Galaxy S10 vs. S9: Alle Unterschiede im direkten Vergleich

Ende Februar diesen Jahres hat Samsung mit den neuen Modellen Galaxy S10, S10+ und S10e die Jubiläums-Smartphones der Galaxy-Serie vorgestellt – und das ziemlich genau ein Jahr nach dem Vorgänger, dem Samsung Galaxy S9. In diesem Beitrag geht es darum, was sich im direkten Vergleich getan hat, wo die Unterschiede zwischen dem S9 und dem S10 liegen und ob sich das Upgrade lohnt.

Galaxy S9 vs. Galaxy S10: Optische Veränderungen – punch hole und noch mehr Display

Samsung Galaxy S10 mit 6,1″ und punch hole

Gefühlt war der Sprung noch nie so groß zwischen zwei Galaxy-Generationen wie zwischen den S9- und den S10-Modellen. Vor allem bei Betrachtung der Grundmodelle S9 und S10 gibt es einige Unterschiede, auch wenn optisch auf den ersten Blick vieles gleich scheint, denn die beiden Smartphones sind von den Abmessungen nahezu identisch. Das neue S10 ist nur minimal größer. Schaltet man die Geräte aber ein, werden die Unterschiede deutlicher. So ist das Super AMOLED-Display von 5,8 auf 6,1 Zoll gewachsen und die Bildschirmränder sind verschwunden. So ist die Frontkamera jetzt statt in einem großen durchgängigen Balken oder einer Notch in einem kleinen Loch – oder wie Samsung es nennt – „Punch-hole“ untergebracht. Auf der Unterseite der Geräte hat sich auch nichts verändert, so sind dort nach wie vor ein 3,5mm-Klinkenanschluss, eine USB-Type-C-Buchse und einer der zwei Surround-Lautsprecher zu finden. Auf der Rückseite werden die Unterschiede dann noch deutlicher. Beim Samsung Galaxy S9 gibt es neben dem Fingerabdrucksensor eine einfache Kamera mit einer variablen Blende von f 1.5 und f 2.4. Diese löst mit 12 Megapixeln auf und liefert solide Bilder bei so gut wie allen Lichtverhältnissen. Außerdem eignet sie sich zur Aufnahme von 4K-Videos bei 30 fps.

Die Kamera beim Samsung Galaxy S10

Samsung Galaxy S10 mit drei Kameralinsen

Beim Samsung Galaxy S10 gibt es gleich drei Kameralinsen. Eine Weitwinkellinse mit 12 Megapixeln und der gleichen variablen Blende wie beim Vorgänger. Ergänzend hierzu gibt es noch eine Telelinse, welche ebenfalls mit 12 Megapixeln auflöst, eine Blende von f 2.4 hat und einen zweifachen optischen Zoom ermöglicht. Die dritte Linse ist ein Ultraweitwinkelsensor mit 16 Megapixeln und einer Blende von f 2.2. Mit diesem Kamera-Setup lassen sich hervorragende Bilder bei so gut wie allen Lichtverhältnissen aufnehmen, egal ob das Motiv sehr nah an der Kamera oder weit von ihr entfernt ist. Neben fantastischen Fotos kann man mit dem Galaxy S10 4K-Videos mit 60 fps ohne Zeitbegrenzung aufnehmen. Auf der Vorderseite hatte das Galaxy S9 eine 8 Megapixel-Kamera mit einer Blende von f 1.7, beim S10 gibt es jetzt eine Kamera mit 10 Megapixeln und einer Blende von f 1.9, welche als erste Selfiekamera von Samsung ebenfalls Videos in 4K aufnehmen kann.

