Samsung Galaxy S10 Test

Galaxy S11

Mit dem Samsung Galaxy S10 und S10+ feiert der südkoreanische Hersteller das zehnte Jubiläum der beliebten Smartphone-Reihe „Galaxy S“ und bringt dafür mit dem Galaxy S10e gleich noch ein drittes Modell auf den Markt. Im Grunde bietet das Trio ähnliche Funktionen und unterscheidet sich in Punkto Größe, Display und einigen internen Spezifikationen. Für einen besseren Eindruck testen wir das mittlere Modell – das Samsung Galaxy S10.

Lieferumfang Samsung Galaxy S10

Im Lieferumfang befindet sich neben dem Smartphone selbst noch einiges an Zubehör. Dazu gehören ein USB Typ C-Kabel, ein passender Ladeadapter, ein Steckplatz-Werkzeug für den Kartenslot sowie eine Bedienungsanleitung. Des Weiteren gibt es einen USB OTG-Adapter, einen USB-C auf Micro-USB Adapter und es werden ebenfalls In-Ear Kopfhörer aus dem Hause AKG mitgeliefert.

Im 1&1 Blog finden Sie hier viele praktische Tipps und Tricks zum Samsung Galaxy S10 und S10+

Design beim S10

Im Allgemeinen hat sich das Design gegenüber der letzten Generation, dem Samsung Galaxy S9, nicht großartig verändert. Hier gibt’s alle Unterschiede zwischen dem S9 und S10 zum Nachlesen. Samsung setzt weiterhin auf ein hochwertiges Gehäuse aus Aluminium, das auf der Front und Rückseite mit Glas besetzt ist. Das Galaxy S10 setzt dabei auf Corning Gorilla Glas 6, während das Galaxy S10+ auch mit einer Rückseite aus Keramik verfügbar ist. Beides sind sehr widerstandsfähige Materialien, die für weniger Kratzer sorgen sollen.

Die größte Veränderung zeigt sich wohl bei der neuen Triple-Kamera, die nun horizontal platziert ist. Auch auf der Front hat sich Samsung zu etwas Neuem entschlossen: dem „Punch Hole“. Statt einer Notch setzt das Samsung Galaxy S10 auf ein Loch im Display, aus dem die Frontkamera hindurchschaut.

Die Anordnung der Buttons hat sich nicht verändert, auf der rechten Seite ist weiterhin der Powerbutton positioniert, während auf der linken Seite die Lautstärkewippe und der Bixby-Button zu finden sind. Der Sprachassistent von Samsung ist seit Neustem auch auf Deutsch verfügbar, zudem kann der Knopf auf eine andere Funktion programmiert werden – endlich!

Der SIM-Karten-Einschub befindet sich auf der Oberseite und kann entweder zwei Nano-SIM-Karten oder das Hybrid aus 1x Nano-SIM + 1x MicroSD-Karte aufnehmen. Auf der Unterseite befinden sich der USB Typ-C Anschluss, der Lautsprecher und ein 3,5 mm Klinkenanschluss. Ganz praktisch: zusammen mit dem kleinen Ohr-Lautsprecher über dem Display erzeugen das Galaxy S10 und S10 Plus einen gelungenen Stereosound, der sogar noch mit Dolby Atmos verbessert werden kann.

Ein weiteres Highlight ist der neue Ultraschall-Fingerabdrucksensor beim S10, der nun von der Rückseite unter das Display gewandert ist. Der Sensor scannt die Fingerkuppe mit Ultraschall und kann so ein dreidimensionales Abbild erkennen, das deutlich sicherer gegenüber optischen Sensoren sein soll. Der Sensor befindet sich mittig in der unteren Hälfte des Displays und ist damit für die Finger gut erreichbar. Eine Gesichtserkennung ist jedoch weiterhin an Bord, allerdings ohne den Iris-Scanner oder Infrarot-Sensoren.

Technik & Performance

Für eine flüssige Bedienung setzt die neue Galaxy S10-Reihe in Europa auf den Samsung Exynos 9820 Prozessor, der im effizienten 8nm-Verfahren hergestellt wird. Der „SoC“ verfügt über acht Kerne und kann mit bis zu 2,7 GHz takten. Dazu gesellen sich eine Mali G76 MP12 Grafikeinheit für schnelle Games und bis zu 8 GB Arbeitsspeicher. Der interne Speicher bietet, je nach Modell und Konfiguration, bis zu 512 Gigabyte, mit einer MicroSD-Karte sind dann nochmal bis zu 512 Gigabyte mehr möglich.

Beim Display setzt Samsung auf ein Dynamic AMOLED-Panel, das mit bis zu 3.040 x 1.440 Pixeln auflöst und im 19:9-Format daherkommt. Beim Galaxy S10 misst das Display 6,1 Zoll, das Galaxy S10+ hat sogar satte 6,4 Zoll. Wie für ein OLED-Display üblich sind die Farben sehr knackig und der Kontrast ungeschlagen, zudem kann das Display mit bis zu 800 Nits erstrahlen – besonders bei Sonneneinstrahlung sehr praktisch.

Damit das Smartphone lang genug durchhält, hat Samsung die Kapazitäten der Akkus gesteigert. Während das Galaxy S10 auf 3.400 mAh kommt, bietet das Galaxy S10+ sogar 4.100 mAh. Im Alltag kommen beide Geräte gut durch den Tag, das Galaxy S10+ hält allerdings nochmal ein gutes Stück länger durch. Geladen werden die Modelle mit „Adaptive Fast Charging“, auch kabelloses Laden ist wieder mit an Bord. Allerdings sind beide Lademethoden nicht sonderlich schnell, da ist die Konkurrenz technologisch schon weiter und kann die Akkus in kürzerer Zeit mit Energie versorgen.

