Tipps und Tricks zum Samsung Galaxy S10 und S10+

Samsung verpasst der neuen Galaxy S-Reihe gleich drei neue Modelle, darunter das Samsung Galaxy S10e, S10 und S10+. Besonders die beiden letzten Varianten ähneln sich sehr und kommen mit einer leistungsstarken Ausstattung daher. Natürlich hat Samsung wieder einige Features integriert, die den Alltag mit dem Smartphone noch effektiver gestalten können. Die wichtigsten Tipps und Tricks haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Vollbild-Apps und Frontkamera verbergen

Gegenüber der Vorgängergeneration hat Samsung bei den neuen Modellen einen noch größeren Bildschirm verbaut, der sich noch ein kleines Stück mehr an die Seiten geschoben hat. Möglich wird das auch durch das sogenannte „Punch Hole“, also die zwei Frontkameras, die durch das Glas sichtbar werden. Insgesamt erreicht das Galaxy S10+ so beispielsweise ein „Screen-to-Body“-Verhältnis von ca. 90%. Allerdings werden nicht alle Apps direkt im Vollbildmodus dargestellt und zeigen sich nicht auf der kompletten Höhe des Displays. Das kann allerdings ganz einfach in den Einstellungen unter „Anzeige“ -> „Vollbild-Apps“ angepasst werden. Zudem kann hier auch bei Bedarf die Frontkamera versteckt werden, wodurch sich der sichtbare Bereich des Displays ein gutes Stück nach unten verschiebt und einen schwarzen Balken anzeigt.

Blaufilter

Besonders für empfindliche Augen oder die Benutzung des Smartphones bei Nacht ist der Blaufilter geeignet. Er kann sowohl manuell als auch über eine Zeitschaltung aktiviert werden und sorgt so für einen geringeren Blau-Anteil in der Displaydarstellung. Möglich wird das durch deutlich wärmere Farben, die zudem über den Schieberegler „Deckkraft“ noch eingestellt werden können. Der Zeitplan kann beispielsweise von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang aktiv sein oder benutzerdefiniert mit einem konkreten Zeitraum.

Nacht-Modus

Was vorher noch der Dark-Mode war, ist nun bei Samsungs neuer „OneUI“ der Nacht-Modus geworden. Denn hier können sowohl manuell als auch mit einem geregelten Zeitplan die Hintergrundfarben der Einstellungen und Menüs auf ein dunkles Thema eingestellt werden. Der Zeitplan bietet dabei die gleichen Möglichkeiten wie beim Blaufilter, entweder von Sonnenuntergang bis -aufgang oder zwischen zwei konkreten Uhrzeiten. Der Modus macht allerdings auch für die alltägliche Nutzung Sinn, da das Samsung Galaxy S10 auf ein OLED-Display setzt. Dieses kann besonders bei dunklen bzw. richtig schwarzen Darstellungen einiges an Energie einsparen und so die Akkulaufzeit verlängern. Der Nacht-Modus findet sich im „Anzeige“-Menü.

Besserer Sound mit Dolby Atmos

Hersteller von Smartphones versuchen immer mehr die Soundqualität zu verbessern und das Niveau ist mittlerweile gar nicht so schlecht, gegen große Lautsprecher und HiFi-Anlagen kommen die kleinen Treiber aber natürlich nicht an. Damit der Klang aber so gut wie möglich ist, hat Samsung die Dolby Atmos Technologie integriert und sorgt so für einen hochwertigeren Sound. Neben einem Automatik-Modus gibt es auch noch Modi für Film, Musik und Stimmen. Darüber hinaus gibt es einen separates „Dolby Atmos für Spiele“ für einen noch besseren Game-Sound. Aktiviert wird Dolby Atmos unter „Töne und Vibration“ -> „Erweiterte Toneinstellungen“ -> „Tonqualität und Effekte“.

Bildschirmmodus

Auch besonders für die Nutzung eines OLED-Displays interessant ist die Kalibrierung der Farben, dahingehend hat Samsung das Menü „Bildschirmmodus“ integriert. Hier kann der Nutzer zwischen dem Modus „Lebendig“ und „Natürlich“ auswählen. Während „Natürlich“ keine weiteren Einstellungsmöglichkeiten bietet, kann unter „Lebendig“ noch der Weißabgleich angepasst werden. Unter den erweiterten Einstellungen können sogar die Schieberegler für die roten, grünen und blauen Farbtöne eingestellt werden. Zu finden ist der Bildschirmmodus unter dem Menü „Anzeige“.

 

Digitales Wohlbefinden

Eine große Neuerung, die sich erst mit dem neuen Android 9 Pie Update bei Samsung ergeben hat, ist das „Digital Wellbeing“. Google hat mit der neuesten Android-Version in den Einstellungen das Menü des „digitalen Wohlbefindens“ hinzugefügt, eine Nutzungsübersicht für den Anwender. Die Smartphone-Nutzung soll so effektiver und sinnvoller gestaltet werden. Neben einer ersten App-Übersicht gibt es auch ein Dashboard mit App-Timern sowie dem Sperren von Benachrichtigungen, beispielsweise vor dem Schlafen.