Fingerabdrucksensor, Akku, Prozessor: Das hat sich vom S9 zum S10 verändert

Der Fingerabdrucksensor ist von der Rückseite, wo er beim S9 unter der Kamera positioniert war, unter das brillante Display gewandert. Der Sensor funktioniert anders als bei vielen anderen Smartphones mit Ultraschall und kommt dadurch auch gut mit nassen oder frisch eingecremten Fingern zurecht. Das Display ist das erste Smartphone-Display, welches HDR-10-Inhalte wiedergeben kann. Ein Kritikpunkt am Samsung Galaxy S9 war die Laufzeit des 3000 mAh großen Akkus, Samsung hat dem im S10 mit einer Erweiterung um 400 mAh entgegengewirkt. Die Akkulaufzeit dürfte sich auch dank der Hard- und Softwarekombination verbessert haben. Der neue Exynos 9820 Chip liefert bis zu 29% mehr Rechen- und bis zu 37% mehr Grafikleistung und das bei geringerem Stromverbrauch. Dies hat zwei Ursachen: Zum einen hat der Prozessor zusätzlich zu den acht CPU-Kernen auch einen NPU-Kern, welcher für AI-Anwendungen zuständig ist und so im Zusammenspiel mit Android 9 Pie für ein besseres Strommanagement sorgt. Auch in Sachen Speicher hat das S10 ordentlich zugelegt. So ist der Arbeitsspeicher von 4 GB auf 8 GB angewachsen und der interne Speicher umfasst je nach Variante 128, 156 oder 512 GB und ist zusätzlich um bis zu 512 GB erweiterbar. Die bereits erwähnten Fortschritte in Sachen AI-Anwendungen wirken sich auch positiv auf die Kamera aus. So kann das S10 automatisch die beste Position für das perfekte Foto bestimmen und dank der Szenenerkennung Schärfe, Blenden und Kontraste anpassen. Der Ladevorgang geht beim S10 deutlich schneller als beim S9. Beide Smartphones lassen sich sowohl mit als auch ohne Kabel laden. Das S10 verfügt aber noch dazu über die Möglichkeit andere Geräte wie die neuen Earbuds oder eine Smartwatch per Wireless Reverse Charging zu laden.

Samsung Galaxy S10 im Hands-On

S9 vs. S10: Für wen lohnt sich das Upgrade?

Zwar ist der Sprung vom Samsung Galaxy S9 zum Galaxy 10 schon groß, jedoch bleibt die Frage bestehen, ob sich ein Upgrade wirklich lohnt. Für User, die immer das neueste Topmodell haben wollen, lohnt es sich auf jeden Fall. Für alle anderen ist es eine Frage der Prioritäten. Ohne Frage, das Galaxy S9 kann alle Dinge, die ein Smartphone können muss, wirklich gut, jedoch kann das S10 die Dinge noch ein bisschen besser. So zum Beispiel die Kamera: Für eine Kamera mit einer Linse sind die Aufnahmen des S9 wirklich sehr gut und es gibt Smartphones mit mehr Linsen, die schlechtere Fotos machen. Wer aber Wert auf einen optischen Zoom oder den Ultraweitwinkel legt, freut sich über das S10. Wer viel Multitasking betreibt oder AI- Anwendungen wie Smart Assistenten nutzt, wird sich über den größeren Arbeitsspeicher und den neuen Prozessor sehr freuen. Außerdem werden sich alle, die Probleme haben ihre Daten auf dem S9 unterzubringen, sehr über den größeren Speicher des S10 freuen. Letztendlich ist das S10 eine gute und konsequente Weiterentwicklung des S9, doch wer mit seinem S9 noch nie an die Grenze gekommen ist, wird nicht viele Unterschiede zum S10 feststellen. Anders sieht es hier aus, wenn man ein älteres Smartphone besitzt. Hier ist bei einer Neuanschaffung auf jedem Fall zum S10 zu raten.

Tipp: So können Sie all Ihre Daten von Ihrem alten Smartphone auf Ihr neues Galaxy S10 übertragen. Im 1&1 Blog haben wir auch weitere coole Tipps und Tricks zum S10 und S10+ zusammengefasst, reinschauen lohnt sich!

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