Eine weitere Neuerung ist die Funktion „Wireless Powershare“, die andere Geräte auf der Rückseite des Smartphones kabellos laden kann. Neben anderen Smartphones können so besonders Gadgets oder Wearables mit Energie versorgt werden, möglich ist das jedoch nur mit einer Akku-Mindestkapazität von 30% und Qi-kompatiblen Geräten.

Mit WiFi 6 sowie aktuellem LTE Cat. 20 ist die neue Galaxy S10 Reihe zudem mit allen wichtigen Technologien ausgestattet, um auch im Mobilfunk und WLAN für schnelle Übertragungen zu sorgen. Mit an Bord sind auch NFC und Bluetooth 5.0 LE, darüber hinaus werden die Navigationssysteme A-GPS, GLONASS, BeiDou und Galileo unterstützt.

Als Betriebssystem kommt Android 9 Pie zum Einsatz, das noch mit Samsungs neuer Oberfläche „One UI“ verziert wird. Das Design ist minimalistisch gehalten und orientiert sich sehr am Google Material Design. Sehr praktisch ist besonders die Unterteilung in die Viewing- und Interaction-Bereiche, die eine bessere Einhandbedienung ermöglichen.

Triple-Kamera: S10 Test

Einen großen Fokus legt Samsung auch wieder auf die Kamera, die nun beim Galaxy S10 und S10+ über drei Sensoren verfügt. Der Hauptsensor bietet 12 Megapixel und kommt mit einer einstellbaren Blende von f/1.5-f/2.4 daher. Dazu kommt ein weiterer 12 Megapixel Sensor mit einem zweifach optischen Zoom und einer Blende von f/2.4. Vollendet wird das Trio von einem neuen Sensor mit 16 Megapixeln, einer f/2.2 Blende und einer Ultraweitwinkel-Linse mit 123°-Sichtfeld. Mit an Bord sind natürlich eine optische Bildstabilisierung und ein schneller Dual Pixel Phase Detection-Autofokus.

Auf der Front setzt das Galaxy S10 auf einen 10 Megapixel Sensor mit einer Blende von f/1.9. Sehr spannend ist dabei der Dual Pixel Autofokus, der nicht immer bei Frontkameras vorzufinden ist. Das Samsung Galaxy S10+ setzt sogar noch auf einen zweiten Sensor mit 8 Megapixel und f/2.2 Blende, der für Tiefeninformationen sorgen soll. Dadurch ermöglicht Samsung auch für die Frontkamera den „Live Focus“-Modus, der für eine Unschärfe im Hintergrund sorgt und besonders für Porträts interessant ist.

Unter guten Lichtbedingungen kann die Triple-Kamera mit sehr gelungenen Bildern punkten. Farben sind natürlich und nicht zu übersättigt, die Bilddynamik mit Auto HDR ist stimmig und auch der Kontrast ist in Ordnung. Gegenüber der Konkurrenz sind die Bilder aber teilweise etwas überbelichtet und somit im Vordergrund zu hell, das lässt sich mit einer leichten Nachbearbeitung jedoch schnell lösen. Für Nachtaufnahmen ist die Kamera technisch gut gerüstet, kommt aber softwareseitig nicht ganz auf Trapp. Bilder sind oft zu verrauscht oder nicht so hell, wie man es sich wünschen würde, hier hat Huawei mit dem Mate20 Pro auf jeden Fall die Nase vorne.

Insgesamt ist die Kamera jedoch gelungen und kann besonders durch die einfache Bedienung und die breite Palette an Modi punkten. Hierbei steht beispielsweise ein detaillierter PRO-Modus oder die Super Slow-Mo zur Verfügung. Darüber hinaus eignet sich das Samsung Galaxy S10 besonders gut für Videoaufnahmen, die mit bis zu 4K UHD in 60 Bildern pro Sekunde aufgenommen werden können.

Einen ausführlichen Test zur Kamera des S10+ gibt’s bereits hier im Blog.

S10 Test: Fazit

Samsung hat mit dem Galaxy S10 und Galaxy S10+ für eine stetige Weiterentwicklung gesorgt und an den richtigen Schrauben gedreht, um die Serie für den diesjährigen Wettbewerb fit zu machen. Sowohl das Design als auch die Verarbeitung können überzeugen, auch die technische Ausstattung kann sich sehen lassen. Mit dem Punch Hole wird der Look deutlich moderner, zudem überspringt Samsung so die unbeliebte Notch im Display. Die neue Triple-Kamera bietet eine hervorragende Bildqualität, hat aber vor allem bei Nacht so ihre Schwierigkeiten. Pluspunkte sammelt dabei aber die Videoqualität, die besonders stabil und hochauflösend ist. Beide Modelle haben ein Akku-Upgrade gegenüber der vorherigen Generation erhalten und können so noch länger durchhalten, besonders das Galaxy S10+ hält gerne mal länger als einen Tag durch. Sollte der Akku leer sein, wird er über Fast Charging oder Wireless Charging wieder aufgeladen. Allerdings ist die Konkurrenz da schon schneller, Samsung muss hier also nachziehen.

Pro

  • hochauflösendes AMOLED-Display
  • schickes Design mit hochwertiger Verarbeitung
  • starke Performance und gute Akkulaufzeit
  • gelungene Triple-Kamera
  • microSD-Kartenslot + 3,5 mm Klinkenanschluss

Contra

  • Ladetechnik vergleichsweise langsamer als bei Konkurrenz
  • Nachtaufnahmen nicht immer zufriedenstellend

 

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