Bildschirmauflösung

Das große AMOLED-Display des Samsung Galaxy S10+ kommt mit einer sehr scharfen WQHD+ Auflösung daher, die satte 3.040 x 1.440 Pixel bietet. Inhalte wie Videos, Texte oder Bilder können so sehr detailgenau angezeigt werden. Allerdings muss diese Auflösung nicht immer aktiviert sein, auch weil dem Akku durch die Berechnung von mehr Pixel auch mehr Energie entzogen wird. Deswegen kann unter „Anzeige“ -> „Bildschirmauflösung“ auch FHD+ mit 2.280 x 1.080 Pixeln sowie HD+ mit 1.520 x 720 Pixeln ausgewählt werden.

 

 

Video-Optimierung

Das Display des Galaxy S10 und S10+ ist nicht einfach nur ein OLED-Bildschirm, denn Samsung hat auch noch HDR10 draufgepackt. Dadurch werden Inhalte nicht nur kontrastreicher, sondern auch mit genaueren und satteren Farben dargestellt. Damit Videos generell etwas schöner wiedergegeben werden können, gibt es die Video-Optimierung in den „Erweiterten Einstellungen“. Sie kann in kompatiblen Apps wie beispielsweise YouTube oder Google Play Filme für hellere und lebhaftere Farben sorgen.

Gestensteuerung

Mit Android 9 Pie gibt es nun auch eine erste Gestensteuerung bei Samsung, diese kann unter „Anzeige“ -> „Navigationsleiste“ ausgewählt werden. Allerdings ist sie nicht so wie beim Apple iPhone oder Huawei Mate 20 Pro gestaltet, sondern zeigt drei Linien an der Unterseite des Displays an. Diese symbolisieren die drei Zeichen der bisherigen Onscreen-Buttons und können mit einem Wischen von unten aktiviert werden. Alternativ können die drei Linien auch deaktiviert werden, wodurch dann gar keine Navigationsleiste mehr zu sehen ist.

 

 

Always On Display

Bekannt ist Samsung auch für das Always On Display, das es natürlich auch wieder beim Galaxy S10 und S10+ gibt. Es wird in den Sperrbildschirm-Einstellungen aktiviert und bietet mehrere Anpassungsmöglichkeiten. Neben dem Anzeigemodus, der auswählt, wann das Always On Display angezeigt werden soll, gibt es auch eine automatische Helligkeit. Auch die Bildschirmausrichtung kann ausgewählt werden. Im Allgemeinen zeigt das „AOD“ neben der Uhrzeit und dem Datum vor allem den Akkustatus an und informiert über alle eingehende Nachrichten.

Dual Messenger

Besonders für Nutzer der Dual-SIM-Funktion interessant ist das „Dual Messenger“-Feature, das ein virtuelles Klonen von wichtigen Messenger-Apps zulässt. Denn oftmals sind Apps wie WhatsApp an eine Rufnummer gebunden und können nicht mit zwei SIM-Karten genutzt werden. Hierfür klont die Software die App und lässt eine „zweifache“ Nutzung der App zu. Möglich ist das beispielsweise auch für Facebook, den Facebook Messenger oder Snapchat. Tipp: So können Sie Ihre Daten wie Fotos und Kontakte auf Ihre neues S10 übertragen.

 

 

RAW-Bilder knipsen

Für Foto-Enthusiasten und Hobby-Fotografen werden auch die Linsen in Smartphones immer interessanter, denn die kleinen Sensoren nähern sich immer weiter den vollwertigen Kameras an. Sehr praktisch ist dabei auch, dass einige Smartphones im beliebten RAW-Format aufnehmen können. RAW ist zwar nicht für jedes Programm oder jede App nutzbar und die Dateien sind um einiges größer, dafür sammelt die Kamera mit diesem Format aber deutlich mehr Details ein. Das ermöglicht am Ende eine detaillierte Bearbeitung der Bilder, beispielsweise kann ein viel zu dunkles Bild noch gut aufgehellt werden. Bei JPG-Dateien ist natürlich auch eine gewisse Bearbeitung möglich, allerdings in einem viel kleineren Maße. Aktiviert wird das Knipsen mit RAW in den Einstellungen der Kamera unter „Speicheroptionen“. Es wird dann allerdings nur im PRO-Modus eine RAW-Kopie erzeugt, im Automatik-Modus knipst man weiter mit JPG.

Lesetipp: Bei androidpit.de gibt’s einen spannenden Beitrag zu ersten Erfahrungen mit dem Samsung Galaxy S10e.
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