. Im Fall von Apple beherbergt die Notch zwei Kameras und diverse Sensoren, die unter anderem für die Face ID zuständig sind. Entsprechend groß ist die Notch bei den iPhones. Die Notch wurde zwar von vielen hoffnungsvoll als Übergangslösung bezeichnet, jedoch ist sie immer noch so gut wie allgegenwärtig. Doch diese Alternativen gibt es:

Verzicht auf die Notch: schwarzer Balken

Notch verbergen beim Huawei Mate20 Pro

Google Pixel 3 ohne Notch

Samsung lehnte eine in das Display integrierte Kamera bis zu diesem Jahr ab. So blieb den Geräten wie beispielsweise dem S9 oder der A-Serie schlicht ein schmaler Rand an der oberen Bildschirmseite. Auch aktuelle Modelle wie das Google Pixel 3 haben einfach den schwarzen Balken. Aber auch bei vielen anderen Smartphones lässt sich eine vorhandene Notch meist über die Einstellungen verbergen. Das funktioniert so, dass im Display oben einfach ein geschwärzter Balken eingeblendet wird.

Notch-Design: Regentropfen

Huawei Mate20

Huawei Mate20 X

Das OnePlus 6T und einige Huawei Smartphones wie das Mate20 und das Mate20 X verfügen eine kleine einfache Aussparung im Display, welche lediglich eine Kamera beherbergt. Dieses Design wird auf Grund seiner Form Raindrop-Design genannt.

Softwareseitig sind die Aussparungen so integriert, dass links und rechts von ihnen weiterhin alle wichtigen Statusanzeigen wie eingegangene Nachrichten, Netzbetreiber, Verbindungen oder der Akkustand angezeigt wird. Schaut man ein Video an, so wird der obere Bildschirmrand schwarz und es sieht aus wie zuvor in Zeiten ohne Notch. Google gestattet es den Herstellern von Android-Smartphones von der Softwareseite her nur eine Notch zu verbauen. Zwar gab es Prototypen, die zwei Notches hatten, aber es ist wahrscheinlich, dass sich niemand darüber beschwert, dass sie nie in Serie gebaut wurden.

Integration der Frontkamera in das Display

Beim Honor View20 oder auch den neuen Samsung Geräten der Galaxy S10 Serie ist die Frontkamera in das Display integriert, um den Verlust so gering wie möglich zu machen. Auf Sensoren wird in diesen Fällen weitestgehend verzichtet. Bei Samsung nennt sich diese Form Punch Hole Display, bei Honor spricht man vom All View Display.

Ausklappbare Kamera bei Oppo, Vivo und Xiaomi

Xiaomi Mi Mix 3 mit Schiebemchanismus für Frontkamera

Die Hersteller Oppo, Vivo und Xiaomi haben Smartphones mit ausklappbaren Kameras in ihrem Programm. Die Kamera kann einfach mittels Knopfdruck ausgefahren werden. Das Oppo Find X hat auf den ersten Blick gar keine Kamera. Erst wenn man beispielsweise die Kamera-App startet, fahren die Kameras aus dem Gehäuse. Beim Vivo V15 springt eine kleine Selfiekamera nach oben. Auch das Xiaomi Mi Mix 3 hat einen mechanischen Schiebemechanismus für die Fronktamera und dadurch ein großes randloses 6,4 Zoll großes Display.

Bildschirm vorne und hinten – Hauptkamera als Selfie-Kamera nutzen

Beim Vivo Nex 2 setzt der Hersteller statt auf weitere Kameras auf der Vorderseite auf ein weiteres Display auf der Rückseite. So sind noch bessere Selfies möglich, da so die Hauptkamera für Selfies verwendet werden kann. Die meisten Frontkameras kommen nicht an die Qualität der Hauptkameras heran.

Kamera unter dem Display

So wie der Fingerabdrucksensor bei neuen Smartphones mittlerweile häufig unter dem Display zu finden ist, könnte es bald möglich sein, dass auch die Kamera unter das Display wandert. Wird die Kamera genutzt, könnte es dann aussehen wie beim Samsung Galaxy S10. Ist die Kamera nicht in Benutzung, hat man nur ein großes Display. Diese Annahme stützt sich auf ein Patent, welches von der Firma Essential Phones angemeldet wurde.

Essential Phone 2 könnte mit Kamera hinter dem Display kommen

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